Meinung :  KIOSK 

Die Mailänder Tageszeitung schreibt über US-Außenministerin Hillary Clinton:

Es ist schwierig, „die mächtigste Frau der Welt“ zu sein. Vor allem dann, wenn der Chef der mächtigste und populärste Mann der Welt ist. Und wenn der Ehegatte, der auch einmal Präsident war, jedes Mal, wenn man das Rampenlicht der Weltbühne auf sich ziehen will, dieses einem streitig macht. Vom gebrochenen Ellbogen bis hin zu Bills Schatten war dies ein fürchterlicher Sommer für Hillary Clinton. Anders gesagt: Als gute Dienerin des Staates und loyale Soldatin Obamas leistet sie eine SisyphosArbeit. Im Gegensatz zum Mythos von Albert Camus ist „Madam Secretary“ dabei aber nicht glücklich.

Die Schweizer Zeitung kommentiert die positiven Konjunkturdaten in Deutschland:

Von einem Ende der Rezession zu sprechen, wäre verfrüht. So wird vor allem die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten stark zunehmen, und es steht in den Sternen, wann man je aus der strukturellen Massenarbeitslosigkeit herausfinden wird. Deutschland sieht sich hier mit der alten Schwäche konfrontiert, dass die Arbeits- und Produktmärkte weit starrer ausgestaltet sind als in den USA. Zudem hat es die Regierung verpasst, diese Strukturen in guten Zeiten zu lockern. Die Amerikaner dürften beim Herausfinden aus der Krise deshalb wendiger und schneller sein. Deutschland muss aufpassen, nicht auf einen Pfad anhaltender Wirtschaftsschwäche zu geraten.

Die französische Zeitung schreibt zur Konjunkturentwicklung:

Die überraschende Rückkehr eines wenn auch schwachen Wachstums ist Wasser auf die Mühlen derjenigen, die in Europa und sonst wo glauben wollen, dass das Schlimmste der Krise hinter uns liegt. Tatsächlich gibt es seit dem Frühjahr ermutigende Signale: Die Pariser Börse hat sich gefangen, französische Banken zeigen gute Halbjahresergebnisse und die Preise sinken leicht. Doch niemand kann von einem Ende der Krise sprechen. Die unmittelbare Zukunft wird durch zwei schwere Herausforderungen belastet, den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und den Abgrund öffentlicher Schulden. Das Defizit in Frankreich liegt bei 80 Milliarden Euro und könnte zum Jahresende 130 Milliarden Euro erreichen. Das Ende der Krise ist noch lange nicht in Sicht.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben