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kommentiert die Ergebnisse einer Glücksstudie der Hamburger Stiftung für Zukunftsfragen:



Eine Hamburger Stiftung hat soeben die Stimmung in den europäischen Nationen ermittelt. Eine zeitgemässe Fragestellung, muss man doch annehmen, dass die Dauerkrise rund um den Euro den Europäern mittlerweile aufs Gemüt schlägt! Doch dann lesen wir, 80 Prozent der Griechen würden sich als glücklich bezeichnen. Haben die Hellenen dank ihrer klassischen Bildung so viel Weisheit in den Genen, dass sie die inneren Werte den äußeren vorziehen? Oder beruht ihre Gelassenheit auf dem Bewusstsein, dass am Ende die Deutschen immer zahlen? Diese Vermutung könnte zutreffen, denn niemand ist in Europa weniger glücklich als die Deutschen mit 61 Prozent. Sie scheinen zu ahnen, was die Griechen so glücklich macht.

aus Wien schreibt zum Schuldenproblem in Europa und den USA:

Der sich verfestigende Eindruck, dass weder die amerikanische noch die (nicht existente) europäische Führung ihr jeweiliges Schuldenfiasko trotz monatelanger aufgeregter Bemühungen in den Griff bekommen, verunsichert nicht nur irgendwelche abstrakten Märkte, sondern vor allem die Bürger. Was die erstmals in den 80er-Jahren aufkeimende Politikverdrossenheit in den medial aufgeheizten Treibhaus-Demokratien noch an Restvertrauen in die Volksvertreter übrig gelassen hat, wird jetzt zersetzt. Ein Wesenszug der Treibhaus-Demokratien ist die permanente Ablenkung vom Wesentlichen, die Konzentration auf die schnelle Aufzucht substanzloser Gewächse, um das Publikum bei Laune zu halten.Die gärtnerische Spezialisierung auf politische Produkte mit geringer Haltbarkeit reicht jedoch nicht aus, um eine Herausforderung zu meistern, die alle Anzeichen einer Zeitenwende trägt.

aus Paris kommentiert die Forderungen aus dem Westen nach dem Rückzug von Syriens Präsident Baschar al Assad: Gegen diese eingebunkerte Regierungsmacht sind die Druckmittel der westlichen Länder begrenzt. Die Oppositionellen auf den Straßen in Syrien haben eine unglaubliche Widerstandskraft an den Tag gelegt, diesem Unterdrückungsapparat gegenüber, der mit furchtbar brutalen Methoden vorgeht und eine zynische Propaganda betreibt. Die internationale Diplomatie darf die syrischen Demonstranten nicht im Stich lassen. Die Europäer, die 95 Prozent des von Syrien exportierten Erdöls kaufen, wären gut beraten, die Geschäfte einzustellen, die dem Regime Assads helfen, sich an der Macht zu halten. Dies wäre nur eine konsequente Umsetzung der Worte in Taten, um ihr Ziel zu erreichen: den Sturz eines Tyrannen.

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