Meinung : Kein Ruhestand für den Jubilar

Zur Tagesspiegel-Jubiläumsbeilage

65 Jahre gibt es schon den Tagesspiegel – man glaubt es kaum: das Layout ist modern, aber nicht affektiert. In der Berichterstattung und den redaktionellen Beiträgen zeigt sich der Tagesspiegel sehr ausgeglichen, aber pointiert. Das ist unabhängiger Journalismus, wie ich ihn mag. Meine persönliche Hitliste führt Klaus Stuttmann an, der mit seinen Karikaturen immer ins Schwarze trifft, dann folgen die Meinungsseite und sonntags die kleinen Geschichten aus dem Leben. Die Seite mit dem Berliner Leben ist mir zu Mitte-Prenzlberg-lastig. Weiter so!

Nikolaus Petersen, Berlin-Schöneberg

Herzliche Glückwünsche zum 65. Geburtstag! Ich bin von meinen Eltern quasi großgezogen worden mit dem Tagesspiegel, den sie vom ersten Exemplar an regelmäßig kauften, später abonnierten. Als ich meinen Mann kennenlernte, wir irgendwann zusammenzogen, kündigte ich mein Abo, da er auch eines hatte. Siehe da, es wurde angefragt, was der Grund für die Kündigung sei.

Manche Neuerungen, wie z. B. damals die Farbe (oh je!) fand ich anfangs nicht gut, später war es Alltag. Als Kind habe ich mit zwölf Jahren mal einen Schreibwettbewerb im Tagesspiegel gewonnen. Das war schön. Aber das gab es dann unendlich lange Zeit nicht mehr im Angebot. Ich habe mich für die Kleinen gefreut, als es mit der Kinderseite begann.

Machen Sie weiter so. Weniger Schreibfehler wären schön. Alles Gute, viel Erfolg, viel Freude bei der Arbeit.

Margit Henze, Berlin-Schöneberg

Normalerweise beginnt jetzt der Ruhestand, den ich Ihnen keineswegs wünsche und auch nicht gönne. Ganz im Gegenteil wünsche ich Ihnen junge, dynamische, kreative Köpfe, die mit Neugier und Offenheit unsere Welt beobachten und kommentieren.

Ich danke Ihnen für viele Anregungen, die die unterschiedlichsten Auswirkungen hatten. Z. B. haben wir die Tage „zwischen den Jahren“ mit der Lösung des Weihnachtsrätsels verbracht. Als wir sogar zweimal zu den Buchgewinnern gehörten, wurden wir von den Neidern des Aufbaus einer Bibliothek verdächtigt! Und als ich – inzwischen verwitwet – meine Vorliebe zu Herrn Pannier zum Ende seiner 1001. Kolumne in einem Leserbrief zum Ausdruck brachte, den Sie sogar abgedruckt haben, war ein hoffentlich immer währendes Band geknüpft!

Polly Benecke, Berlin-Zehlendorf

1945 war ich elf Jahre alt, wir wohnten damals in Berlin-Lichtenberg, meine Schule war das Kant - Realgymnasium im Gebäude der heutigen Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in der Treskowallee. Am nordöstlichen Widerlager der alten Lichtenberger Brücke stand damals ein großer kräftiger Zeitungshändler mit Hut und Brille, der im Wechsel jeweils die „Allgemeine Zeitung“ oder den Tagesspiegel verkaufte. Zu meinen Aufgaben gehörte es damals auf dem Schulweg, eine Zeitung zu kaufen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stand ein anderer Zeitungshändler, der andere Zeitungen lautstark anpries. Nach Beginn der Blockade gab es den Tagesspiegel hier nicht mehr. Als wir unseren Lateinlehrer baten, uns den Untertitel „rerum cognoscere causas“ zu übersetzen, tat er es, aber nur einmal und ganz kleinlaut. Bald danach wurde dann der Lateinunterricht durch Russischunterricht abgelöst.

Seit unserem Umzug 1955 nach West- Berlin hat meine Mutter, seit 1964 habe ich den Tagesspiegel abonniert und mit großem Interesse regelmäßig gelesen.

Gerhard Straebel, Berlin-Steglitz

An alle Mitarbeiter „unserer Zeitung“: Herzliche Gratulation zu 65 Jahren mit gutem (teils sehr gutem) Journalismus.

Rita und Detlef Ley, Schönwalde-Glien

Herzlichen Glückwunsch zum 65. und vielen Dank für die Fotostrecke. Ich habe in Ihrem Hause am Askanischen Platz von 1977 bis 1996 gearbeitet. Damals war das Finanzamt für Körperschaften dort untergebracht.

Detlef Langelüddecke,

Berlin-Wilmersdorf

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben