Der militante Islamismus ist im Deutschland auf dem Vormarsch: Wie lange wird es noch dauern, bis sich in der Bundesrepublik ein frommer Irrer in die Luft sprengt?
Sie wollen Krieg, der auch noch heilig sein soll. Der geballte Wahnsinn militanter Islamisten hat Deutschland in dieser Woche wieder getroffen, auch wenn es glücklicherweise nicht gekracht hat. Aber das Ausmaß an Fanatismus, gleich in drei Fällen, ist erschreckend. Jugendliche überfallen eine Polizeistreife, um Waffen für den Dschihad zu rauben; zwei Männer aus dem Rheinland werden in letzter Minute daran gehindert, in den Heiligen Krieg zu ziehen; und die Sicherheitsbehörden warnen vor der Rückkehr des saarländischen Islamisten Eric Breininger, der sich in Pakistan zum Selbstmordattentäter hat trimmen lassen. Wie lange, muss man fragen, wird es noch dauern, bis sich in der Bundesrepublik ein frommer Irrer in die Luft sprengt? Und es sind ja nicht nur die Islamisten. Der Trend zur angewandten Gewaltfantasie wird in Teilen der jüngeren Generation überhaupt stärker – und parallel die Abschottung von der Welt der verlachten Normalen. Wie konnte es so weit kommen? Warum ist es für junge Menschen attraktiv, sich als „Märtyrer“ in die Luft zu sprengen, als Glatzköpfe Mitmenschen zu Tode zu trampeln oder als vermummte „Antikapitalisten“ herumzuzündeln? Antworten gibt es viele. Aber bislang keine, die wirkt. fan
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 27.09.2008)
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Der reisserische, aufbauschende Sprachgebrauch (z. B.'geballte Wahnsinn militanter Islamisten') spricht fuer sich.
Nicht die Islamisten aengstigen, sondern die Marktschreier und Demagogen.
Zufällig trifft sich Schäuble heute mit seinen europäischen Amtskollegen, um worüber zu sprechen? Über eine Verschärfung der Überwachung des Internets, plus ...!
Höre übrigens gerade im Inforadio, dass die gestern verhafteten jungen Männer vermutlich heute schon wieder entlassen werden.
Beweise für eine weitere Inhaftierung wurden nicht gefunden.
Das wird "fan" sicherlich nicht beeindrucken.
Es ist ärgerlich, wenn der "Tagesspiegel" seine publizistische Integrität allzu billig gefährdet.
http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/766/160329/
Sicherlich auch nur Phantasien von Journalisten...
Das Gedruckte entbindet den Leser nicht vom (Nach)Denken.
Sie sind es im Übrigen, der von Phantasien von Journalisten schreibt.
Ich erwarte nur gute Recherchen und möglichst allen Seiten gegenüber kritische Beiträge.
Haben Sie eigentlich MONITOR (WDR) vom 25.09.08 gesehen:
=> http://www.wdr.de/tv/monitor/beitragsuebersicht.phtml ???
Sie können es nachholen.
MfG
HDG
2. Erst schreiben Sie: "Es gibt keine Verpflichtung, alles zu glauben, was man liest. Das Gedruckte entbindet den Leser nicht vom (Nach)Denken." Dann empfehlen Sie mir einen "Monitor"-Beitrag. Dazu sage ich: Es gibt keine Verpflichtung, alles zu glauben, was man sieht. Das Gesendete entbindet den Leser nicht vom (Nach)Denken.
3. Sie schreiben: "Ich erwarte nur gute Recherchen und möglichst allen Seiten gegenüber kritische Beiträge." Kommt mir nicht so vor. Sie erwarten Beiträge, die in Ihr Weltbild passen.
nun gut, ich habe den von Ihnen empfohlenen Artikel in der SZ gelesen. Na und? Was hat das mit dem flachen Kommentar im TS zu tun? Mit einem Wort gesagt: nichts!
Ich beteilige mich hier nicht an Spielchen wie "Lest mal das!" oder "Schaut Euch mal das an!" und ich habe auch nicht von irgendwelchen Phantasien irgendwelcher Reporter geschrieben. Was ich an dem Kommentar von Frank Jansen gestört hat, war, dass er Erschinungen in eine Reihe und damit in einen Zusammenhang stellte, die nichts miteinander zu tun haben. Daran ändert auch der Artikel in der SZ nichts.
Und wenn Herr Jansen die Verbindung aus Krieg und heilig als geballten Wahnsinn bezeichnet, dann ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass gewisse Politiker sich gleichfalls dieser Kombination bedienen. Und das ist deshalb viel gefährlicher, weil dadurch im Irak und in Afghanistan schon Zehntausende von Menschen ums Leben gekommen sind. Das ist kein Trend zur angewandten Gewaltphantasie, das ist Realität!
"Pray for our military men and women who are striving to do what is right. Also, for this country, that our leaders, our national leaders, are sending [U.S. soldiers] out on a task that is from God. That's what we have to make sure that we're praying for, that there is a plan and that that plan is God's plan."
Das heißt mitnichten, dass Frau Palin den Irak-Krieg für gottgegeben hält, sondern beinhaltet sogar eine zweiflerische Komponente.