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aus Paris beschäftigt sich mit der Machtübergabe in Brasilien von Präsident Lula an seine Nachfolgerin Rousseff:

Lula hinterlässt der neuen Präsidentin ein Land, das auf der internationalen Bühne gehört und respektiert wird. Brasilien ist ein wichtiger Akteur geworden, der viel Lob bekommt und auch schon einigen Tadel, zum Beispiel wegen seiner Annäherung an das Regime in Teheran. In diesem Bereich hat ,Dilma’ bereits ihren Unterschied gezeigt, indem sie deutlich ihre Sorge um die Menschenrechte zum Ausdruck brachte, insbesondere die der Frauen, im Iran und anderswo. Frau Rousseff verdankt ihr ruhmreiches Schicksal der unbeugsamen Unterstützung ihres Mentors. Mehr als vier von fünf Brasilianern sagen voraus, dass sie so gut, sogar besser regieren wird als der populärste Präsident in der Geschichte Brasiliens. Es liegt an ihr, sie nicht zu enttäuschen.

aus Rom kommentiert das Vorgehen des Vatikans gegen Geldwäsche: „Das Reich des Himmels gehört den Unternehmen“, stellte der US- Banker J. P. Morgan einst ironisch fest. Papst Benedikt XVI. hat diesem Aphorismus nun eine schwere Wunde geschlagen: In einem Schreiben erließ er Maßnahmen – nicht im Hinblick auf die Seele, sondern auf die leibliche Welt der Finanzwirtschaft, des Drogenhandels und der Geldwäsche. Ganz offensichtlich besorgt über ein mögliches Eindringen der organisierten Kriminalität hinter die heiligen Mauern des Vatikans, hat Benedikt das Nadelöhr nun verschlossen – wenn nicht allen Reichen, so doch wenigstens der Mafia, den Korrupten und den Terroristen. Es ist nicht das erste Mal, dass der Pontifex seine Stimme gegen die Mafia erhebt, doch mit den neuen Maßnahmen hat sich der Heilige Stuhl im Kampf gegen die Finanzkriminalität eindeutig an die Seite der EU gestellt.

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