Kennzeichnung Berliner Polizei : Namen und Nummern

Ein kleines Schild, ein langer Weg. Seit zwei Jahrzehnten ist in Berlin mit immer neuen Anläufen über die individuelle Kennzeichnung von Polizisten gestritten worden; vor allem von der Polizeigewerkschaft gab es Widerstand und auch Klagen. Nun wird bestätigt, dass es entgegen den Befürchtungen der Gewerkschaft über nun identifizierbare Polizeibeamte seit der Pflicht-Kennzeichnung keine Bedrohungen oder Ausspähungen gegeben hat. Damit ist dieses Kapitel hoffentlich beendet. Der Widerstand wirkte längst anachronistisch. Schließlich gibt es genügend Ausnahmen: Wer seinen Namen nicht preisgeben will, kann eine Nummer tragen. Die wegen ihrer Einsätze gegen Schwerkriminelle besonders gefährdeten Spezialeinsatzkräfte sind ganz von einer Kennzeichnung ausgenommen, und auch geschlossene Einheiten, die bei Demonstrationen eingesetzt werden, haben nur eine individuelle fünfstellige Nummer. Für viele Polizisten ist die Zeit sowieso über solche Bedenkenträgerei hinweggegangen: Rund die Hälfte aller Uniformträger in Berlin trägt schon seit Jahren freiwillig ein Namensschild, weil das nicht nur für die Berliner, sondern auch für die Beamten Ausdruck einer offenen und bürgernahen Behörde und auch vielen Polizisten ein anonymer „Prügelbulle“ nur peinlich ist. gn

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