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KIOSK : KIOSK

20.02.2012 00:00 Uhr

aus Zürich vergleicht Christian Wulff mit Angela Merkel: 

Da wäre einmal ihre demonstrative Bescheidenheit. Sie braucht keine Ferien im 5-Sterne-Hotel, sie relaxt nicht mit reichen Freunden, sondern wandert durch die Alpen oder macht es sich in ihrem ostdeutschen Wochenendhäuschen gemütlich. Die Message kommt an: Drei Viertel der Deutschen finden, Merkel sei rechtschaffen und nicht auf ihren eigenen Vorteil bedacht – ein Wert, von dem viele Politiker, inklusive Wulff, nur träumen können. Das zweite Geheimnis der Kanzlerin ist ihr wahrlich präsidialer Stil. Sie macht sich nicht die Finger schmutzig beim Berliner Gezänk, sie schwebt über den Dingen.

aus Wien meint zu Joachim Gauck: In Deutschland wird bei der Suche nach einem neuen Präsidenten wieder der Ruf nach Joachim Gauck laut. Aus gutem Grund. Der Ex-Bürgerrechtler ist kein Parteisoldat, sondern eine Persönlichkeit … Gauck wäre nicht nur als moralischer Oberpastor der Nation nahezu unumstritten. Der 72-Jährige passte auch aus einem anderen Grund in die Zeit. Mit ihm wäre ein beeindruckender Bürger an der Spitze des Staates, kein intellektuell kurzatmiger, phrasendreschender Parteisoldat. Und das entspräche einer weit verbreiteten Sehnsucht, nicht nur in Deutschland.

kommentiert die Rolle der Medien in der Causa Wulff:
 Und vielleicht könnten jetzt die Moralbuddhas der Medien nach geschlagener Schlacht auch einmal mit ähnlichem Drang darlegen, wie sie sich selbst vom Lockstoff all der Verheißungen und Verführungen betören lassen, denen sie als Journalisten nur allzu oft unterliegen – von Einladungen der tollsten Sorte, Reisen und Rabatten in einem Ausmaß, das bei fast allen andern Erwerbszweigen die Schamröte hochtriebe … Der Fall Wulff ist ein unrühmliches Kapitel politischer und medialer Auseinandersetzung in Deutschland. Ein Trost ist immerhin, dass die Selbstgerechtigkeit der Saubermänner bei der Bevölkerung mit sichtlicher Zurückhaltung quittiert wird.

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