[Kommentare: 87]

Auf den Punkt

Hurra, wir orientalisieren!

Malte Lehming über den Krach Israels mit Schweden
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Malte Lehming, Leitender Redakteur (Meinung) - Foto: Kai-Uwe Heinrich
Berlin -  Seit der Gründung des Staates Israel ist in der Region ein interessantes Wettrennen im Gange. Die zentrale Frage lautet: Werden die Araber durch ihre Nähe zum demokratischen Gemeinwesen Israel zivilisiert? Oder werden die Israelis durch ihre Nähe zu den Arabern orientalisiert? Für beide Thesen gibt es Belege. Ägypten und Jordanien haben mit Israel Frieden geschlossen, die Palästinenser gelten heute als relativ demokratisch und gebildet. Arabisches Satellitenfernsehen hat mit der Deutungsmacht der Staatspropaganda gebrochen. Das ist nicht viel, aber immerhin.

Leider ruhen auch jene Kräfte nicht, die Israel orientalisieren. Korruption und Vetternwirtschaft sind heute weit verbreitet. Es gibt religiösen Fanatismus und Holocaust-Leugner. Und spätestens, seit im September 2005 ein Siedler im Norden Israels in einen Bus stieg und vier unschuldige Araber abknallte - darunter die beiden Schwestern Hazar (20) und Dina Turki (21) -, um gegen den geplanten Abzug Israels aus dem Gazastreifen zu protestieren, ist auch die Methode des politisch motivierten Terrors kein Privileg militanter Islamisten mehr. Was die können, können wir schon lange: Diese trotzige Devise setzt sich offenbar zwischen Haifa und Eilat langsam durch.

Das jüngste Beispiel ist der plumpe Versuch, auch einmal einen Karikaturenstreit vom Zaun zu brechen, mit allem, was so dazugehört - offiziellen Protesten, Nazi-Vergleichen, Warenboykott. Was fehlt, sind noch die Flaggenverbrennungen und diverse Tote infolge gewalttätiger Auseinandersetzungen. Was war passiert? Das schwedische Boulevardblatt "Aftonbladet" hatte vor einer Woche einen zweiseitigen Text auf seinen Kulturseiten veröffentlicht, in dem Israelis ohne jeden Beleg vorgeworfen wird, die Organe toter Palästinenser zu stehlen. Nun ist es bei dem gröbsten Unsinn so, dass der, der ihn bestreitet, ihn auch aufwertet. Wer behauptet, die Erde sei eine Scheibe, Frauen seien minderwertig und Außerirdische lebten mitten unter uns, möge mit seinen Ansichten gefälligst alleine bleiben. Wer in einen Diskurs über solchen Schwachsinn eintritt, adelt diesen als diskussionswürdig.

Diese Regel hat nun die israelische Regierung leichtsinnigerweise verletzt und von der schwedischen Regierung eine offizielle Verurteilung des Artikels verlangt. Das lehnt Schweden, das derzeit auch den EU-Ratspräsidenten stellt, mit Hinweis auf die Pressefreiheit ab. Prompt wird in Jerusalem über alle möglichen Sanktionen nachgedacht, von Verleumdungsklagen gegen den Autor des Artikels bis hin zu einer Absage des Besuchs des schwedischen Außenministers Carl Bildt.

Die Analogie zum Karikaturenstreit drängt sich auf. Am 31. Januar 2006 verabschiedeten die Innenminister von 17 arabischen Staaten in Tunis eine Resolution, der zufolge die dänische Regierung die Urheber der Karikaturen "streng bestrafen" müsse, was im Westen mit Verweis auf die Unabhängigkeit der Medien zum Glück zurückgewiesen wurde. Innenminister Wolfgang Schäuble sagte zwei Tage später: "Warum sollte sich die Regierung für etwas entschuldigen, was in Ausübung der Pressefreiheit passiert ist? Wenn sich da der Staat einmischt, dann ist das der erste Schritt zur Einschränkung der Pressefreiheit." In Israel heißt es heute, die Skandinavier verwechselten Pressefreiheit mit der Freiheit zur Diffamierung. Genau dasselbe wurde dem Westen damals von der islamischen Welt vorgeworfen.

Israels Regierung unter Benjamin Netanjahu ist überzeugt davon, dass die schlechte Reputation ihres Landes in der Welt nichts mit Israels Politik zu tun hat, sondern das Ergebnis antisemitisch eingestellter Medien ist. Frei nach dem Motto: Kann der Bauer nicht schwimmen, ist die Badehose schuld.
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Kommentare [ 87 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von unbekannt | 24.8.2009 11:01 Uhr
Freiheit ist keine Anarchie
Man muss fragen, sind die Karikaturen zutreffend. Diese Frage muss man bejahen. Bei diesem Artikel muss man fragen, sind die darin erhobenen Anschuldigungen richtig, das muss man verneinen. Journalismus ist keine Anarchie, sondern gehorcht einem Ethos der Ehrlichkeit.

Einem Mann wie Schäuble kann man den Unterschied zwischen Freiheit und Anarchie nicht erklären, weil er ein nihilistischer Werterelativist ist.
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von viminal viminal ist gerade offline | 24.8.2009 12:07 Uhr
Genau, peterson!
Und weil in der Freiheit keine Anarchie herrschen darf, muß - zur Wahrung der Pressefreiheit - eine staatliche Stelle eingerichtet werden, die Artikel mit unrichtigen Anschuldigungen unterbindet.
Oder was wollen Sie uns sonst sagen?
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von demokratorius demokratorius ist gerade offline | 25.8.2009 13:16 Uhr
Zensur gewünscht?
... und mit dem persönlich von Herrn Schäuble und Zensursula neu eingerichteten Bundesamt für zensierte Wahrheit in den Medien!
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von rivka rivka ist gerade offline | 24.8.2009 12:10 Uhr
@talkingkraut.peterson, @Artikel
Ach, du liebes Lieschen, wo haben Sie denn das "Journalismus ist keine Anarchie, sondern gehorcht einem Ethos der Ehrlichkeit. " her? Nur ehrlichen Journalismus zulassen zu wollen, ist ja gerade NICHT Pressefreiheit (wollen Sie die Presse abschaffen??) (http://de.wikipedia.org/wiki/Pressefreiheit) sondern jounalistische Sorgfaltspflicht (http://de.wikipedia.org/wiki/Pressekodex) Und die kann man nicht einklagen.

Mit dem Artikel bin ich übrigens sehr einverstanden. Besonders mit dem letzten Absatz, der mir eine gewisse, über Israel hinausgehende Allgemeingültigkeit zu haben scheint und den sich einige Leute (auch vom hiesigen Zentralrat) in Kreuzstichmuster über den Arbeitsplatz hängen können.
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von bp bp ist gerade offline | 24.8.2009 12:41 Uhr
Freiheit!
Genau diese Fragen muss man eben unter dem Gesichtspunkt der Meinungs- und Pressefreiheit nicht stellen. Wenn alle sachlich nicht zutreffenden Karikaturen oder Presseartikel (wobei dies ja oft genug auch noch in der Sichtweise des Lesers liegt) verboten werden würden, werden unsere Medien ziemlich ausgedünnt. Das wäre doch schade!
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von willow willow ist gerade offline | 24.8.2009 16:38 Uhr
Karikaturen vs. Judenhass

Warum wurden denn -trotz Pressefreiheit!- die eigentlich harmlosen Karrikaturen nicht veröffentlicht? Wenn dagegen frei erfundene Anschuldigungen gegen Israel erhoben werden, dann gibt es keinerlei Zurückhaltung. Zurückhaltung wird erst dann geübt, wenn wegen der erwiesenen Unrichtigkeit der Anschuldigungen Israel gegenüber eigentlich eine Richtigstellung nötig wäre...

PS:
@Herrn Lehming

Wenn sie sich die internationalen (aber durchaus auch deutschsprachigen!) Kommentare zu diesem Thema durchlesen, scheint es fast so, als würde die Mehrheit behaupten "die Erde sei eine Scheibe, Frauen seien minderwertig und Außerirdische lebten mitten unter uns" - nicht zu reden davon, daß diese Mehrheit den Israelis so ziemlich *alles* Schlechte zutraut. Hat aber bestimmt nichts mit dem Bild zu tun, daß die Medien von Israel verbreiten...
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von fritz fritz ist gerade offline | 24.8.2009 11:21 Uhr
Interessante Sichtweise
Das demokratische Israel als Vorreiter der Zivilisation im wilden Orient, wobei seine hohen ethischen und moralischen Standards durch das schlechte Beispiel seiner kulturlosen Nachbarn gefährdet werden.
So etwas muss einem erstmal einfallen.
Erinnert mich an Felix Dahn: die Verderbtheit der welschen Lebensart gefährdet die Reinheit der germanischen Völker.
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von drerwin drerwin ist gerade offline | 24.8.2009 12:06 Uhr
nachgedacht - oder nur getippt?
schon mal die nachbarn israels und ihr rechtssytem, ihre pressefreiheit, etc. mit dem israels verglichen?
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von fritz fritz ist gerade offline | 24.8.2009 13:26 Uhr
@drerwin
In den letzten 40 Jahren schon gewesen in Libanon, Syrien Irak, Saudi-Arabien, den Emiraten, Oman, Ägypten und Israel.
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von david49 david49 ist gerade offline | 25.8.2009 2:53 Uhr
überall gewesen
und nix kapiert.
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von fritz fritz ist gerade offline | 25.8.2009 9:30 Uhr
@david49
Da gewesen und die Wahrheit erkannt.
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von borax borax ist gerade offline | 24.8.2009 11:52 Uhr
Naja....
es ist schon ein Unterschied, ob man zu etwas eine Karikatur anfertigt oder einen Kommentar schreibt oder ob man aber wissentlich Falschnachrichten verbreitet, die aber so aufbereitet sind, als ob es sich um Fakten handelte.

Das kann man zwar mit Pressefreiheit begründen, jedoch ist hier m. E. der Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt.

Man stelle sich mal vor, was in der Öffentlichkeit los wäre, hätten Israelis in einer Zeitung fälschlicherweise behauptet, die Moslems würden Organhandel mit jüdischen Leichen betreiben. Es ist immer wieder auffallend, dass es in der Öffentlichkeit und hinsichtlich der allgemeinen Empörung da nur eine Richtung zu geben scheint: Israelis als "Täter", Moslems als "Opfer".

Tatsache ist jedoch, dass es sich bei dem Artikel in der schwedischen Zeitung um eine bewusste und gezielte Falschmeldung handelte, um Moslems und andere Menschen gegen Israel aufzuhetzen. Hier geht es nicht um Meinung, Karikatur, Satire oder Stellungnahme, sondern schlicht um Falschmeldung, und man darf wohl getrost davon ausgehen, dass diese nicht zufällig so ausgewählt wurde und nicht anders. Dazu kommt, dass man hier an die alten antisemitischen Hetzlegenden, Juden würden Christenblut trinken oder gar Kinder töten, anschließt, die in vergangenen Jahrhunderten zu zahlreichen Pogromen an Juden geführt haben. Dass man gerade dieses Organhandel-Thema ausgewählt hat, um gegen Israel zu hetzen, ist kein Zufall.

Ich halte das Ganze durchaus für einen ziemlichen Skandal, und besonders fällt mal wieder auf, dass kaum eine Zeitung das alles für berichtenswert hält - was wohl seine Ursache darin hat, dass man weit und breit Israelis gerne in der Täterrolle sieht, womit sich ja jedes Mal der Holocaust ein bisschen "relativiert".

Woher Herr Lehming übrigens die Ansicht nimmt, Palästinenser seien demokratisch, wo doch die Hamas Abtrünnigen gerne in die Knie schießt oder sie gleich ermordet, erschließt sich mir nicht.
Comment
von fritz fritz ist gerade offline | 24.8.2009 13:30 Uhr
@borax
Woher wissen Sie, dass es eine Falschmeldung ist?
Ich glaube die Meldung zwar auch nicht, einmal generell und zum Anderen, weil sich ein gläubiger Jude wohl kaum Organe eines Muslims implantieren lässt aber ich weiß nicht, ob Organe entnommen wurden oder nicht.
Comment
von fritz fritz ist gerade offline | 24.8.2009 13:32 Uhr
@borax
Woher Sie übrigens die Ansicht nehmen, Palästinenser seien nicht demokratisch, weil die Hamas Abtrünnigen gerne in die Knie schießt oder sie gleich ermordet, erschließt sich mir nicht
Comment
von alterschwede alterschwede ist gerade offline | 24.8.2009 13:39 Uhr
@borax
Der besagte Artikel (http://www.aftonbladet.se/kultur/article5652583.ab) stellt keine falschen Tatsachenbehauptungen auf, sondern gibt nur Meinungen interviewter, persönlich betroffener Palästinenser und UNO-Mitarbeiter wieder, die aus Verdachtsmomenten (aufgeschnittene und wieder zugenähte Leichen) ihre eigenen Schlüsse gezogen haben. Im selben Artikel ist von einem grossen Fall von Organhandel die Rede, ermittelt durch die New Yorker Polizei. Mehrere Rabbiner und Lokalpolitiker haben einen schwunghaften, lukrativen Organhandel und betrieben (Einkauf in Israel - 10.000 Dollar pro Niere, Verkauf in den USA 160.000 Dollar). Es wird die Frage gestellt, wo diese Organe wohl herkommen, da in Israel gleichzeitig Knappheit an Transplantationsporganen herrschte.
Man kann die Insuniierungen geschmacklos finden, es ist aber alles noch im gesetzlichen Rahmen. Ansonsten hätte Israel auch längst eine Gegendarstellung erwirken können. Diesen Weg hat man aber nicht gewählt.
Comment
von borax borax ist gerade offline | 24.8.2009 16:44 Uhr
Das ist tendenziöser Journalismus...
der vorgibt, zu informieren, tatsächlich jedoch den Leser in eine bestimmte Richtung manipulieren will.

Halten wir mal fest: Aftonbladet legt nicht einen einzigen Beweis vor, ja nicht mal Indizien.

Tatsache ist, dass Leichen nach unnatürlichen Todesfällen zumindest in Deutschland (und ich schätze ebenso in Israel) obduziert werden. Aus einer "aufgeschnittenen" Leiche zu schließen, dass man ihr Organe entnommen hätte, ist entweder dumm oder bösartig. Klarheit hätte eine weitere Obduktion bringen können, auf die man aber verzichtet hat. Warum wohl?

Dazu wurden - wie Sie sagen - "betroffene Palästinenser" befragt, die ihre "Meinung" sagen konnten.

Halten wir mal fest:

- "betroffene Israelis" hat man gar nicht erst befragt. Hier zeigt sich die schäbige Form eines Journalismus, der Anschuldigungen veröffentlich, ohne der betroffenen Seite die Möglichkeit der Rechtfertigung/Erklärung zu geben.

- persönlich betroffene Palästinenser, die gerade ein Kind/Verwandten/Bekannten verloren haben, werden kaum imstande sein, sich objektiv zum Vorfall zu äußern, zumal im arabischen TV ständig das Gerücht in die Welt gesetzt wird, Israelis würden palästinensische Organe verkaufen, um die arabische Welt gegen Israel aufzuhetzen und entsprechend emotional einzuheizen.

In Aftonbladet werden - ich beziehe mich hier auf ihren Bericht - demnach ausschließlich "Meinungen", "Verdachtsmomente" usw. geäußert, aber nicht EIN EINZIGER BEWEIS oder Indiz vorgelegt. Die meisten Leser werden jedoch nach so einem Artikel einen bestimmten emotionalen Eindruck zurückbehalten, der ein Mosaiksteinchen bilden wird zur Haltung gegenüber Israel. Das ist tendenziös und suggestiv und sollte meiner Ansicht nach in einem seriösen Nachrichtenblatt keine Platz haben.

Leider erlebt man vergleichbares (auch zu anderen Themen) in der deutschen Presse auch sehr häufig.
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von alterschwede alterschwede ist gerade offline | 24.8.2009 22:02 Uhr
Schon besser, @borax
so wie Sie jetzt kann man tatsächlich argumentieren. Das ist aber doch weit entfernt von "Volksverhetzung" und "bewussten Falschmeldungen". Auch der Vorwurf des Antisemitismus ist absurd, denn es wird nirgends angedeutet, dass "Juden" oder "Israelis" sowas nun mal zuzutrauen sei. Wenn man sich über "tendenziöse" Artikel aufregen will, braucht man nicht erst in die Ferne schweifen, ja, es reicht sogar die meisten Malte-Lehming-Artikel zu lesen ;-)
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von david49 david49 ist gerade offline | 25.8.2009 2:59 Uhr
Organmangel in Israel
Wenn dem wirklich so wäre, meinen Sie nicht auch, dass die Organe dann in erster Linie in Israel verwuschtelt worden wären?
Das müsste doch auch einem Ignoranten wie Ihnen klar sein, oder?
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von lindblom lindblom ist gerade offline | 24.8.2009 13:39 Uhr
@borax 24.8.2009 11:52 Uhr
Haben Sie den Artikel gelesen oder woher wissen Sie, dass es sich um eine bewusste und gezielte Falschmeldung handelte, um Moslems und andere Menschen gegen Israel aufzuhetzen?

Ich wüsste auch nicht, dass es in Schweden jemals Progrome gegen Juden gegeben hätte... viel. können Sie mich da eines besseren belehren...

... "dass kaum eine Zeitung das alles für berichtenswert hält " ist wohl eher der Tatsache geschuldet, dass es sich beim Aftonbladet nicht gerade um ein renommiertes, seriöses, international bedeutendes Blatt handelt - um so weniger verstehe ich das Verhalten der israelischen Regierung...

"- was wohl seine Ursache darin hat, dass man weit und breit Israelis gerne in der Täterrolle sieht, womit sich ja jedes Mal der Holocaust ein bisschen "relativiert". "

Es gibt in Schweden, genau wie in unserem und anderen Ländern unverbesserliche Holocaustrelativierer oder gar -leugner.
Die sind aber in Schweden keineswegs "populär" und es ist sicher auch nicht symptomathisch für unseren nördlichen Nachbarn.

Die schwedischen Regierungen der Nachkriegszeit haben sich international (bei Amis und Russen mal mehr, mal weniger...) einen guten Namen gemacht, da sie häufig neutral und erfolgreich bei Konflikten vermitteln konnten.

Außerdem haben wir es mit einem Land zutun, dass zusammen mit der Schweiz die bisher längste Friedenszeit aller europäischen Staaten vorweisen kann.

Dazu glaube ich, wenn man die schwedische Mentalität ein klein wenig kennt, dass Hetze, Haß oder gar Aufstachelung in der schwedischen Öffenlichkeit nicht verfangen.

Ohne den Artikel verteidigen zu wollen, Schweden und das Verhalten der schwedische Regierung jedoch schon, frage ich mich, was wirklich dahinter steckt, dass die israelische Regierung so vehement die schwedische Regierung angreift.

Ich glaube nicht, dass es dieser Zeitungsartikel alleine sein kann...! Da stimmt etwas nicht...

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von lindblom lindblom ist gerade offline | 24.8.2009 12:17 Uhr
Danke Herr Lehming
Ein sehr guter und äußerst treffender Kommentar!
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von kosmo22 kosmo22 ist gerade offline | 24.8.2009 12:33 Uhr
Äpfel und Birnen
Der Vergleich hinkt gewaltig, Herr Lehming. Verleumdung ist nicht gleichzusetzen mit Verballhornung. Letztere ist erlaubt und allenfalls geschmacklos, erstere ist in vielen Fällen strafbar (siehe z.B. § 187 StGB) und keineswegs stets von der Meinungs- oder Pressefreiheit gedeckt.
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von rivka rivka ist gerade offline | 24.8.2009 13:21 Uhr
@kosmo22
"Verleumdung bedeutet, dass jemand über eine Person ehrverletzende Behauptungen aufstellt, obwohl er weiß, dass sie unwahr sind."
(http://de.wikipedia.org/wiki/Verleumdung)
(Hervorhebung von mir)

Nu, und das beweisen Sie mal...
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von kosmo22 kosmo22 ist gerade offline | 24.8.2009 20:25 Uhr
Geschenkt,
dann nehmen Sie eben § 186 StGB: Üble Nachrede (=behaupten einer nicht erweislich wahren Tatsache, die...). Ich habe den § 187 StGB ja nur beispielhaft genannt, um etwas zu veranschauloichen: Es geht mir hier nicht um eine strafrechtliche Subsumtion des Sachverhaltes, sondern um die allgemeine Feststellung, dass Parodie und üble Nachrede/Verleumdung jedenfalls in den Augen des Gesetzgebers keineswegs gleichwertige Äußerungsformen sind und dass deswegen der Vergleich der beiden Sachverhalte "Karikarturenstreit" und "israelischer Organdiebstahl" unangebracht ist.
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von david49 david49 ist gerade offline | 25.8.2009 3:06 Uhr
Beweise
nu, dann beweisen Sie mir mal, dass Sie letzte Woche nicht die Postbank in Brandenburg überfallen haben.....
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von alterschwede alterschwede ist gerade offline | 24.8.2009 12:47 Uhr
Aftonbladet
Der Artikelschreiber im Aftonbladet, Donald Boström, bezieht sich auf einen Fall von 1992, bei dem ein palästinensischer 19-jähriger Steinewerfer von israelischen Soldaten erst erschossen und dann seiner Familie vom Hals bis zu den Beinen zugenäht wieder übergeben wurde. Er selbst hat von der Leiche ein Foto gemacht. Da für eine Obduktion kein Grund vorlag (eindeutige Todesursache), fragte sich die palästinensische Familie, was wohl mit ihm nach seiner Erschießung geschehen sei. Dies alles wird im Zusammenhang mit einem neuerdings aufgedeckten Korruptionsfall in New York behandelt, bei der mehrere Lokalpolitiker und Rabbiner involvierte waren, die in Israel billig Nieren eingekauft (10.000 Dollar) und in den USA teuer verkauft hatten (bis zu 160.000 Dollar) - was nach amerikanischer Gesetzgebung verboten ist. Im weiteren werden Verdachtsmomente von Palästinensern und UNO-Mitarbeitern wiedergegeben, dass sich Israel bzw. die israelische Armee menschliche Organe mehrfach und auf nichtlegale Weise von Palästinensern "besorgt" haben könnte.
Es werden also keine falschen Tatsachenbehauptungen aufgestellt. Wäre dies der Fall, hätte Israel auf rechtlichem Wege leicht eine Gegendarstellung erwirken können.
Wer des Schwedischen mächtig sein sollte, kann den Artikel hier nachlesen: http://www.aftonbladet.se/kultur/article5652583.ab
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von alpha_3000 alpha_3000 ist gerade offline | 24.8.2009 15:11 Uhr
Orientalisierung, aber wo?
Der Artikel legt - ohne irgendwelche Beweise zu lieferen - nahe, dass die israelische Armee (also der Staat Israel!) Palästinenser ausweidet, um deren Organe in New Jersey für Bares zu verscherbeln. Das ist grotesker Antisemitismus und gehört verurteilt.

Natürlich weiß der Autor des Aftonbladets sich durch entsprechend vage Formulierungen vor rechtlichen Schritten zu schützen (das machen deutsche Boulevard-Blätter ja auch nicht anders). Boström verbreitet willig jene antisemitischen Gerüchte, die im Nahen Osten ohnehin seit Jahrzehnten kursieren.

Europa hat zu Beginn dieses Jahres bereits die größten antisemitischen Aufmärsche seit dem Zweiten Weltkrieg erlebt ("Hamas, Hamas - Juden ins Gas!" wurde etwa in den Niederlanden skandiert). Dass nun auch noch die Presse in diese Judenhetze einstimmt, ist traurig.

Mir scheint viel eher Europa einer zunehmenden "Orientalisierung" ausgesetzt als Israel.
Comment
von lindblom lindblom ist gerade offline | 24.8.2009 13:14 Uhr
Deutsches Recht - nicht gleich schwedisches
@borax

@kosmo22

Ihnen beiden ist gemein, dass Sie aus deutscher Sicht und evtl. noch nach deutschem Rechtsverständnis schreiben.

Ich weiss nicht, ob es in Schweden überhaupt den Straftatbestand der Volksverhetzung gibt;

aber ganz sicher gilt in Schweden nicht der §187 StGB;
evtl. gibt es im schwedischen Recht einen ähnlichen
Paragraphen - vielleicht auch nicht...
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von kosmo22 kosmo22 ist gerade offline | 24.8.2009 20:32 Uhr
Das ist doch klar,
aber es ficht meine Argumentation nicht an: Parodie und Verleumdung (bzw. üble Nachrede, Volksverhetzung o.ä.) sind nicht gleichzusetzen. Aus diesem Grund wird der Satiriker beklatscht, während der Verleumder bestraft wird.
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von unbekannt | 24.8.2009 13:14 Uhr
irrtum...
leider vergleicht herr malte lehming äpfel mit birnen.

israel ist trotz der angeblichen "nazi regierung" netanyahus eines der führenden gesellschaften weltweit, wenn es um selbstkritik und individuelle freiheit geht. sogar die 20% araber haben dort weitaus mehr rechte, als in arabische länder, obwohl sie mehrheitlich staatsfeindlich eingestellt sind.

-muhammad karrikaturen waren, wie broder sagte, "aggressiv harmlos", während wir bei diesem schwedischen artikel dieser von marxisten und maoisten kontrollierte zeitung über organraub von gerüchten sprechen, die es seit jahrhunderten gegen juden gibt, und die millionen juden das leben gekostet haben.

-auch die reaktion israels und der juden mit denen der moslems nach den karrikaturen zu vergleichen, ist leider unwahr. es brennen weder schwedische botschaften, noch wurden und werden menschen deswegen umgebracht oder mit todes-fatwahs belegt. das ist einzig die methode der "religion des friedens".

die juden reagieren hingegen zivilisiert auf diese antisemitische hetze. und das wussten die macher derzeitung ganz genau, dass sie ohne risiko so etwas veröffentlichen konnten. dieselben autoren und dieselbe regierung, die in sachen muhammad-karrikaturen sogar webseiten sperren liess und sich vorrauseilend dafür bei der ummah entschuldigte.

insofern ist deren gerede von der verteidigung der meinungsfreiheit doppelzüngig und bestenfalls sarkastisch.
Comment
von lindblom lindblom ist gerade offline | 24.8.2009 14:19 Uhr
Aftonbladet
Habe gerade einen Kommentar von Lena Mellin im Aftonbladet gelesen. Sie spekuliert darüber, dass es nicht der Inhalt des Artikels sein kann der die Regierung Netanjahu gegen die schwedische Regierung aufbringt.

Es geht wohl u.a. mehr um die innenpolitische Stellung Netanjahus und die schwedische Regierung steht sozusagen stellvertretend für alle 27 EU-Staaten da sie gerade die Ratspräsidentschaft innehat.

Mein schwedisch ist alles andere als perfekt und mir fehlt jetzt die Zeit den Inhalt insgesamt weiterzugeben.

Aber, der TSP könnte ja mal einen Artikel auflegegen wie die ganze Sache in Schweden diskutiert wird und was der wirkliche politische Hintergrund für den "Sturm im Wasserglas" ist, den die israelische Mitte-Rechts Regierung ganz bewusst erzeugt hat. Moralische Empörung steckt wohl nicht dahinter... sie ist höchstens der Trittbrettfahrer...
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von david49 david49 ist gerade offline | 25.8.2009 3:17 Uhr
ganz klar
ja, ganz klar: deshalb hat das Aftonblat auch den Artikel lanciert, damit die Regierung Netanjahu endlich eine Handhabe gegen die EU im Allgemeinen und Schweden im Speziellen hat, um einen Sturm im Wasserglas (warum nur?) zu erzeugen.
Was einfache Hirne sich doch so alles ausdenken, wenn es denn nur gegen Juden, äh, Zionisten geht.
Comment
von lindblom lindblom ist gerade offline | 25.8.2009 11:45 Uhr
@david49 25.8.2009 3:17 Uhr
Wissen Sie "einfache Hirne" können ja vielleicht mal nach dem "einfachsten" Fragen.

Wie kommt eine Regierung aus einem Tausende Kilometer entfernten Land dazu, soviel Aufmerksamkeit auf einen Zeitungsartikel zu lenken und ihm soviel Bedeutung beizumessen, dass daraus eine diplomatische Krise entsteht?

Warum macht man dann auch noch die Regierung dafür verantwortlich für das was irgendein Schreiberling zu Papier gebracht hat?

Obwohl man sich ja eigentlich mit Pressefreiheit auskennt...

Vielleicht können Sie mir ja diese "einfachen" Fragen beantworten?
Comment
von robert56 robert56 ist gerade offline | 24.8.2009 14:48 Uhr
Vorreiter der Demokratie?
Israel als Vorreiter in Sachen Demokratie zu machen ist schon eigenwillig.

Haben Sie mal nachgezählt wie viele Israelische Ministerpräsidenten allein in den letzten Jahren wegen Straftaten (Untreue, dieser Vorwurf der Vergewaltigung einer Sekretärin, Unregelmäßigkeiten...) im Amt aufgetaucht sind.
Auch der derzeitige Ministerpräsident hatte ja ein Verfahren am Hals. Lt. Gericht war er auch schuldig.

Auf die anderen Vorwürfe gegen Parteien und Minister (div. Spendenskandäle) muss man da noch nicht mal eingehen.

Wie Netanjahu kommen fast alle Beschuldigten immer wieder zurück ins Rampenlicht.

Vorreiter in Demokratie sehen für mich anders aus.
Comment
von alpha_3000 alpha_3000 ist gerade offline | 24.8.2009 14:58 Uhr
Kruder Vergleich
Herr Lehming wagt ein kruden Vergleich: Der dänische Jyllands-Posten hat ehedem einige harmlose Karikaturen veröffentlicht, das schwedische "Aftonbladet" dagegen in seinem Nachrichtenteil (Wahrheitsanspruch!) das alte Ressentiment vom blutdurstigen Juden wiederbelebt. Dem Staat Israel vorzuwerfen, er raube toten Palästinensern Organe, ist dann doch etwas anderes als ein paar knuddelige Zeichnungen von Mohammed zu veröffentlichen.

Die schwedische Regierung hätte den Artikel schon deshalb verurteilen sollen, weil er den haarsträubenden Antisemitismus der Palästinenser nährt, die die "Protokolle der Weisen von Zion" für eine Aufklärungsschrift halten und unlängst mehrheitlich die Hamas wählten, deren erklärtes Ziel nicht nur die Zerstörung Israels, sondern die Vernichtung des jüdischen Volkes ist.

Auch die Reaktion der Israelies hat nichts mit dem Aufstand zutun, den Muslime anlässlich der Mohammed-Karikaturen aufführten. Brennen schwedische Botschaften? Muss Donald Boström, Autor des besagten Artikels, sein Leben unter ständiger Bewachung fristen? Nein. Natürlich nicht.
Comment
von Ahmad Ahmad ist gerade offline | 24.8.2009 16:18 Uhr
Morddrohungen
Selbstverständlich erhält der Autor des Artikels Morddrohungen. Ob er deswegen Personenschutz genießt, weiß ich allerdings nicht.

Übrigens stand der besagte Artikel nicht im Nachrichten- sondern Kulturteil und berichtet von einem Vorwurf seitens palästinensischer Familien, ohne ihn sich zueigen zu machen. Daher ist die Zeitung formal auf der sicheren Seite, und das weiß man natürlich auch in Israel.

Dass der Vorwurf des Organraubs an gefangenen Palästinensern (sie müssen schon noch leben, sonst kann man die Organe nicht verwenden) ungeheuerlich ist, sollte allerdings auch dem Aftonbladet einleuchten. Daher hätte man dort schon ordentlich recherchieren sollen, bevor man solche Geschichten raushaut.

Ich denke, hier geht es um andere Dinge. Schweden hat die EU-Ratspräsidentschaft inne, und Israel will einfach mal Muskeln zeigen und von inneren Problemen ablenken.


Comment
von lindblom lindblom ist gerade offline | 24.8.2009 17:47 Uhr
@Ahmad 24.8.2009 16:18 Uhr
Genauso ist es!

Während schwedische Medien bereits über die Hintergründe der heftigen Wahlattacken seitens der israelischen Regierung spekulieren und weite Teile der israelischen Öffentlichkeit von dem "Schauspiel" vollkommen unbeeindruckt ist und der eigenen Regierung misstraut... z.B. Boykottaufrufe gegen Ikea in Israel haben bisher noch gar nichts bewirkt...

So gehen viele Kommentatoren hier der Regierung Netanjahu auf den Leim und laufen verbal Amok... Überall werden Feinde Israels und Antisemitismus vermutet...

Ich sage noch einmal, der Artikel im Aftonbladet gibt gar keinen Grund für moralische Empörung oder antischwedische Hetze her... Es wird von der israelischen Regierung nur vorgeschoben um innenpolitisch zu punkten bzw. die EU zu diskreditieren.... warum kann sich jeder bei dieser Mitte-Rechts Koalition selber ausmalen.

Ansonsten, weiss jeder der meine bisherigen Kommentare gelesen hat, dass ich ein Freund Israels bin.... Das schliesst jedoch die jetzige Regierung nicht mit ein!

Ich betone das, weil ich hier ein heftiges schwarz-weiß Denken feststelle, so nach dem Motto: wer nicht für uns ist ist gegen uns....

Dabei haben die meisten sicher den umstrittenen Artikel im Aftonbladet gar nicht gelesen!
Comment
von david49 david49 ist gerade offline | 25.8.2009 3:32 Uhr
Sie Freund Israels, Sie
Ja, genau solche Freunde wie Sie braucht Israel. Verlassen Sie doch mal Ihr schwülstisch-verschwörerisches Geraune: Von was will die israelische Regierung ablenken? Nennen Sie doch mal Fakten! Was sind das für Wahlattacken, von denen Sie schwadronieren? Hat die israelische Regierung den Schmutzartikel im Aftonblatt bestellt oder was?
Wer oder was gibt Ihnen eigentlich das Recht, im Falle des (verbalen) Protestes gegen den Schmutzartikel im Aftonblatt von "antischwedischer Hetze" zu reden?
Comment
von lindblom lindblom ist gerade offline | 25.8.2009 11:03 Uhr
@david49 25.8.2009 3:32 Uhr
Sie stellen mir zwar durchaus berechtigte Fragen, aber das gemixt mit "persönlichen Unverschämtheiten"!

Regen Sie sich mal ab.... und dann kann man vielleicht auf sachlicher Ebene weiterdiskutieren...

Comment
von lindblom lindblom ist gerade offline | 25.8.2009 11:36 Uhr
@david49 25.8.2009 3:32 Uhr
Sie sollten einmal einige Leserkommentare genauer lesen, dann werden Sie auch verstehen warum ich mir das Recht heraus nehme von "antischwedischer Hetze" zu schreiben.

Mit Wahlattacken habe ich mich verschrieben. Ich meinte Verbalattacken.

Ich habe nie behauptet, dass die israel. Regierung den Artikel im A-bladet bestellt hätte.

Sie werden auch keine Aussage von mir finden in der ich den Artikel gutheiße oder gar an den Inhalt glaube.

Die Mitte-Rechts Koalition in Israel hat doch wohl ein gewaltiges Problem mit dem Druck der mittlerweile seitens der Regierung Obama und der EU ausgeübt wird, endlich den Friedensprozeß im Nahen Osten zu beschleunigen, bestimmte Siedlungsgebiete aufzugeben und einen souveränen, unabhängigen Palästinenserstaat zu ermöglichen.

Da sind ja wohl für Hrn.Netanjahu und für Hrn.Lieberman einige Kröten zu schlucken!

Und Sie werden mir schon erlauben, meinen Kopf eigenständig zu nutzen um mir Gedanken zu machen. Denn, beantworten Sie mir bitte mal die Frage warum die israel. Regierung so einen "Zirkus" veranstaltet wegen eines Artikels in einem zweitklassigen Boulevardblatt das außerhalb Schwedens so gut wie gar nicht wahrgenommen wird, und in dem es um einen geschilderten Fall aus dem Jahr 1992 geht?

Den Inhalt des Artikels hat @alterschwede hier bereits beschrieben.

Haben Sie den Artikel gelesen?

Die ganze Aufregung kann sich nur um einen Vorwand handeln... oder werden von israel. Seite permanent sämtliche Medien auf diesem Planeten beobachtet und nach evtl. antisemitischen Artikeln "gefahndet"?

So eine Aufregung um einen letztendlich so unbedeutenden Artikel habe ich von isrelischer Seite bisher noch nie erlebt.

Oder könnte es daran liegen, dass Lieberman und Netanjahu halt ganz besondere "Sensibelchen" sind? Auch das glaube ich kaum...

Was sagen Sie denn dazu, dass sowohl die schwedische als auch die israelische Öffentlichkeit das Geplänkel kaum wahrnimmt bzw. sehr gelassen damit umgeht?
Comment
von castor89 castor89 ist gerade offline | 26.8.2009 2:03 Uhr
i liege falsch...bzw. verharmlosen
Lindblom:
So eine Aufregung um einen letztendlich so unbedeutenden Artikel habe ich von isrelischer Seite bisher noch nie erlebt.

Frage: Glauben Sie, dass diese Karikatur aus dem Nichts entstanden ist?

Wenn es sch um einen so unbedeutenden Artikel handelte wie Sie uns weismachen wollen, warum springen dann etliche arabische Blätter auf den Zug auf?

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