Meinung : Kleine Warnung an den Buchhandel

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Die Welt der Technik ist voller Rätsel. Kein Hersteller der Welt bietet eine Kamera an, mit der man auch telefonieren kann – aber praktisch jedes neue Handy kann Fotos machen. Und das, obwohl noch niemand weiß, wozu diese Funktion überhaupt gut ist; der Vorschlag der Werbung, man könne ja damit Ottmar Hitzfeld auf das fußballerische Können der eigenen Kinder aufmerksam machen, scheitert schon daran, dass Hitzfelds Handynummer geheim ist. Aus Japan aber werden jetzt Umrisse einer Nutzanwendung bekannt: Dort greift nämlich der digitale Ladendiebstahl um sich, so penetrant, dass er per Plakataktion gestoppt werden soll. Er funktioniert so, dass der Dieb einen Buchladen betritt und so tut, als ob er telefoniere. In Wirklichkeit aber lichtet er interessante Buch oder Zeitschriftenseiten ab. Unzulänglich! Denn das mag sich für drei Seiten lohnen, für den ganzen Harry Potter nicht. Zukunft hat das Prinzip also erst, wenn es möglich ist, das Buch komplett wegzupixeln und zu Hause wieder zusammenzubauen. Die geheimnisvolle UMTS–Technik könnte ein Schritt zu diesem Ziel sein, denn die Buchstaben stehen für „Unbedingt Mal ein Taschenbuch Stehlen“. Buchhändler: Wir haben euch gewarnt!

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