Meinung : KIOSK

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Der Name vom scheidenden Präsidenten der EUKommission, ist auf jedem Wahlplakat in Italien zu sehen. Prodi hat immer ein Standbein in der italienischen Politik behalten und sein Comeback geplant. Bei der Suche nach einem Nachfolger für Prodi müssen die EU-Regierungschefs zumindest sicherstellen, dass der Kandidat auch wirklich das Interesse der Union als Ganzes im Sinn hat. Das Problem ist, das kann man nicht erzwingen. Es gibt ja noch nicht einmal Kandidaten, sondern nur „Namen“, die genannt werden. Der Prozess der Auswahl ist so geheimnisvoll, dass nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch die meisten Politiker im Dunkeln tappen.

aus Moskau kommentiert die Wahlen in Indien: Die Vorsitzende der Kongresspartei, Sonia Gandhi, hat beste Aussichten auf das Amt des Ministerpräsidenten. Ihre italienische Herkunft macht sie allerdings angreifbar. Es ist zu erwarten, dass die Opposition alle Fehler des neuen Kabinetts mit der „unfähigen Ausländerin“ erklären wird.

aus Turin äußert sich auch zur Lage in Indien: Das andere große Problem geht die Außenpolitik an, was für Indien vor allem, die Beziehungen zu Pakistan bedeutet, diesem entscheidenden und instabilen muslimischem Land, ein Nuklearland wie auch Indien, das noch dazu ein Objekt der (atomaren) Begierde von Al Qaida ist. Das Tauwetter zwischen Neu-Delhi und Islamabad, trotz der Kaschmirfrage, das von der bisherigen indischen Regierung erreicht wurde, geht die ganze Welt an. Sonia hat versprochen, dass sie diesen Kurs nicht ändern wird. Glückwunsch an sie und an uns alle.

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