Meinung :  KIOSK 

widmet sich dem italienischen Premier Silvio Berlusconi: Bedurfte es noch eines Beweises, so ist spätestens jetzt klar, dass der 72-Jährige die Voraussetzungen zur Ausübung seines Amtes nicht besitzt. Sein Auftreten ist würdelos, und er zeigt sich einmal mehr unfähig, Regierungsverantwortung und Privatleben voneinander zu trennen. Denn er hat seine Macht missbraucht, um sich sexuelle Gefälligkeiten zu sichern. Man kann nur hoffen, dass die Partner Berlusconis im Regierungsbündnis, wie zu hören ist, endlich genug haben von dieser fortgesetzten Schädigung des Ansehens von Italien.

aus London beschäftigt sich mit den Spekulationen über eine Rückkehr Wladimir Putins in den Kreml: Putins Popularität ist echt. Ein klarer Wahlsieg würde die Meinung des Volks ohne jegliche Verfälschung repräsentieren. Und Putins Rückkehr in das höchste Amt würde auch die wahren Machtverhältnisse in Russland klarstellen. Obwohl er nur Ministerpräsident ist und betont, dass Präsident Medwedew die letzte Entscheidung über Russlands Politik fällt, ist es in Russland wie im Ausland ein offenes Geheimnis, dass Wladimir Putin das letzte Sagen hat.

aus Straßburg kommentiert die Rede des US-Präsidenten zum 9. November: Am Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 hat Barack Obama keine guten Nachrichten zu verkünden. Seit August gibt es wieder mehr Anschläge im Irak, und in Afghanistan werden die Provinzen im Norden ebenso gefährlich wie die im Süden, die noch nie unter Kontrolle standen. Solange er Kabul und Mossul nicht zur Ruhe bringen kann, bemüht sich Obama, das Image seines Landes zu verbessern. Deshalb sind das Verbot der Folter und die Schließung von Geheimgefängnissen wichtig. Sie zeigen, dass den Worten Taten folgen. Sein nächster Schritt sollte es sein, die Antiterror-Gesetzgebung zu verschärfen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben