Warum es ein Kompliment sein kann, als „Hassprediger“ bezeichnet zu werden. Von Henryk M. Broder
Werner Fink war ein großer deutscher Kabarettist. Er trat in der „Katakombe“ und im „Kabarett der Komiker“ in Berlin auf. Von ihm stammt der Satz: „Ich stehe hinter jeder Regierung, unter der ich nicht sitzen muss.“ Eines Tages waren auch ein paar uniformierte Nazis in seine Vorstellung gekommen. Fink machte sich, wie immer, über alle und alles lustig. Da stand einer der Nazis auf und schrie: „Sie Judenlümmel!“ Darauf Fink: „Sie irren sich, mein Herr, ich sehe nur so intelligent aus.“
Wahr oder ausgedacht, in jedem Falle eine souveräne Reaktion.
Es gibt Anwürfe, auf die man nicht eingehen darf, es sei denn, man macht es so wie Fink und stopft sie dem Urheber in den Rachen. „Judenlümmel“ gehört in diese Kategorie. „Schwule Sau“ oder „geile Schlampe“ ebenso. Wie verhält es sich aber mit „Hassprediger“?
Der Begriff ist nicht neu. Bis vor kurzem galt er radikalen Vertretern des Islam, auch Islamisten genannt, die sich als Repräsentanten der „Religion des Friedens“ gerieren und dabei gerne zu Gewalt aufrufen: gegen Schriftsteller, deren Bücher sie nicht gelesen haben, gegen Karikaturisten, deren Zeichnungen sie nur vom Hörensagen kennen, gegen Frauen, die ihre Körper nicht verhüllen wollen, gegen Skeptiker, die es wagen, die Frage zu stellen, ob der Islam tatsächlich eine Religion des Friedens ist oder vielleicht eher eine religiös verbrämte Ideologie der Unterwerfung, die keinen Widerspruch duldet, Dissidenten und Häretiker in den eigenen Reihen nach dem Leben trachtet und unter „Frieden“ nicht die Abwesenheit von Krieg, sondern die totale Entmachtung ihrer tatsächlichen oder eingebildeten Feinde versteht. Weswegen in der islamischen Welt „Frieden“ öfter die Ausnahme als die Regel ist. Insofern ist sogar die Behauptung richtig, dass es den „Islam“ gar nicht gibt, es gibt nur Strömungen, die sich gegenseitig bekriegen, wie man es derzeit im Irak, in Afghanistan, Pakistan und mittlerweile auch in „moderaten“ islamischen Gesellschaften wie Indonesien beobachten kann.
Nun aber wird der Begriff „Hassprediger“ neu definiert. Folgt man Thomas Steinfeld von der „SZ“, dann sind es nicht diejenigen, die zum Dschihad aufrufen, sondern „Islamkritiker“ wie Necla Kelek, Seyran Ates, Ayaan Hirsi Ali und ich, Henryk Modest Broder, die öffentlich die Frage stellen, warum eine „Religion des Friedens“ so viel Gewalt hervorbringt und warum es der friedlichen Mehrheit der Moslems nicht gelingen will, ihre kleine radikale Minderheit der Islamisten – wenn es denn eine ist – zu entmachten. Warum es zum Beispiel seit über 20 Jahren eine Fatwa gegen Salman Rushdie gibt, aber keine Fatwa gegen diejenigen, die Rushdie zum Tode verurteilt haben. Warum die islamische Welt wegen ein paar harmloser Karikaturen oder wegen des Schweizer Minarett-Volksentscheids in Rage gerät – aber die beinah täglichen Selbstmordattentate von Moslems, die vor allem Moslems das Leben kosten, hinnimmt, als wären es Naturkatastrophen. Beim jetzigen Stand der Debatte hat man sich schon mit dieser Frage als „Hassprediger“ qualifiziert.
Ich weiß nicht mehr, wer damit angefangen hat, aber der Ruf „Haltet den Hassprediger!“ tönt einem inzwischen aus den großen Feuilletons entgegen. In der „SZ“ sind es Thomas Steinfeld und Andrian Kreye, in der „FAS“ Claudius Seidl, in der „Zeit“ Thomas Assheuer; auch in der „taz“ werden „Hassprediger“ an den alternativen Pranger des guten Gewissens gestellt. Paranoiker könnten eine Verschwörung vermuten, tatsächlich erleben wir nur, wie der Herdentrieb des Kulturbetriebs funktioniert.
Dennoch kann man nicht alles mit dem branchenüblichen Hang zum Konformismus erklären. Was es freilich gibt, das sind alte Ressentiments, die mit neuem Leben gefüllt werden. Wenn Claudius Seidl zum Beispiel über „Broder und seine Schwestern“ schreibt, dann nehme ich es – wie Werner Fink den „Judenlümmel“ – als ein Kompliment auf, aber Seidl meint es nicht so. Wenn Andrian Kreye darüber räsoniert, dass man sich mit Salman Rushdie solidarisieren muss, weil er ein großer Literat ist, dass aber die Mohammed-Karikaturen schlecht waren und deswegen nicht unter das Recht auf Meinungsfreiheit fallen, dann demonstriert er nicht nur totalitären Übermut, sondern sägt auch an dem Ast, auf dem er selber sitzt. Zwar hat er kurz darauf behauptet, er sei missverstanden worden, hat aber mit der Klarstellung alles nur verschlimmbessert.
Aber bleiben wir noch ein paar Zeilen bei Claudius Seidl in der „FAS“. „Broder und seine Schwestern“ (Ates und Kelek) – das ist nicht nur eine Paraphrase auf „Josef und seine Brüder“. Ates, Kelek und ich haben tatsächlich einiges gemeinsam. Wir sind „Beutedeutsche“, die sich einen Platz in der deutschen Gesellschaft erkämpft haben, der anderen qua Herkunft in den Schoß fällt. Maxim Biller würde sagen, uns fehlt der „Stallgeruch“. Was weder Ates noch Kelek noch mir etwas ausmacht, aber Seidl und seinen Feuilleton-Brüdern schon.
Denn so wie es für den deutschen Studienrat mit Hegel, Hesse und Hitler im Handgepäck eine Kränkung war, von einem Kaugummi kauenden Neger aus Alabama vom Nationalsozialismus befreit zu werden, so ist es für den deutschen Feuilletonisten eine Kränkung, von zwei türkischen Muslima und einem polnischen Juden angemacht zu werden.
Nein, es handelt sich nicht um einen Fall von Islamophobie oder Antisemitismus. Es geht nur darum, dass die beiden „Türkenbräute“ und der „Judenlümmel“ sich nicht so benehmen, wie es von ihnen erwartet wird. Jammertürken, die ständig darüber klagen, wie sie diskriminiert werden, sind sehr beliebt. Ebenso Jammerjuden, die in jeder Talkshow erzählen, wie viele Angehörige sie im Holocaust verloren haben und wie sehr sie sich heute vor der NPD fürchten. Meine Schwestern und ich jammern aber nicht, wir sind aggressiv und offensiv und legen uns auch mit den Milieus an, aus denen wir kommen. Und außerdem brauchen wir niemanden, der für uns spricht.
Seidl und seine Kameraden dagegen haben sich dermaßen daran gewöhnt, Vormund zu spielen, dass sie ohne Mündel nicht glücklich sein können. Erst haben sie die Interessen des Proletariats im Feuilleton vertreten, dann ihre schützende Hand über die armen wendegeschädigten Ossis gehalten, zwischendurch immer wieder ein paar Krokodilstränen über tote Juden vergossen, die einen „Beitrag zur deutschen Kultur“ geleistet haben, und seit 9/11 sind die Moslems an der Reihe, die sich dagegen wehren, vom Westen ausgebeutet zu werden.
Das deutsche Feuilleton liebt „authentische“ Moslems, so wie Karl May seine Indianer geliebt hat. Es wird nicht müde, immer neue Erklärungen dafür zu erfinden, warum sie gar nicht anders können, als sich vor Armut und Verzweiflung in die Ewigkeit zu sprengen. Kommen aber zwei „Bürgerinnen mit Migrationshintergrund“ wie Seyran Ates und Necla Kelek daher – ohne Kopftuch, gebildet, gut gelaunt –, dann machen sie sich sofort verdächtig. Das können doch keine richtigen Muslima sein! Soll heißen: Sie brauchen uns nicht, die kommen allein zurecht. Das nehmen die „Inglourious Basterds“ vom Feuilleton übel, das lassen die „Besserfundis“ (Monika Maron) des Kulturbetriebs nicht zu. Zumal weit und breit keine Ersatz-Mündel zu finden sind.
Und es kommt noch etwas dazu: Das deutsche Feuilleton hat eine Tradition, die man in zwei Sätzen zusammenfassen kann. Erstens: Der Klügere gibt nach. Zweitens: Der Stärkere hat immer recht. Seine Vertreter haben, von einigen Ausnahmen abgesehen, jede Staatsform, die gerade an der Macht war, gerechtfertigt, und sei es nur mit dem Argument des „kleineren Übels“ bzw. dem „Wandel durch Annäherung“. Dissidenten, die sich anders verhielten, wurden angewiesen, nicht zu provozieren, dadurch könnte alles nur „noch schlimmer“ werden. Und wurde es schlimmer, dann waren die Oppositionellen für die Eskalation der Gewalt verantwortlich. Die Veteranen der „Solidarnosc“ können sich noch gut daran erinnern, wer sie unterstützt und wer verraten hat, und die Iraner werden nicht vergessen, wie oft das Mullah-Regime von Feuilletonisten schöngeschrieben wurde.
Dass Seidl, Steinfeld und andere den Begriff „Hassprediger“ jetzt auf den Kopf stellen, hat auch damit zu tun, dass sie eine stille Affinität zu autoritären und totalitären Systemen hegen. Diktaturen sind sexy und dabei überschaubar. Es gibt eine klare Teilung zwischen Führern und Geführten. Kulturschaffende genießen Privilegien, von denen sie in demokratisch-egalitären Systemen nur träumen können. Man muss nur ab und zu bei Halldor Laxness oder Egon Erwin Kisch nachlesen, was sie über die Sowjetunion unter Stalin geschrieben haben, um zu begreifen, zu welchen gruseligen Verrenkungen kluge Köpfe imstande sind, wenn ihnen nur ein wenig Honig ums Maul geschmiert wird. Oder das „Nordkoreanische Reisetagebuch“ von Luise Rinser, die nach ihrem Besuch bei Kim Il Sung vom „Sozialismus mit menschlichem Antlitz schwärmte“, den sie auch in Deutschland verwirklicht hätte, wäre sie 1984 als Kandidatin der Grünen zur Bundespräsidentin gewählt worden.
Unter solchen Umständen kann das Etikett „Hassprediger“ durchaus ein Kompliment sein. Es kommt nur darauf an, wer wen hasst und wofür. Und was meine Schwestern Necla und Seyran angeht: Ja, die sind mir viel näher als der Seidl und seine Brüder.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 25.01.2010)
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Auf den Punkt!
Da gibt es Nichts hinzuzufügen,
eine brilliante Analyse.
Okay, ich als einer Ihrer grössten Kritiker im TS-Forum gebe zu, dass dies einer Ihrer eher amüsanteren und eher weniger unerträglichen Kommentare war.
mog ;-)
„Nun aber wird der Begriff „Hassprediger“ neu definiert.“
Das ist ja nun so etwas von gemein. Man stellt Broder nicht mit den Hasspredigern aus einer Neuköllner Hinterhofmoschee gleich.
Nein, man stellt Broder mit Leuten gleich, die sein angestrebtes Niveau haben, die in der Liga spielen, in der er spielen möchte, und dann kommt man zu dem Schluss, gemessen an dem Niveau, dass Broder haben möchte, kann nicht mehr von Islamkritik die Rede sein, sondern muss von Hasspredigt gesprochen werden.
Das ist nun wirklich gemein.
Daher ein Tipp, Herr Broder, wenn es Sie stört von gebildeten Menschen und klugen Köpfen als Hassprediger wahrgenommen zu werden, dann fangen Sie doch einfach damit an, Islamkritik anzubieten. Denn es besteht kein Zweifel daran, wenn etwas fehlt in Deutschland, dann ist es Islamkritik.
Ihr undifferenzierter, überemotionalisierter Umgang mit dem Islam wird aus gutem Grunde von der Kritik abgelehnt und als „Hasspredigt“ begriffen, damit auch Sie lernen können, zwischen Islamverleumdung und Islamkritik zu unterscheiden, falls Sie denn in der Liga erfolgreich sein möchten, in der Sie offenkundig Erfolg haben möchten.
Genug gejammert, Herr Broder, fangen Sie endlich an den Islam zu kritisieren, d. i. Unterscheidungen entwickeln und applizieren, die einen Unterschied ergeben und überlegter handeln lassen.
Hören Sie auf, zu dem Müll beizutragen, den Sie jüngst meinten, hier dem Internet bescheinigen zu müssen. Hören Sie auf, zu dem Symptom zu gehören, das Sie aus der Welt schaffen wollen. Sodann wird Sie kein seriöser Kritiker mehr mit dem Wort „Hassprediger“ in Verbindung bringen.
Neulich namen Sie die Necla Kelek vor sich selbst in Schutz, und nun eröffnen Sie hier eine neue Wahnsinns-Endlosschleife der intellektuellen Peinlichkeiten, indem Sie sich ausgerechnet dem Broder in die Wade zu beißen versuchen (natürlich im Bewusstsein, als Teil eines Rudels vor den anderen Mitbeissern etwas Beachtung zu erheischen)?
Na, dass kann ja wieder heiter werden :-))
Lesen Sie bitte zuerst noch den Essay Das Behagen an der Unkultur von Thierry Chervel, dem Herausgeber des Kulturmagazins Perlentaucher, zum gleichen Thema:
http://www.perlentaucher.de/blog/75_das_behagen_an_der_unkultur
Chervel beginnt so:
"Henryk Broder ist ein Riese! Ganz allein ist er in der Mehrheit gegenüber all den kleinen Feuilletons. Die tapfere kleinere Minderheit aus Freitag, taz, Zeit, Süddeutsche, FAZ und FAS hat in den letzten Wochen ihren ganzen Mut zusammengenommen, um hinter dem anarchistischen Witz Broders den dunkel schimmernden "Fundamentalismus der Aufklärung" bloßzulegen. In einer ganzen Flut von Artikeln zurren sie ihn fest und pieken ihn, wie das Zwergenvölkchen bei Swift."
Also los @B_H, pieken und beißen Sie mit, im allgemeinen Zwergenaufstand der Meute aus Kulturrelativisten und Totalitarismusverliebten, bei der Hatz auf kritische aufgeklärte Denker und chouragierte Frauenrechtlerinnen!
Keine Bange, Sie sind nicht allein, das ganze völkische Teutonenkollektiv steht wie ein Mann hinter Ihnen! ;-)
Sie meinen wohl die islamophilen Islamforscher? Das Thema Islam soll einzig islamophilen Islamforschern überlassen werden?
"Und warum müssen sich die Fachleute am Ende noch mit der niveaulosen Polemik der "Islamkritiker" abgeben, wo doch jeder Mensch von Verstand weiss, dass von diesen Pseudoaufklärern noch nie etwas gesagt wurde, das wert wäre, ernst genommen zu werden."
Das müssen die islamophilen Islamforscher auch gar nicht, die "Islamophoben" ernst nehmen. Es reicht vollkommen aus, wenn sich Leute wie Broder gegen die "Islamversteher" und Kulturrelativisten durchsetzen, gegen diese tüchtig polemisieren. Dafür liebt man ihn ja.
"...so ist es für den deutschen Feuilletonisten eine Kränkung, von zwei türkischen Muslima und einem polnischen Juden angemacht zu werden."
"Es geht nur darum, dass die beiden „Türkenbräute“ und der „Judenlümmel“ sich nicht so benehmen, wie es von ihnen erwartet wird. Jammertürken, die ständig darüber klagen, wie sie diskriminiert werden, sind sehr beliebt. Ebenso Jammerjuden, die in jeder Talkshow erzählen, wie viele Angehörige sie im Holocaust verloren haben und wie sehr sie sich heute vor der NPD fürchten."
"Das deutsche Feuilleton hat eine Tradition, die man in zwei Sätzen zusammenfassen kann. Erstens: Der Klügere gibt nach. Zweitens: Der Stärkere hat immer recht. Seine Vertreter haben, von einigen Ausnahmen abgesehen, jede Staatsform, die gerade an der Macht war, gerechtfertigt, und sei es nur mit dem Argument des „kleineren Übels“ bzw. dem „Wandel durch Annäherung“.
Man fragt sich schon, ob Sie den Artikel überhaupt gelesen haben.
Und wenn der böse Broder und seine unartigen Schwestern auch weiterhin nicht auf Ihre Gedankenpolizei hören, dann ...?
Trotzdem: Ich habe beim Lesen von broderchens Kommentar zweimal geschmunzelt, insofern war er "eher amüsant" als andere aus seiner Feder. Und ich habe mich fast gar nicht geärgert, also war es "eher weniger unerträglich" als gewöhnlich. Vielleicht war das aber auch meiner guten Laune gestern geschuldet ;-)
Ausserdem habe ich bisher nie ein gutes Haar an HMB gelassen, dieses Verhaltensmuster wollte ich mal durchbrechen. Nicht, dass broderchen sich noch von mir gemoggt, ääh, ich meine gemobbt fühlt.
mog
Kulturschaffende genießen Privilegien, von denen sie in demokratisch-egalitären Systemen nur träumen können.
Da sind dem Fuchs Broder wohl die Trauben zu sauer, die sich in für ihn unerreichbaren geistigen Höhen befinden. Das ganze firmiert dann unter dem Begriff Feuilletonkritik und wird begeistert beklatscht, denn der Verfasser trifft auf ein Publikum mit entsprechend fundierten Kenntnissen, ist doch der Feuilleton der meistgelesene Zeitungsabschnitt, noch vor dem Sportteil.
Aber so ist das eben mit dem Verstand, der einzig gerecht verteilten Sache auf der Welt, meint doch jeder, hiervon genug zu besitzen. Dementsprechend redet auch jeder mit.
Aber ist es auch intelligent? Die regelmäßigen Feuilletonleser werden wissen, daß in diesem Wort die Begriffe "inter" und "legere" stecken, was das "zwischen den Zeilen lesen" meint. Aber zum Glück hält sich Broder mit solchen Sachen nicht auf und läßt den geneigten Leser nicht erst lange suchen, Lärm und Vereinfachung ist die Devise.
Hier daher noch einmal die Passage des Broder-Textes im Zusammenhang, aus der Sie in manipulativ-verfälschender Absicht einen Satz herausgerissen haben:
"Dass Seidl, Steinfeld und andere den Begriff „Hassprediger“ jetzt auf den Kopf stellen, hat auch damit zu tun, dass sie eine stille Affinität zu autoritären und totalitären Systemen hegen. Diktaturen sind sexy und dabei überschaubar. Es gibt eine klare Teilung zwischen Führern und Geführten. Kulturschaffende genießen Privilegien, von denen sie in demokratisch-egalitären Systemen nur träumen können."
Und schon funktioniert Ihr armseliger Manipulationsversuch nicht mehr.
Aber so ist das eben mit meinesgleichen. Wir wissen den Gesang einer Krähe noch von dem einer Amsel zu unterscheiden. Aber ich kann Sie beruhigen. Wie ich weiter unten schrieb, ziehe ich mich hier zurück. Ich überlasse Ihnen das Feld, sie haben also das Wort. Alles andere ergibt auch wenig Sinn, denn wir beide haben zum Beispiel jetzt das dritte Mal miteinander zu tun. Da haben Sie sich ja jedesmal nach einer anfänglichen Verunglimpfung in die Büsche geschlagen. Aber so ist das eben mit der Pflicht und der Kür, analysieren und argumentieren bedeutet Mühe. Viel Spaß mit Ihrem Broder.
Ich meine, dass die chouragierten und widerständigen Intellektuellen in bisher jeder totalitären Diktatur nur eine kleine unangepasste Minderheit waren (und sind), während die Angepassten, die Duckmäuser, die Stiefellecker und Denunzianten stets die große Mehrheit stellten (und stellen), gerade auch bei den Akademikern und Intellektuellen!
Anders könnte nämlich keine einzige Diktatur bestehen.
Darum verstehe ich auch, dass Henryk den Dieter so verteidigt.
Wie man unter der Überschrift "Der Bohlen in uns allen" in der FAZ vom 10.4.08 nachlesen kann:
" ... Der Publizist Henryk M. Broder gab mit funkelnden Augen und grimmigem Grinsen das Rumpelstilzchen der Runde und bildete mit Stein die Achse des Bösen. Als Kolumnist singt er Loblieder auf Bohlen, bei Plasberg pries er die Casting-Shows als "absolute Spitzenprogramme". Viel schlimmer seien "Leute, die andere vor sich selbst beschützen wollen", sagte er mit Blick auf Bergmann und warnte vor einer "Kulturdiktatur". ..." (Quelle: KLICK
Tja, mit der Kultur, da kennt er sich eben aus. Wie Dieter. Auch mit allem anderen. Wie Dieter.
Und darum sollten wir uns mit Henryk freuen, dass er solch einen Zuspruch erfährt. Und seine Fans können auch stolz sein.
Henryk ist ein Guter. Wie Dieter.
Und echte Helden kommen unter die Räder des Feuilletons.
Diese dümmlich-arrogante und überhebliche Hähme kleingeistiger Wadenbeißer kennzeichnet den Großteil dessen, was man selbst mit Mühe kaum noch als "Kritik" an Broders veröffentlichter Meinung bezeichnen kann, weil diese Hähme sich ja gerade durch die Abwesenheit jeglicher Kritik auszeichnet.
Es geht den Broder-"Kritikern" hier (wie im politisch überkorrekten deutschen Feuilleton) also erkennbar nur noch um das versuchte Niedermachen eines unbequemen Nachdenkers und Kritikers, weil man fest dazu entschlossen ist, ihn zu hassen und zu verachten, und weil man ihn unbedingt zwanghaft ächten und ausgrenzen will.
Solch eine ultrareaktionäre und superspießige Überheblichkeit erscheint mir als ein sehr bedenkliches geistig-moralisches Armutszeugnis.
Einst gab es hier in Deutschland "des Teufels Generäle", Heute sind es hier "des Teufels Trittbrettfahrer", die sich ganz offenkundig wieder kollektiv heim ins totalitäre Reich der ewig Überangepassten sehnen.
dümmlich ... pseudodreister ... Hähme [eigentlich mit einem "h"] ... Hähme [wieviele "h´s"?] ... dümmlich ... arrogante ... überhebliche ... Hähme [nochmal sag ich´s nicht}] ... kleingeistiger ... Wadenbeißer ... Hähme [...] ... Niedermachen ... hassen ... verachten ... zwanghaft ... ächten ... ausgrenzen ... ultrareaktionäre ... superspießige ... Überheblichkeit ... bedenkliches ... geistig-moralisches Armutszeugnis ... totalitäre ... Überangepassten
´Ne Nummer kleiner wär nicht schlechter gewesen, oder? Sagen Sie mal selbst...
mog
Auch nicht Ihr damit verbundenes Ausblenden von Inhaltlichem.
Was ich jedoch weiterhin bei Ihren Beiträgen vermisse, sind inhaltliche Argumente in der jeweils diskutierten Sache.
Da sieht's nach wie vor ziemlich mau aus.
dass Sie den Kommentar des Herrn Titanic so ernst nahmen, dass sie dessen zentrale Aussagen herausarbeiteten, das ehrt sie.
Manchmal fällt es schwer, aber man sollte es akzeptieren:
Manchen bietet dieses Forum die Gelegenheit, anderen zu dokumentieren, dass ihre Fähigkeiten zur Artikulation und Argumentation begrenzt sind. Das ist ihr gutes Recht.
Ich bedauere es übrigens sehr, dass nicht alle Beiträge in diesem Forum veröffentlicht werden, da die Online-Redaktion 'moderierend' eingreift.
Man könnte deutlich mehr über 'uns Deutsche' lernen, wenn das nicht der Fall wäre.
Vermutlich wäre es aber auch sehr ernüchternd.
Zum Kommentar noch mal: Herr Broder hat ein gutes Geschäftsmodell und somit ein einträgliches Auskommen gefunden.
MfG
HDG
Broder: "Warum die islamische Welt wegen ein paar harmloser Karikaturen oder wegen des Schweizer Minarett-Volksentscheids in Rage gerät – aber die beinah täglichen Selbstmordattentate von Moslems, die vor allem Moslems das Leben kosten, hinnimmt, als wären es Naturkatastrophen."
Wieviel Islamkritik bedarf es noch? Andere Aussagen sind nur Variationen. Soweit zum politischen Teil des Islams. Den religiösen habe ich ohnehin nie verstanden und werde es wohl auch nicht tun können, obwohl ich mir diesbezüglich schon einiges "angetan" habe.
Wenn hier einer Larmoyant ist, dann sind leider Sie es.
Dann zu den von Ihnen zitierten Worten von Herrn Broder, die Sie als umfangreiche und konkrete "Islamkritik" ausgeben: Wo ist hier bitteschön eine kritische Auseinandersetzung mit "dem Islam" versteckt? Überlegen Sie sich einfach, welche Erklärungen jeweils eine Antwort auf die rhetorischen Fragen von Herrn Broder geben können. Falls Ihnen nichts Schlaues dazu einfällt, sollten Sie sich vielleicht einmal eine anspruchsvollere Lektüre gönnen. Es ist allerdings klar, dass Herr Broder diese Fragen nur als Feststellungen verstanden wissen will und daher gar nicht an Erklärungen interessiert ist.
Nanu,
wo bleibt diesmal Ihre Unterstellung an Herrn Broder, dass er ein Kriegshetzer, ein Muslimhasser, ein zionistischer Agent und Auftragsschreiber sei?
Sie enttäuschen mich.
An Broder kann's jedenfalls nicht liegen, der ist so brilliant wie immer :-)
Oder fühlen Sie sich mit HMB identisch? Ging es nicht Herrn Chapman so in Bezug auf John Lennon - in dem Fall würde ich Herrn Broder dringend davor warnen wollen, Ihnen jemals ein Autogramm zu geben.
mog
"Größter Kritiker"? Wie groß sind Sie denn? 2,25 m?
Sie meinten sicherlich "häufigster Kritiker"?!
Oder wollten Sie sich tatsächlich selbst als "größten Kritiker" im Sinne von "bedeutetsten Kritiker" bezeichnen?
Nun ja, nicht unwahrscheinlich bei jemandem, der meinte, Henryk M. Broder mit "brodercher" abqualifizieren zu können.
1,90 Meter. Toll, dass Sie nachfragen, da können wir das gleich mal klären: Haaaalloooooo, alle mal herhören! Misst irgendein broderchen-Kritiker mehr Zentimeter als ich? Eben abwarten, lieber loucass, gleich haben wir das geklärt.
Oder wollten Sie sich tatsächlich selbst als "größten Kritiker" im Sinne von "bedeutetsten Kritiker" bezeichnen?
Die "Bedeutung" mögen andere beurteilen. Ich sage mal: "intensiv". Übrigens nannte ich mich gar nicht "den" grössten, sondern "einen der" grössten, nicht wahr? Tjaja, ich achte auf meine Formulierungen...
Nun ja, nicht unwahrscheinlich bei jemandem, der meinte, Henryk M. Broder mit "brodercher" abqualifizieren zu können.
"broderchen", nicht "brodercher". Sie werden lachen, dies war gestern Anlass zu einer kleinen Diskussion. Wollen Sie den Wortlaut meiner Argumentation kennenlernen? (Aber nicht weiterverraten, pssst!, Geheimnis) Ich sagte sinngemäss: DER GROSSE HENRIK M. BRODER MUSS DAS ERTRAGEN KÖNNEN! DER GEDANKE, DER PUBLIZIST UND JOURNALIST HMB MÜSSTE VOR MOG GESCHÜTZT WERDEN, IST FÜR MICH SCHMEICHELHAFT, ABER ABSURD.
Na, was sagen Sie jetzt?
mog ;-)
mog
Falsch geglaubt, Sie unterstützen ihn eher beim größer werden.
Er fragte mich, ob ich mich für den "grössten" Broder-Kritiker halte, im Sinne von Körpergrösse. Soweit verstanden?
Ich nannte ihm daraufhin meine Körpergrösse (1,90 Meter) und stellte scherzhaft die Frage in den Raum, ob ein "grösserer" Broder-Kritiker anwesend sei. Alles klar?
Um Broders Körpergrösse ging es überhaupt nicht. Das war´n Spass, Mann.
Ich fühle mich nun aber in dem Zusammenhang schon zum wiederholten Male geschmeichelt. Es scheint hier doch echt mehrere Personen zu geben, die glauben/befürchten, dass meine bescheidenen Meinungsäusserungen Einfluss auf Herrn Broder haben könnten - ob nun negativer oder positiver Natur. Das halte ich zwar für grotesk übertrieben, trotzdem kitzelt es meine Eitelkeit ;-)
mog
Der Rest ist eine Replik an den anderen.
mog
Und, Sie liegen diesmal im Ziel. Einfluß auf Broder haben Sie sowenig wie andere hier.
Es giebt jedoch berechtigten Anlass zu glauben, dass Sie daran schon selbst glauben.
Zum Thema: Broder hat Recht.
"Unsere heiligen Krieger" KLICK.
Beschämend für den Herrn Broder finde ich es allerdings, dass er seine langatmigen Zeilen mit den in Anführungszeichen gesetzten Worten "Türkenbräute" und "Judenlümmel" meint, noch unterstreichen zu müssen.
Vielleicht sollte auch Herr Broder mal an die Rente denken.
Aber: Wer rettet die Deutschen dann vor den Deutschen?
Es kann nur einen geben!
Wer die Menschen, die Demokratie, Menschenrechte, Meinungs -und Religionsfreiheit - auch die negative - sowie die Gleichberechtigung von Frauen vom Islam abverlangt mit Leuten gleichsetzt, die in dessen Namen Menschen umbringen, sollte sich mal auf seinen Geisteszustand untersuchen lassen.