Meinung :  KIOSK 

Die Zeitung aus der Schweiz kommentiert zu dem von der Bundeswehr am Freitag befohlenen Luftangriff in Afghanistan:

Die Bundeswehr, die Nato und auch die afghanische Regierung benötigten dringend einen spektakulären militärischen Erfolg in Nordafghanistan. Schließlich wurden die Talibanmilizen immer stärker und immer selbstbewusster. Alle Bemühungen der Bundeswehr, im Norden weniger rücksichtslos oder moralisch anspruchsvoller als andere Truppen am Hindukusch aufzutreten, sind am Freitag damit zunichte gemacht worden. Das Blutbad in Afghanistan wird auch Auswirkungen im fernen Deutschland haben. Es dürfte der Linkspartei, die den Afghanistan-Einsatz ablehnt, zusätzlichen Auftrieb geben.

Zum Jahrestag des Zusammenbruchs der US-Bank Lehman Brothers Mitte September schreibt die britische Zeitung:

Die Banken sind aus dem Schlimmsten heraus, während sie immer noch abhängig von der Regierung und dem Geld des Steuerzahlers sind. Jetzt ist es an der Zeit, exzessiven Boni und überflüssigen Finanzinnovationen ein Ende zu bereiten. Jetzt ist es an der Zeit, Banken in ihre versorgenden und ihre spekulativen Sparten aufzuteilen. Nun ist es an der Zeit, die britische Wirtschaft von ihrer Abhängigkeit von der City zu entwöhnen. Andernfalls bleiben die Ereignisse vom vergangenen Herbst mehr als ein historischer Jahrestag – sie bleiben, um wiederholt zu werden.

Die niederländische Zeitung analysiert den Wahlkampfstil von Bundeskanzlerin Angela Merkel:

In Deutschland kommt Merkels gemäßigtes Auftreten gut an, und die

CDU-Strategen setzen auf den Erfolg der „Konsens-Kanzlerin“. Merkel betreibt ihren täglichen Wahlkampf als neutrale allgegenwärtige Staatsfrau. Montag zeigte sie sich bei einer Besprechung mit Sarkozy, Dienstag in Polen beim Gedenken zum Beginn des Zweiten Weltkriegs. Gern weist sie auch auf die Bedeutung des G-20-Gipfels vom 24. bis 25. September in Pittsburgh hin. Sie geht davon aus, dass die Wähler keine heftigen Emotionen von ihr erwarten, sondern Ordnung. Farblos und doch strategisch: Sicherheit suggerieren in Krisenzeiten, und die CDU-Spitze folgt diesem Kurs voll und ganz.

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