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aus London meint zum republikanischen Team für die Präsidentschaftswahlen in den USA:



Romney und sein Vizekandidat Paul Ryan haben in der vergangenen Woche die Dynamik des Wahlkampfes neu definiert. Sie haben die Debatte auf eine Ebene getragen, die die Amerikaner anspricht, weil sie betonen, dass die Privatunternehmen und nicht der Staat für den Ruhm des Landes gesorgt haben. Sie haben sich auch frontal gegen den versprochenen Neuanfang gewandt, der den Wahlkampf Obamas 2008 bestimmt hat, und das ist vielleicht noch wichtiger. Vier Jahre später stellen sie die bohrende Frage, ob diese Träume erfüllt wurden. Romney und Ryan nutzen das weit verbreitete Gefühl aus, dass Obamas Leistungen weit hinter seinen Versprechungen zurückgeblieben sind. Romney hat sich in dieser Woche als potenter Herausforderer für den Einzug ins Weiße Haus herausgestellt.

kommentiert die Politik des neuen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi:

Einen bemerkenswerten Schritt vollzog der bisher unterschätzte ägyptische Präsident Mursi mit seinem Vorstoß zur Bildung einer Syrien-Kontaktgruppe. Das Vorhaben nötigte nicht nur die potentesten regionalen Antagonisten, Iran und Saudi-Arabien, an einen Tisch, sondern böte auch der Türkei Hand zur Teilnahme beim Lösen eines innerarabischen Problems. Ägypten sei heute ein ziviler, demokratischer und moderner Staat, sagte der Präsident unlängst in seinem pompösen Amtssitz in Kairo. Im selben Raum hatte sein Vorgänger Mubarak ähnliche Worte gewählt, während Mursi wegen seiner politischen Gesinnung im Kerker schmorte. Eingeschlossen war damals noch jener Geist, der den Orient seit drei Jahren so grundlegend verändert, wie es selbst Aladin nicht erwartet hätte.

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