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aus Mailand kommentiert den Zustand Italiens:

Italien ist nicht Griechenland und wird es auch niemals sein. Es ist nicht überflüssig, noch einmal zu wiederholen, was offensichtlich ist. Es gibt überhaupt keine Gefahr, dass die vom italienischen Staat herausgegebenen Papiere nicht honoriert werden. Jene Sparer, die in diesen Stunden die Absicht angekündigt haben, ihre Investitionen (in solche Anleihen) abzuziehen und in andere Länder zu verlegen, drücken eine verständliche Sorge aus, aber sie liegen falsch. Italien ist die Nation, die US-Präsident Obama auf dem Gipfel in Cannes als ein großes Land beschrieben hat, „mit einer enormen industriellen Basis und außerordentlichen Anlagen“. Eine objektive Einschätzung, die zunächst einmal wir Italiener selbst immer im Kopf behalten sollten.

aus Paris kommentiert Barack Obamas Rolle auf dem G20-Gipfel: Das Treffen zwischen Nicolas Sarkozy und Barack Obama in Cannes ist die Krönung der Bekehrung Barack Obamas hin zu Europa. Während des gesamten G20-Gipfels war der amerikanische Präsident aufgeschlossen für die Probleme der Europäer und keinesfalls so kritisch, wie man es hätte erwarten können. Die wachsende Rolle des IWF in diesem Kampf ist ein Indiz von Obamas Bereitschaft, an einer dauerhaften Wiederherstellung des Vertrauens mitzuarbeiten. Endlich nimmt diese privilegierte Beziehung zu Barack Obama Gestalt an, die Nicolas Sarkozy von Anfang an gewünscht hat.

aus Paris schreibt zu Gipfel in Cannes: Die Stars der Croisette waren die wohlhabenden Schwellenländer, China an erster Stelle. So sieht die neue wirtschaftliche Landschaft der Welt aus: die Schulden im Norden, die Gelder im Süden. Der Bankier der G20 ist Präsident Hu Jintao. Die Europäer wenden sich an ihn, um den Euro zu retten. Dies könnte bald Wirklichkeit werden. Dann würde China seinen Platz in der neuen Weltwirtschaftsordnung festigen.

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