Der Gründer von Human Rights Watch kritisiert die Menschenrechtsorganisation scharf. Sein Grund: Ihre Haltung zu Israel.
Seine Kritik wiegt schwer. 20 Jahre lang stand Robert L. Bernstein an der Spitze von Human Rights Watch (HRW). Aus einer kleinen Gruppe, die sich Ende der siebziger Jahre das Ziel gesetzt hatte, die Einhaltung von Menschenrechten in der Sowjetunion zu überwachen, machte er eine weltweit geachtete Organisation. Jetzt aber wird der Graben zwischen Bernstein und dem Netzwerk, das sein Lebenswerk ist, immer tiefer. Hintergrund ist die Art und Weise, wie HRW auf angebliche Menschenrechtsverletzungen durch Israel reagiert – ein Thema, für das die Organisation schon seit längerem in der Kritik steht.
Als Bühne für seine Philippika wählte Bernstein, der als ehemaliger Leiter des Verlags Random House auch eine feste Größe im amerikanischen Buchgewerbe ist, die Meinungsseite der „New York Times“ vom gestrigen Dienstag. „Als Gründer von Human Rights Watch muss ich etwas tun, was ich nie erwartet hätte: Ich muss den Kritikern der Organisation öffentlich beipflichten“, schreibt er.
Bernsteins zentraler Vorwurf: HRW mache bei der Verurteilung von Menschenrechtsverletzungen keinen Unterschied mehr zwischen Demokratien und Ländern, die autokratisch regiert würden. Früher sei das anders gewesen. Da habe man sich bemüht, Öffentlichkeit herzustellen, wenn es keine gab. In Israel aber gebe es demokratische Institutionen und eine freie Presse. Trotzdem fixiere sich HRW im Nahostkonflikt ganz überwiegend auf dessen Rolle. Umgekehrt ignoriere die Organisation die Leiden der Menschen in der arabischen Welt und im Iran – obwohl „diese am meisten von der Aufmerksamkeit einer großen und finanzkräftigen Menschenrechtsorganisation profitieren könnten“.
Weiterhin bemerkt Bernstein, dass sich HRW nur für die Kriegsführung interessiere, dabei aber unberücksichtigt lasse, warum es überhaupt zu Kämpfen komme. „Israel ist immer ein Opfer von Angriffen gewesen – trotzdem richtet sich die Kritik von HRW hauptsächlich gegen dieses Land“, schreibt Bernstein. Hinzu komme, dass bis heute niemand wirklich beurteilen könne, welche Seite zum Beispiel im Gazakrieg Menschenrechte verletzt habe – HRW erwecke aber diesen Eindruck. Seinen Artikel schließt Bernstein mit einer Warnung an die Führung von Human Rights Watch: Wenn die Organisation bei der Betrachtung des Nahostkonflikts nicht wieder ihre Glaubwürdigkeit herstelle, dann werde sie generell an Bedeutung verlieren.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 21.10.2009)
Kommentare [ 36 ] Kommentar hinzufügen »
Es wäre auch eine eigenartige Art der Verurteilung von Menschenrechtsverletzungen, die man auf deren Vorkommen in "autokratisch regierten Ländern" beschränkte.
... Zumal der Begriff der Demokratie in der Praxis ohnehin eine weite Dehnung erfährt.
Für Bernstein ist die innere politische Struktur Israels nicht etwa wichtig, weil ein demokratischer bzw. offener Staat quasi ein Recht auf Menschenrechtsverletzungen hat, sondern weil diese Verletzungen dort bekannt werden. HRW ist aber zuerst dazu da, eine Öffentlichkeit zu schaffen, die die Opfer in den entsprechenden Staaten eigentlich nicht haben.
Es ist ziemlich ähnlich wie in den sozialistischen Staaten des Ostblocks. Staaten, die Ihnen als Linker ja bekannt sein sollten.
Aber dieses "Argument" wird ja inzwischen standard mässig in allen Foren von allen bezahlten Schreibern wiederholt.
Was aber soll es nun bewirken?? Da bricht also ein demokratischer Staat seit Jahrzehnten UN Resolutionen, israelische Poltiker erklären die UN immer wieder für irrelevant.
Seit 42 Jahren ist Israel Besatzungsmacht und errichtet immer mehr völkerrechtswidrige Siedlungen auf palästinensischem Gebiet dazu unterhält die isr. Armee über 600 "Checkpoints im Westjordanland nur um ein nrmales Leben unmöglich zu machen.
Die isr. Mauer wird vom obersten europäischen Gericht für völkerrechtswidrig erklärt. Der Gaza Streifen wird komplett blockiert sebst die Lieferungen der UN Welthungerhilfe werden von Israel blockiert...
Tja und die Goldstone Kommission, stellte Kriegsverbechen Israels fest! Also was genau ist nun der Vorteil, das dies alles im Namen einer Demokratie geschieht???
Verbechen gegen das Menschenrecht oder Kriegsverbrechen sind widerwärtig und zu verurteilen egal von welcher Regierung(s Form) sie verübt werden!
1.) Zum Gaza gehen jede Woche regelmässig Lieferungen.
2.) Woher haben sie die Angabe von 600 angeblich geschlossenen Checkpoints?
3.) Scheinen Sie die Entwicklung nicht mitgekommen zu haben.
4.) Die Siedlungen sind legal, auch wenn sie es nicht wahrhaben wollen, denn auf welchem fremden Land sind sie erbaut worden ? Vororte von Jerusalem, die schon in der Bibel erwähnt werden, sind jetzt illegal ?
5.) Juden haben laut Völkerrecht sogar die Pflicht, das Land zu besiedeln.
6.) Was ist denn eine Besatzungsmacht ? Von welchem Land ? Die einzige Besatzungsmacht war von 1949 bis 1967 Jordanien.
7.) Goldstone rudert zurück und bedauert seinen Bericht, weil er dem Terrorismus Vorschub leistet.
Das einzige Argument, wo ich Ihnen zustimmen kann, daß Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt werden müssen und zwar ALLE, über 200 Einlagen hat Israel an die UN geschrieben und gebeten, den Raketenbeschuss Einhalt zu gebieten, nichts geschah.....
und die Behauptung der bezahlten Schreiber können Sie sich irgendwo hinstecken, nicht alle lassen sich von den Medien verblöden, sondern schauen HINTER den Kulissen.
Juden haben laut Völkerrecht sogar die Pflicht, das Land zu besiedeln.
Aber nicht auf den Trümmern der von ihnen zerstörten arabischen Siedlungen. Fragen Sie mal, was früher existierte, wo sich heute das Anwesen Sharons erstreckt.
Die Siedlungen sind legal, auch wenn sie es nicht wahrhaben wollen, denn auf welchem fremden Land sind sie erbaut worden? Vororte von Jerusalem, die schon in der Bibel erwähnt werden, sind jetzt illegal?
Genauso wie sich Palästinenser mit Res. 181 konfrontiert sahen, gilt die auch für Israel. So einfach ist das. Pikant wird Ihre eigenartige Haltung, wenn man berücksichtigt, mit welcher Chuzpe Sie illegale Siedlungen verteidigen, aber die Vernichtung von 200 arabischen Siedlungen vor und noch einmal über 300 nach der Gründung Israels vergessen. Dort fand eine -- aktenkundige und als solche offen bezeichnete -- ethnische Säuberung unter Anwendung von Vertreibung, Zerstörung und Massenhinrichtungen statt. Dort wurden Zehnjährige als Kämpfer an Ort und Stelle erschossen und Häuser samt ihren schlafenden Bewohnern gesprengt. Golda Meir wurde schlecht, als Sie sich, aus den USA kommend, das ansah, weil sie an die Geschichten erinnert wurde, die ihr ihre Eltern über die Pogrome im zaristischen Rußland erzählt hatten.
Wenn Sie hier Siedlungsrechte "from times immemorial" anführen, sollten Sie übrigens auch wissen, wann die Heimkehr ins Gelobte Land eigentlich hätte stattfinden sollen. :-)
Goldstone rudert zurück und bedauert seinen Bericht, weil er dem Terrorismus Vorschub leistet.
Dafür hätte ich jetzt schon gern eine Quelle. Der bedauert nicht den Bericht, sondern die Resolution. Die bedauere ich in der Form auch.
Haben Sie eigentlich gelesen, was Sie da kommentieren? Berstein kritisiert zunächst die Einseitigkeit von HRW. Er fordert also, was Sie selber in Ihrem letzten Satz fordern: Ausgewogenheit. Den zumeist historisch falschen Salm vorher hätten Sie sich also sparen können.
Ferner kritisiert Bernstein, dass HRW Öffentlichkeit herstellen soll. Es sollen also wirkliche oder auch nur vermutliche Verbrechen benannt werden, über die eben nicht in der Presse oder sonstwo schon zichmal berichtet worden ist. Und da macht es eben einen Unterschied, ob die Menschenrechtsverletzungen in dem totalitär geführten Gaza-Streifen oder in einem liberalen geführten Israel stattfinden.
Dieser Punkt wirft ein bezeichnendes Licht auf die Israel-Kritiker. Sie unterlassen es, die Verhältnisse in Gaza oder anderen arabischen Gebieten zu kritisieren, weil die Kritik an Israel schlicht bequemer ist. Man schlägt Haaretz auf und da steht alles drin, was man zum Krakehlen braucht. Billiger gehts wohl kaum.
Wer dagegen über Palästinenser berichten will, die von Palästinensern ermordet wurden, weil ihnen Zusammenarbeit mit Israel vorgeworfen wurde - und die Zahl geht wohl in die Tausende -, der hat einen sehr viel riskanteren Weg vor sich. Da reicht dann nicht mehr das Interview eines Investigativ-Fuzzis, da braucht es das Eindringen in gefährliche Terrororganisationen, deren Kommandanten auf eine falsche Frage sehr viel empfindlicher reagieren, als der Kommandant der Hundertersten.
Deshalb gibt es wohl auch niemanden, der den Goldstone-Bericht überprüft. Das würde bedeuten, Palästinenser zu befragen, die unter dem Druck der Hamas alles erzählen. Man erinnere nur an die wenigen Mütter, die halböffentlich gestanden, ihre Söhne oder Töchter nicht für die Sache der Terroristen sterben zu lassen. Sie leben in Lebensgefahr. Daher ist der Goldstone-Bericht das Papier nicht Wert, auf dem er gedruckt worden ist.
Zum Goldstone Report möchte ich noch hinzufügen, dass man nur einen Blick auf die Befürworter der Resolutionen gegen Isreal anschauen muss, um sich ein Bild darüber zu machen wie überflüssig ein Menschenrechtsrat der UN ist: "China, Russia, Egypt, India, Jordan, Pakistan, South Africa, Argentina, Bahrain, Bangladesh, Bolivia, Ghana, Indonesia, Djibouti, Liberia, Qatar, Senegal, Brazil, Mauritius, Nicaragua and Nigeria voted in favor of the report." http://www.goldstonereport.org/component/content/article/3-newsflash/254-unhrc-votes
Mal abgesehen davon, daß die Soros-Gründung HWR noch ganz toll funktioniert haben muß, als es um die bunten Revolutionen in Osteuropa und im Kaukasus ging, glaube ich angesichts des Drucks, der auf Goldstone ausgeübt wird (und dem er sich bisher widersetzt hat, daß diese Kritik außerordentlichen Mut erfordert. Es wäre nicht der erste UN-Mitarbeiter, der sich plötzlich und unerwartet mit existenziellen Problemen konfrontiert sähe, und ich kann nur hoffen, er teilt nicht Folke Bernadottes Schicksal.
Und? - Kommt noch mehr, als diese schwammige Behauptung?
Und über eines sind wir doch hier einer Meinung: In China, Russland und diversen arabischen Ländern wird Kritik nicht von existentiellen Problemen bedroht, sondern der Kritiker riskiert Leib und Leben. Siehe etwa die ermordeten russischen Journalisten.
Über dem Artikel, Herr @hebold, steht auch nicht "Rußland war immer ein Opfer von Angriffen" oder "China ...". Dort steht "Israel". Alles weitere können Sie auf StandWithUs.com lesen. :-)
Und? Kriegen wir auch noch was inhaltiches zu lesen? Oder wieder nur leere Behauptungen. Im übrigen: In Russland, China und diversen arabischen Ländern mordet der Staat seine Bürger. Das ist der Unterschied.
Auch, dass Sie, Herr Weiss, sich hier über die USA aufregen dürfen, Kritik an Russland in Russland aber eben gefährlich ist. Ihre kritische Haltung ist, wie ichs schon sagte, bequem. Sie kostet nichts. Ist also von der billigen Sorte.
Über dem Artikel, Herr @hebold, steht auch nicht "Rußland war immer ein Opfer von Angriffen" oder "China ...". Dort steht "Israel".
Es geht auch um die fehlende Öffentlichkeit in den jeweiligen Ländern wie Russland. Auch das steht in dem Artikel. Sie müssen ihn nur lesen.
Der UN-Vermittler Graf Folke Bernadotte wurde umgebracht, weil er den Teilungsplan der UN umsetzen wollte, als Israel bereits 78% Palästinas ethnisch gesäubert hatte. Das und die von ihm unterstützte Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Dörfer brachen ihm das Genick; es waren zionistische Terroristen, die ihn umbrachten. Es half ihm auch kein bißchen, daß er als Präsident des Schwedischen Roten Kreuzes Juden vor den Nazis gerettet hatte. Der war einfach zu antisemitisch-frech geworden mit seinen Vorschlägen in dem Land, das schon immer Angriffen ausgesetzt war.
Geschichte ist eine ...
Wie lange ist das her? 50 Jahre? 60 Jahre?? Und ist das etwa Ihr einziges Beispiel? Ein bißchen dünne, würde ich sagen.
Dagegen setze ich Ihnen Tausende und Abertausende von Oppositionellen, die in den genannten Ländern - Russland, China, Syrien, etc - getötet wurden. Vor allem, da ich ja ebenfalls mit der Liste im Jahre 1947 beginnen darf.
So sind die Verhältnisse: Hier ein einzelnes Attentat, von dem die Öffentlichkeit sofort erfuhr - dort systematischer, staatliche geleiteter Mord im Geheimen, gedeckt, ausgeführt und verschleiert durch die Polizei und Volksarmeen der jeweiligen Länder. Das ist der Unterschied zwischen totalitären Staaten wie Russland und demokratischen Rechtsstaaten wie Israel.
Die Kritik an den USA und Israel bleibt billig.
> Kritiker. Sie unterlassen es, die Verhältnisse in Gaza oder
> anderen arabischen Gebieten zu kritisieren, weil die Kritik > AN Israel schlicht bequemer ist.
Sofern Sie in der Lage sind die Website von HRW zu finden, und das sollte ein Google-Meister wie Sie schon schaffen, wuerden Sie sehen das Israel dort eben nicht das arme, meistkritisierteste Land ist.
Das dieses Jahr die Massaker im Gaza ein Schwerpunkt sind duerfte einleuchten - gut nicht unbedingt fuer die Hasbaras und ihre followers.
> Billiger gehts wohl kaum.
Da muss ich Ihnen recht geben. :->
Wo bleibt die Inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Goldstone-Report?
Welche Punkte sind dort falsch?
Was ist an der Forderung nach weitergehenden Untersuchungen falsch?
Die Hamas hat dem jedenfalls schon zugestimmt, mal sehen was rauskommt.
Israels Regierung ist ja nicht einmal dazu bereit.
Warum will eigentlich die isrealische Regierung das internationale "Kriegsrecht" aendern, wenn sie sich doch bisher daran gehalten hat?
Plant man noch groessere Massaker in der Zukunft?
Wir sollten nicht vergessen, dass Israel das EINZIGE demokratische Land im Nahen Osten ist, das diesen Namen verdient.
"Alle sind vor dem Gesetz gleich, und es soll keine Diskriminierung aus Gründen des Geschlechts, der Religion, der Nationalität, der Rasse, der ethnischen Zugehörigkeit, des Herkunftslandes oder wegen irgendeines anderen irrelevanten Faktors geben."
oder sind die "ehrlicher", weil sie so etwas garnicht erst schriftlich fixieren?
> von Menschenrechtsverletzungen keinen Unterschied mehr
> zwischen Demokratien und Ländern, die autokratisch regiert
> würden.
Nun, er weisst schon darauf hin, das frueher der Ostblock und China das Feindbild waren und HRW sich nicht fuer die Lage in "offenen" Gesellschaften interessieren soll.
Warum er israel zu den demokratischen Gesellschaften zaehlt ist mir ein Raetsel, da sich Israel selber als juedischen Staat sieht und damit nicht demokratisch sein kann.
Die Begruendung das Israel selber mit seinen Menschenrechstverletzungen umgehen kann ist ja schon etwas krude, noch spannender ist die Behauptung das der Iran angekuendigt haette, die Juden in aller Welt zu ermorden.
Warum lehnt Israel dann internationale Ermittlungen im gaza-Streifen ab und hat waehrend des Krieges die internationale Presse blockiert?
Warum wurde nicht mit der Goldstone-Kommission zusammengearbeitet?
Zu den genannten Fakten der Menschenrechstverletzungen hat er aber nichts gesagt.
Warscheinlich haben die Lobbyisten angeklingelt und das israel. Aussenministerium ist ja auch ganz aktiv :->
- das is' ja mal ein interessanter Satz, können Sie den etwas erläutern?
> nicht demokratisch sein kann"
> - das is' ja mal ein interessanter Satz, können Sie den etwas
> erläutern?
Einfache Logik - wenn es ein juedischer Staat ist und bleiben soll muss er die Rechte seiner nicht juedisch glauebigen Bevoelkerung beschraenken, was ja auch auf verschiedensten Ebenen passiert.
Das ist aber nicht demokratisch.
Naja, so demokratisch wie der Vatikan oder ein anderer Gottesstaat, aber wohl nicht im westlichen Sinne.
> Knesset?
Und - warum duerfen arabische Israelis in vielen Bereichen des oeffentlichen Dienstes nicht arbeiten?
Warum gibt es Strassen die Palestinenser nicht befahren duerfen?
Warum ist die Arbeitslosigkeit bei israelischen Arabern doppelt so hoch?
Warum duerfen Arabische Israelis kein Land in ihrem Staat kaufen?
...
Oder spielen Sie auch nach der Titanic Strategie? :-)
Auch ohne Anfuehrungszeichen ist die Ueberschrift inhaltsverfaelschend. Leider hat er nicht mal sinngemaess sowas geschrieben.
Die Formulierung
"...which Israel has been repeatedly attacked by Hamas and Hezbollah..."
koennte man mit ... wiederholt angegriffen... uebersetzen aber nicht mit _immer_.
Eine Einbindung eines Links zum Originaltext waere dem Medium Internet auch angemessen, da doch ein grosser Teil der deustchen leser des Englischen maechtig ist.
Man wuerde dann auch andere Aussagen von Herrn Bernstein lesen wie z.B. "... government of Iran, which has openly declared its intention not just to destroy Israel but to murder Jews everywhere..."
regards,
A. Dent
Mal eine kritische Auseinandersetzung zur Polemik von Herrn Bernstein:
http://wonkroom.thinkprogress.org/2009/10/20/investigating-bernsteins-claims-against-hrw/
"...A 2005 report in The Forward determined that “Human Rights Watch has in fact devoted more attention to each of five other nations in the region — Iraq, Sudan, Egypt, Turkey and Iran — than to Israel.” A look at HRW’s website reveals that the organization has in fact prepared “report after report” on countries throughout the Middle East, everything from freedom of association in Morocco to Kurdish rights in Iran. Of the five reports this year that dealt with the Israel-Palestine conflict, all five focused on the Gaza war — understandable, given the serious regional implications of the event — and two of those specifically focused on and criticized Palestinian actions. ..."
"...It is true, as Bernstein notes, that Israel has numerous domestic human rights organizations. But what he doesn’t mention is that many, if not most of them have come to the exact same conclusion as their international counterparts: The Israeli assault on Gaza was rife with abuses and attacks on civilians and civilian infrastructure. Noting these allegations does nothing to excuse or diminish Hamas’ behavior, nor the behavior of authoritarian regimes throughout the region. But rather than investigate these allegations, as the United States has repeatedly encouraged it to do, the Netanyahu government has instead chosen to declare war on human rights NGOs. It’s unfortunate that Bernstein should now make himself part of that effort...."
Die journlistische Berufsethik sollte beiden Seiten ausgewogen ein Podium bieten, damit sich der Leser ein Bild machen kann.
" Israel: Panel to Fight U.N. Report
The prospect of Israeli officials facing war crimes trials abroad led the Israeli government to form a committee on Tuesday to deal with the international legal consequences of a United Nations report on the Gaza war. Prime Minister Benjamin Netanyahu promised a battle to “delegitimize” the report’s findings and instructed government officials to draft proposals for changing international laws of war to take into account “the expansion of terrorism in the world.”..."
Quelle: http://www.nytimes.com/2009/10/21/world/middleeast/21briefs-Israel.html?ref=middleeast
Man schlaegt den Boten der Nachricht.
Was sagen unsere hasbara fellows?
"...Zweierlei Recht
Für Palästinenser gelten in Israel offenbar andere Gesetze als für Israelis. Dies gilt vor allem in der Wohnungspolitik. Zu diesem Ergebnis kam eine Delegation von amnesty international bei einem Besuch in Israel und dem Westjordanland. Auch wenn sie schon seit Generationen auf ihrem Land wohnen, wird Palästinensern die Baugenehmigung systematisch verweigert. Bauen Palästinenser ihre Häuser daraufhin illegal, müssen sie damit rechnen, dass die Behörden die Häuser mit Bulldozern einreißen. In der Regel wird den Bewohnern lediglich 15 Minuten Zeit gegeben, ihre Wertsachen aus dem Haus zu bringen. Israelis dagegen haben wesentlich geringere Probleme, eine Baugenehmigung zu bekommen. Errichten sie ihre Häuser dennoch illegal, werden diese fast nie eingerissen...."
"...Der Universitätsdozent Dr. Ghassan Khaled aus Nablus im Westjordanland befindet sich seit dem 3. April 2008 in Verwaltungshaft der israelischen Armee. Er ist einer von mehreren hundert PalästinenserInnen in Verwaltungshaft, einem Verfahren, das eine unbegrenzte Haft ohne Anklage oder Gerichtsverfahren ermöglicht.
Ghassan Khaled wurde erstmals zwischen dem 16. Januar und 19. März 2008 inhaftiert. Man verweigerte ihm den Zugang zu einem Anwalt und er gab vor Gericht an, dass Angehörige des Allgemeinen Sicherheitsdienstes (General Security Service - GSS) ihn gefoltert und in anderer Weise misshandelt hatten. In Haft kam es bei ihm zu einer inneren Blutung.
Am 6. März 2008 klagte man Ghassan Khaled an, "einer nicht genehmigten Organisation Dienste geleistet zu haben". Bei einer Anhörung vor einem Militärgericht am 12. März ließ der Richter ihn gegen Kaution frei und wies darauf hin, dass die Anschuldigungen gegen ihn jeder Grundlage entbehrten. Die Armee nahm Ghassan Khaled am 31. März erneut fest und hielt ihn sechs Monate in Verwaltungshaft. Ein Militärgericht wies die Haftanordnung zurück, änderte seine Entscheidung jedoch, nachdem der GSS die Anschuldigung gegen Ghassan Khaled erhob, "er plane eine militärische Operation".
Ghassan Khaled wies diese unbegründeten Anschuldigungen bei einer Anhörung am 22. Mai vor einem hohen Gericht zurück. Sein Antrag wurde abgelehnt. Der "Beweis", den der GSS angeblich gegen ihn hatten, wurde nicht vorgelegt. Seine Verwaltungshaft wurde am 30. März um sechs Monate verlängert. Am 5. April hob ein Militärrichter diese Verlängerung auf und ordnete die Freilassung von Ghassan Khaled an. Die Armee legte wiederum Rechtsmittel ein, woraufhin die Verwaltungshaft am 26. April erneut verhängt wurde, allerdings auf vier Monate reduziert...."