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Die „Welt am Sonntag“ freut sich darüber, dass mehr Arbeiterkinder in Deutschland studieren.

„Anders als viele Polemiker behaupten, haben Studiengebühren den Anteil von Studierenden aus sozial niedrigen und mittleren Schichten nicht verringert, sondern erhöht. Doch das Ergebnis der neuesten Studie des Deutschen Studentenwerks (DSW) wird im Lager der Klassenkämpfer eher verhalten aufgenommen. Von 2006 bis 2009 ist die Zahl der Studenten mit bildungsfernem Hintergrund um ermutigende 15 Prozent gestiegen. Deutschland folgt damit einem Trend jener Länder, die wirtschaftlich besonders erfolgreich sind. Als Hochlohnland gibt es keine Alternative zur umfassenden Qualifikation möglichst vieler Teile der Bevölkerung. Bildungsarmut bedeutet Wachstumsarmut.“

Der „Spiegel“ kommentiert die Beteiligung der Bundeswehr am Afghanistankrieg:

„Zu wünschen ist Ehrlichkeit von einer Regierung, einer Parlamentsmehrheit, die gesteht: Das ist Krieg, aber auch: Der Krieg ist nicht sauber, auch gerecht ist er nicht. Er produziert Zerfetzte, Verstümmelte, es wird vergebens gestorben, es ist ein Krieg, der nichts erreicht, der militärisch nicht gewonnen werden kann. Wir dachten damals, er wäre eine gute Sache, aber das ist er nicht.

Also gehen wir raus. Das Volk ist klüger als seine Regenten. Es will nicht, was die Regierung will, ein Kommunikationsproblem, so wird es wohl weiter heißen.

Aber alle Kommunikation wird nichts daran ändern, dass die Toten tot sind und getrocknetes Blut nicht mehr fließt.“

Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ beleuchtet die Biografie von SPD-Chef Sigmar Gabriel:

„Ist die Mutter der rettende Engel in seinem Leben, so steht der Vater für Unterdrückung und Ohnmacht. (…) Gabriel leidet unter dem Vater, der ihn quält, der den Sohn klein zu halten sucht, der dem begabten Jungen das Gymnasium verwehrt, da er selbst nur Beamter geworden sei. Der Vater ist ebenfalls Vertriebener, unversöhnt mit seinem Schicksal, ein Aktivist in Vertriebenenverbänden. Politisch steht er extrem rechts. Er sei ein „Rechtsradikaler“, ein „Faschist“, sagen Gabriel-Freunde über ihn. Gabriels Mutter ist sozialdemokratisch gesinnt. Den Kontakt mit dem Vater, der heute in Hamburg lebt, bricht Gabriel früh ab. Ein Versuch vor rund zehn Jahren, das Verhältnis zu beleben, endet im Nichts.“

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