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kommentiert die Haltung der Araber im Syrienkonflikt:



Nur unweit von Gaza tobt ein Bürgerkrieg, dessen Brutalität und Intensität die dortigen Ereignisse um das Mehrfache übertrifft. Der Konflikt in Syrien hat in 20 Monaten gegen 40 000 Todesopfer gefordert. Im israelisch-palästinensischen Konflikt wurden in den vergangenen zwölf Jahren über 6500 Palästinenser getötet. Natürlich ist die Opferzahl nicht der einzige Indikator des Leids. Dennoch ist bemerkenswert, wie viel leichter es vielen Palästina-Sympathisanten fällt, israelische Aggression zu geißeln als die brutale Gewalt eines arabischen Diktators gegen sein eigenes Volk. Nirgendwo ist das Freund-Feind-Schema einfacher als im Palästinakonflikt, nirgendwo sind die Emotionen stärker. So verliert man die Relationen nur zu schnell aus den Augen.

aus Paris meint zum geplanten Gesetz über die Ehe für homosexuelle Paare in Frankreich:

Die Gegner der Ehe für zwei Menschen des gleichen Geschlechts sind an diesem Wochenende in ganz Frankreich gegen dieses Projekt auf die Straße gegangen. Deshalb muss man es laut und deutlich wiederholen: Diese Reform ist legitim, notwendig und fortschrittlich … Die Reform ist auch eine demokratische Notwendigkeit. Es geht um gleiche Rechte für alle. Der Gesetzesentwurf der Regierung räumt auf mit der Diskriminierung und gibt den Partnern eine verbesserte Sicherheit.

Auf der Internetseite „The Daily Beast“ kommentiert der ehemalige Schachweltmeister und Putin-Kritiker Garry Kasparow den Besuch von Angela Merkel in Moskau:

Ich freue mich immer darüber, wenn ein westlicher Führer gegenüber Putin die Menschenrechte anspricht, besonders, wenn es in Moskau von Angesicht zu Angesicht geschieht. Ich hatte schon geglaubt, dass solche Politiker gar nicht mehr existieren. Die Worte von Kanzlerin Merkel sind hochwillkommen, aber solange ihnen nicht Taten folgen, werden sie von Putin und seiner Truppe nur als ein weiteres Zeichen dafür interpretiert, dass es bedeutungslos ist, wenn der Westen über Repression spricht, und dass es so weitergehen kann wie bisher.

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