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aus Turin meint den Rücktritt von Silvio Berlusconi:

So endet der Mann, der das Bad in der Menge, den schönen Schein, den Bühnenauftritt liebte: Versteckt verließ Silvio Berlusconi am Samstag (nach seinem Rücktritt) den Quirinalspalast durch den Hinterausgang, wie zuvor das Abgeordnetenhaus und Palazzo Chigi, stets eskortiert in fest verriegelter Limousine. Wird er wieder auferstehen? „Diesmal ist es endgültig vorbei, und das weiß auch Berlusconi“, meint ein Mitglied der Opposition. So oder so bleibt Berlusconi fürs Erste ein geschlagener Mann, der ein aufgebrachtes Land am Rande des wirtschaftlichen Abgrunds zurücklässt.

aus Mailand schreibt zur Übergangsregierung: Der Weg ist steinig und Fehler sind nicht erlaubt. Eine Übergangsregierung unter Mario Monti kann nur auf der Basis von „klaren Absprachen“ entstehen. Es muss die ganze Wahrheit gesagt und dementsprechend gehandelt werden. In Notsituationen muss man Notlösungen ergreifen, und um eine solche wird es sich handeln bei der Regierung Monti. Nichtsdestotrotz bleiben vom Staatspräsidenten organisierte Regierungen ein Zurechtbiegen der Verfassung, das nur durch eine dramatische Ausnahmesituation wie die heutige gerechtfertigt werden kann.

aus London kommentiert die Situation Großbritanniens: Der Euro, das einst großartige Projekt der EU, ist zu seiner größten Torheit geworden. Statt der beabsichtigten Stabilität ist die gemeinsame Währung zu einem Träger gewaltiger Unsicherheit geworden. Was können wir tun? Die Koalitionsregierung muss an ihrem Sparplan festhalten, will sie nicht ihre Glaubwürdigkeit verlieren.

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