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„Die Tageszeitung“ schreibt zum deutschen Grundschulvergleich:

„In Bremen, Berlin, Hamburg lebt man einfach bunter, rauer, vielfältiger als im bayerischen Oberland. Kann man dort denn überhaupt etwas anderes tun als lesen und Hausaufgaben machen? Alle schlottern sie wieder wegen dieser Studie, halten die Bildungskatastrophe für unumkehrbar, fordern Verbesserungen, sehen im Süden die Zukunft und sonst nur Düsternis. Sie sollten gelassen darauf vertrauen, dass nicht allein vom Lesen und Rechnen unser aller Wohl abhängt. Dass es schön ist, wenn bayerische Kinder toll lesen können, dass die Kinder anderswo aber auch gewappnet sind für das, was diese Studien nie erfassen: das Leben.“

„La Repubblica“ kommentiert die „Vatikleaks“-Affäre:

„Widersprüche gibt es etwa bei der zeitlichen Abfolge. Die ,Raben‘ beginnen im Jahr 2011 zu krächzen. Warum? Wenn der Rabe und seine Komplizen wirklich Benedikt XVI. hätten helfen wollen, hätten sie ein

Jahr zuvor handeln müssen, im Jahr 2010, als der Papst wirklich Unterstützung brauchte, vor allem wegen der pädophilen Priester. Der Prozess hat sich auch nur auf das Vergehen des schweren Diebstahls konzentriert. Jede andere mögliche Straftat, wie Verbrechen gegen die Staatsgewalt, Verunglimpfung der Institutionen, Verleumdung, üble Nachrede oder Geheimnisverrat sind außen vor geblieben. Vor allem ist das gesamte Motiv für den Fall ,Vatileaks‘ immer noch unklar.“

Die „NZZ am Sonntag“ schreibt zu den Chancen Mitt Romneys, US-Präsident zu werden:

„Die amerikanische Nation und die interessierten Beobachter im Rest der Welt erlebten einen Kandidaten (Romney), der politisch moderate Ideen vertrat, der witzig war, schlagfertig, volksnah und signalisierte, dass er das Amt ausüben will und wohl ausüben könnte. Präsident Obama dagegen wirkte müde, gereizt und seltsam ausgelaugt. Trotz passabler Arbeitsmarktdaten am Freitag verliert Obama derzeit an Schwung, Romney holt in den Umfragen auf. Entschieden ist noch nichts, aber die Möglichkeit, dass der 45. Präsident der Vereinigten Staaten Mitt Romney heißt, ist plötzlich denkbar geworden. Entgegen einer weitverbreiteten Ansicht in Europa würde die Welt deswegen wohl nicht untergehen.“

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