Meinung :  KIOSK 

Internationale Pressestimmen zur Lage in Pakistan und Georgien

aus London schreibt zu Pakistan: Wenn Baitullah Mehsuds Tod bestätigt ist, markiert das einen außerordentlichen Erfolg des amerikanischen Einsatzes gegen Al- Qaida- und Taliban-Terroristen, die sich in den rechtslosen Grenzgebieten zu Afghanistan aufhalten. Mehsud war die Verbindung der Taliban zu Al Qaida. Er steckte hinter Selbstmordanschlägen, die Hunderte in Pakistan getötet haben. Und er ist der Hauptverdächtige des Mordes an Ex-Premierministerin Bhutto. Millionen Pakistaner, die Opfer der Brutalität der Taliban im Swat-Tal geworden sind, werden froh über Mehsuds Tod sein – aber sie sollten sich auf spektakuläre Schreckenstaten gefasst machen, die die Taliban nun aus Rache vorbereiten werden.

aus Paris widmet sich dem Jahrestag des Georgienkrieges: Russland möchte weiterhin vorantreiben, was es als geopolitischen Vorteil betrachtet: die Möglichkeit seiner Armee, einen souveränen Staat anzugreifen und dessen Grenzen unilateral neu zu gestalten (die sogenannte „Unabhängigkeit“ von Südossetien und Abchasien), ohne mit ernsthaften Sanktionen seitens der westlichen Länder rechnen zu müssen. Diese verweisen weiter auf die aus dem Abkommen von Helsinki 1975 hervorgegangene europäische Ordnung, die Moskau zu bestreiten begonnen hat. Aber wer betrügt hier wen? US-Vizepräsident Joseph Biden hat kürzlich die Ansicht geäußert, dass die westlichen Länder mit Blick auf Russland ihre Karten weitgehend unterschätzen. Für den amerikanischen Vizepräsidenten ist es Realität, dass die Russen eine rückläufige Bevölkerungsentwicklung haben und einen Bankensektor, der die nächsten 15 Jahre nicht überstehen wird. Und während die Welt sich wandelt, halten sie an Dingen aus der Vergangenheit fest, die nicht mehr lange Bestand haben werden.

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