Meinung : Keine Entwarnung

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Aufatmen in Bochum. In dem Opel-Werk baut die Tochter von General Motors (GM) auch künftig den Astra. Verlierer ist Antwerpen, wo die Herstellung des wichtigsten Opel-Modells eingestellt wird. Doch dann bleiben noch immer vier Astra-Standorte in Europa. Das sind eigentlich zu viele, wie auch die insgesamt acht GM/Opel-Standorte in Europa zu viel sind. Weil die Werke nicht richtig ausgelastet arbeiten und Fixkosten auf zu wenig Autos verteilt werden, ist die Unwirtschaftlichkeit der Standorte programmiert. Der Druck auf eine optimale Produktion mit hoher Effizienz und Produktivität ist auch deshalb groß. So soll die Montage eines Astra künftig nur noch 15 statt bislang 24 Stunden dauern. Anders gesagt: Eine Arbeitskraft baut am Tag deutlich mehr Autos als heute. Wenn aber die Autofahrer nicht mehr Opel kaufen, dann sind mit der Einführung des nächsten Astra weniger Arbeitskräfte nötig. Nach vielen bitteren Jahren mit Sanierungswellen und dem Verlust von Tausenden Arbeitsplätzen gibt es also keine Entwarnung für die Opel-Beschäftigten. Ihnen bleibt nicht viel mehr als die Hoffnung auf neue Autos, die auf dem Markt besser einschlagen als ihre Vorgängermodelle. alf

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