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kommentiert die britische Labour- Partei

: Die Labour-Größen stellen am Parteitag in Manchester zu ihrem eigenen Erstaunen fest, dass die Rückkehr an die Macht entgegen allen Erwartungen bereits wieder in Reichweite erscheint. (Parteichef) Miliband steht unerwartet ungefährdet an der Spitze einer ungewöhnlich geeinten Partei. Miliband gelang es mit einer raffinierten und selbstbewusst vorgetragenen Rede, seiner Führung jenen Anker und jene Vision zu verleihen, die bisher fehlten. Labour macht sich auf Kosten der Konservativen und der Liberaldemokraten breiter. Eine Erfolgsgarantie gibt es freilich nicht. Noch immer geben die Wähler Cameron vor Miliband klar den Vorzug. Das Rennen bis 2015 ist noch offen.

aus Paris meint zur Rede von Premier Jean-Marc Ayrault vor der Nationalversammlung: Der Premierminister hat eine Chance verpasst, dem Thema Europa eine breite Dimension zu geben. Stattdessen hat er jedes Risiko vermieden und sich an Allgemeinplätze gehalten. Aus Angst vor Differenzen hat er seine Vision vergessen. Kein Wort über die wichtigen Optionen Föderalismus, Solidarität und demokratische Kontrolle. Als weigere sich die Linke, diese demokratische Debatte zu führen.

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