Koalition : Gruppenbild ohne Dame

Heil warnt, Steinbrück warnt, Müntefering warnt. Auf der anderen Seite warnen sie auch unablässig, Röttgen, Kauder, Huber. Kurzum: Die Koalition driftet, in allen Fragen praktischer Politik, von Kinderbetreuung über Pflege bis zum Mindestlohn. Was der eine will, will der andere nicht. Wenn aber das Handwerk schwierig wird, wie soll es dann weitergehen? Wo soll der gute Geist herkommen? Der ist entschwebt. Die von Amts wegen zur Sinnstiftung Aufgerufene, Kanzlerin Merkel, ist vornehmlich im Ausland anzutreffen, Afrika, Asien, Amerika … Außenamtsvorsteher Steinmeier ärgert sich, für seine Verhältnisse, kräftig. Daheim wartet ja auch nur die Mühsal guter Arbeit. Unlängst hat sich sogar der „Spiegel“ kritisch vernehmen lassen, was Merkels inhaltliche Abwesenheit angeht. Hier muss nämlich, um es handwerklich zu sagen, dringend zusammengelötet werden, was zusammenwirken soll. Eine gute Gelegenheit für den Vizekanzler, sich wieder erstarkt zu zeigen, und der nutzt sie auch. Was er sagt, seit Hamburg, ist gefährlich. Für Merkel und ihre Stellung in der Union. Bei der CDU hätte Müntefering auf einem Parteitag die Mehrheit. cas

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