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aus London meint zur Überwachung des Internets:

Die Enthüllungen des Informanten Edward Snowden haben eine lebhafte Diskussion ausgelöst. Welche Gesetze erlauben diese Verbindung von staatlicher und kommerzieller Überwachung? In einem bequemen Zeitalter der Koalitionsregierungen mag manchen eine Kontrolle des Internets wünschenswert und unbedenklich erscheinen. Doch was passiert in Ländern mit sehr viel geringerer politischer und sozialer Stabilität? Wir schaffen ein System der totalen Überwachung, das in der Tat die Sicherheit deutlich verbessern würde. Doch in den falschen Händen könnten dadurch Protestbewegungen, die Berichterstattung und hart erkämpfte Rechte wie Versammlungs- und Redefreiheit schwer eingeschränkt werden. Das steht auf dem Spiel.

aus Amsterdam kommentiert die Rede von Barack Obama in Berlin: Die Rede war bestimmt nicht seine „finest hour“. Eine Aufzählung braver Vorhaben und guter Absichten – vorgetragen mit mehr Transpiration als Inspiration. Keine Rede, die noch lange nachklingen wird, so wie jene mit den berühmten Sätzen von Kennedy und Reagan am selben Ort. Jedoch sagt das Wehklagen mancher Kommentatoren über Obamas enttäuschendes Auftreten und über Versprechen, die er nicht einlöst, vor allem etwas über deren eigene überspannte Erwartungen aus. Obama ist zwar unbestreitbar ein Mann mit besonderen Qualitäten, aber er ist kein Heiland.

aus Paris fordert einen Mindestlohn in ganz Europa: In der Industrie in Frankreich sollen 300 000 Arbeiter zu Dumpingpreisen ausgebeutet werden, und in der Europäischen Union sollen es 1,5 Millionen sein. Dies ist ein unerträglicher gesellschaftlicher Zustand mit schwerwiegenden politischen Folgen … Die EU-Staaten müssen einen Mindestlohn durchsetzen. Sie müssen auch sehr schnell die Unternehmen identifizieren, die schamlos alle sozialen Regeln missachten, und sie müssen Betrüger bestrafen.

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