Berlin -
Die Online-Petition gegen die Indizierung und Sperrung von Internetseiten war erfolgreich. Jetzt muss sich der Bundestag damit befassen, ob die Gesetzesvorhaben der Regierung gegen die Vergewaltigung von Kindern und deren Zurschaustellung im Netz tatsächlich geeignet sind, diese Verbrechen zu bekämpfen. Das ist prima so – denn vielleicht fällt dann dem einen oder anderen doch noch auf, dass die Befürworter von Internetsperren mit perfiden Unterstellungen und unredlichen Behauptungen argumentieren.
Die Gegner der Online-Sperren, denen sich auch Organisationen gegen Kinderpornografie und Opfer von Sexualverbrechen angeschlossen haben, argumentieren so: Die Sperren unterbinden nicht die Verbreitung von Bildern und Filmen im Netz, sondern erschweren lediglich den Zugriff. Päderasten aber könnten über Umwege auch so noch an die inkriminierten Seiten kommen. Erfolgversprechender sei es, die Server abzuschalten, was durchaus möglich wäre, wenn die Strafverfolger effizienter arbeiteten. Die wirkungsarmen Online-Sperren wiederum könnten vom Staat dazu missbraucht werden, den einfachen Zugriff auch auf andere Seiten unkontrollierbar zu unterbinden, wie es bereits in anderen Ländern geschehen sei.
Niemand muss dieser Argumentation folgen. Aber diejenigen, die das Gesetz aus den genannten Gründen ablehnen, in die Nähe von Kinderschändern zu rücken, ist skandalös. Der Freiherr von und zu Guttenberg, Wirtschaftminister der Bundesregierung, hat dies öffentlich getan; und die Deutsche Kinderhilfe tut es in ihrem Aufruf zur Unterschriftensammlung für den Gesetzesvorstoß der Regierung. Dort nimmt sie Bezug auf die Online-Petition und schreibt im direkten Zusammenhang: „Es darf kein Grundrecht auf Verbreitung kinderpornographischer Seiten geben.“ Als wenn das die Petitenten gefordert hätten. Das ist pure Demagogie. Nicht verboten – aber verachtenswert.
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Das BKA entscheidet allein darüber welche Seiten gesperrt werden sollen, es gibt keine richterliche Überprüfung des Einzelfalls. Begründet wird das mit der polizeilichen Befugnis zur unmittelbaren Gefahrenabwehr, was hanebüchen ist, da die eine KiPo-Seite nichts ist was nicht noch eine Stunde Zeit zur richterlichen Überprüfung hätte.
Das heißt eines der Grundprinzipien des Rechtsstaates, dass nämlich die Wächter überwacht werden, soll mal wieder ausgehebelt werden - noch dazu bei einem Thema bei dem nur der Verdacht bereits einer Hinrichtung des öffentlichen Rufs gleichkommt.
Uns ist aber bekannt, dass seit 2004 fast einer Million Zeitarbeitnehmern ein Grundrecht der Menschenrechte vorenthalten wurde/wird :"Gleiches Geld für gleiche Arbeit".
Wie wäre es einmal mit einer Petition für ZEITARBEITNEHMER? Letztlich gibt es da auch eine massive Einschränkung der Bürgerrechte. Vielleicht für Studenten nicht intellektuell genug - zu konkret?! :-)
Wie bekämpft man Drogenkonsum. Durch Verbote. Hier könnte man auch argumentieren, dass es besser sei den Drogenanbau in anderen Ländern zu unterbinden. In der Realität ist dies unmöglich, aussichtslos. Natürlich ist es auch trotz Verkaufsverbot möglich an Drogen zu gelangen usw.. Und trotz des Verbots bestimmter Drogen ist die Auswahl an Teesorten immer noch reichhaltig.
Aber worum geht es einigen wirklich?!
Teilweise wird man das böse Gefühl nicht los, dass hier auch Anbieter Angst haben, die uns im Inland, sowohl im Internet als auch im Fernsehen, mit Pornographie oder fast Pornographie versorgen.
Es geht hier also einigen ganz sicher eher ums Geschäft - als um Ethik oder Freiheit. Die Befürworter der Petition und deren Initiatoren lassen sich da gut einspannen.
Danke, dass Sie mir die Augen geöffnet haben, jetzt fühle ich mich richtig schlecht, dass ich in Zeiten der Krise möglicherweise zu einer Sache beitrage die politisch und moralisch richtig ist und sogar noch wirtschaftlich sinnvoll.
Ihr Vergleich hinkt äußerst! Sie wollen tatsächlich den Konsum von Drogen mit dem Missbrauch von Kindern gleichsetzen?
Wäre es ihnen nicht lieber, es würden die Server abgeschaltet, die Täter dem Gesetz zugeführt und die Opfer geschützt bzw. betreut? Wenn dem nämlich so ist, dann greift eine Sperrung eindeutig zu kurz.
Schon drei Jahre nach dem Fall der Taliban wurde Afghanistan wieder weltweit führend im Anbau von Schlafmohn.
Aus Afghanistan stammen 90% des in Europa verkauften, aus Opium hergestellten Heroins.
Wer sind denn diese ominösen "Anbieter", "die uns im Inland, sowohl im Internet als auch im Fernsehen, mit Pornographie oder fast Pornographie versorgen"? Welche Sender gucken Sie denn da??
Richtiger wäre es so: An bestimmten Stellen in Berlin werden Drogen verkauft und teilweise auch konsumiert. Das ist verboten. Jetzt kommt rechtzeitig zum Wahlkampf der Innensenator und sperrt einfach den Zugang zu diesen Stellen im Stadtgebiet. Keiner kommt da jetzt mehr rein und der, der rein möchte, kommt gleich mit auf die Drogenkosumentenliste.
Das ist exakt das Vorgehen, das jetzt bei den Internetsperren gewählt wurde und es sollte klar ersichtlich sein, wie blödsinnig es ist.
Ich bitte Sie wie eine Erwachsene zu handeln und Ihre Meinung nach den Fakten und Ihren Prinzipien zu richten.
Auf jeden Fall kann ich Ihnen aber sagen: Wenn Sie gegen Kinderpornografie sind, sollten sie gegen die "Sperre" sein - denn jene ist diesbezüglich eine leere Wahlkampflüge.
Zum Einstieg vielleicht:
http://netzpolitik.org/2009/hintergrundtext-kinderpornographie-internet-sperren/
"Kampf gegen KinderPornographie" ist ein Slogan hinter dem JEDER stehen MUSS. Keine Disskussion nötig.
Nun behauptet man bei der CSU etwas gegen KiPo zu unternehmen, in der Tat werden diese Untaten nur verschleiert.
Wenn man ein Gesetz dessen Motive zwar Edel, deren Durchsetzung aber kontraproduktiv sind auf den Weg bringt.
Dann kann man getrost von Augenwischerei, oder gar Wahlkampflüge sprechen.
Wer dagegen protestiert, ist nicht notwendigerweise ein (mehr oder weniger heimlicher) Sympathisant von Kinderpornographen und deren Geschäften, sondern ein Bürger, der seine Freiheitsrechte verteidigt, nicht mehr und nicht weniger.
Das Sperren von Internetseiten verhindert keinen einzigen Fall von Kindesmissbrauch, wenn die Seiten im Netz stehen, ist das Verbrechen schon passiert und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden,so schlimm das ist.
Wer gewährt denn die Garantie, dass wirklich nur Seiten mit kinderpornographischen Inhalten gesperrt werden? Angesichts der Schäubleschen Überwachungs- und Kontrollmanie schwant mir da Böses.
Aber anscheinend ist die Politik da sehr beratungsresistent, man kann schon den Eindruck gewinnen, dass einige Politiker das Wort 'Internet' nicht einmal buchstabieren können.
PS: Schauen Sie doch mal in Ihr Postfach.
MfG
eban
Hier noch bei den Kollegen von Zeit-Online ein paar Fakten:
http://www.zeit.de/online/2009/20/kinderpornografie-fakten
Zur Internetkompetenz diverser Politiker, zwar schon etwas älter und etwas sehr plakativ, aber dennoch der Klassiker:
http://www.youtube.com/watch?v=C0Q41F6m1_E
Mal abgesehen von den Zensurängsten der Bürger dem Staat gegenüber sollte diese Gesetzesinitiative schon allein deshalb abgelehnt werden, weil sie nicht gegen die Ursachen vorgeht, sondern lediglich einen kleinen Vorhang vor das Problem hängt. Problemlösung sieht anders aus.
Die Petition - zu deren Unterstützern ich gehöre - weist in Ihrer Begründigung ausdrücklich darauf hin, dass die strafrechtliche Verfolgung nicht erfolgt, obwohl dies auch heute möglich wäre. Es sei also ganz deutlich gesagt: Wir Petenten haben uns vor niemandens Karren spannen lassen! Die Verlogenheit ist ausschließlich auf seiten der (CDU-)Politik.
Möglich wäre auch der Missbrauch eines Verbrechens, um die Überwachungsmaschinerie zu vervollkommnen.
Vielleicht sitzen aber auch noch mehr pädophile Typen im Bundestag, die eine wirkungsvolle Bekämpfung der Kinderpornographie verhindern wollen und den Internetaktionismus vorschieben.
Eine Umgehung der Judikative darf es für die Exekutive jedenfalls nicht geben.
Die Verbrecher, die Kinderpornos produzieren und ins Internet bringen, werden doch wohl zu fassen sein – man muss es natürlich wollen.
Klingelingeling, ..., Klingelingeling, ...
"Leyen ?". "Hallo Uschi, hier ist Wolfgang, haste mal 'n Moment Zeit ?" Rascheln - "Klar Wölfi, für Dich doch immer, wo brennt's denn ?"
"Mmmhh, jaaa, also, ähh, ich hätt' da mal 'ne Bitte. Du weißt doch auch, dass ich immer die Bürger vor sich selbst schützen muss, da wäre es doch super, wenn ich nach Lust und Laune Internet-Seiten sperren könnte, find'ste nich ?".
"Na, das merkt doch sogar das depperte Stimmvieh, dass das ungesetzlich ist, oder ?"
"Klar, Uschi, das ist ja das Problem ! Deshalb kommst Du als gute Fee zum Schutz der lieben Kleinen daher und schon haben wir das dringend benötigte Gutmenschen-Image."
"Genial, Wölfi, aber nutzt denn das etwas gegen KiPo ?" - "Natürlich nich, Uschi, deswegen darf ich es ja auch nicht vorschlagen, die würden mir doch sofort totale Inkompetenz um die Ohren hauen ! Aber Du als Frau, Du weißt schon, Frauen und Technik, ..., und außerdem bist Du proaktiv auf der Seite der Guten ! Und die Handelsbeziehungen zu den Chinesen verbessern sich auch noch, wenn wir uns sicherheitstechnisch annähern".
"Ja, aber wenn jetzt so ein dummy daherkommt und sagt, hier werden Freiheitsrechte eingeschränkt ?"
"Na ganz einfach, Uschi, dann unterstützt der doch sicher die Pädophilen, oder ?"
"Super Wölfi, klar, so machen wir's ! Und übrigens, mein blöder billiger Öko-Dienstwagen ist schon über ein Jahr alt, kannst'n da nicht mal was drehn ?"
"Selbstverständlich, Uschi, na guck doch einfach mal aus dem Fenster !"
Variante 1 ist trivial und für Variante 3 wurde ja schon einer erwischt.
Nr 2: http://blog.odem.org/2009/05/quellenanalyse.html
Gute Analyse von Lutz Donnerhacke zu Zahlen und "Fakten" zur Kinderpornographie-Diskussion.
Und da beschweren Sie sich über die Demagogie der anderen ?
Ich halte die Maßnahmen zur Bekämpfung der Verbreitung der Kinderpornographie durchaus für sinnvoll und angemessen. Wenn es bereits gelingt, Neu-Interessenten für einschlägiges Material von einem Einstig in die Szene abzuhalten, dann ist die Maßnahme ein Erfolg.
Na ja vielleicht sollten Sie dies mal nachholen dann werden Sie wohl kaum noch für eine Netzsperre sein.
Zum Thema "Einstiegsdroge" gibt zudem ein sehr deutliches fachliches Statement von Prof. Dr. Henning Ernst Müller (
http://blog.beck.de/2009/04/22/gesetzentwurf-zu-internetsperren-im-kabinett-beschlossen#comment-17071). Seine BEwertung: "eine Art kriminologische Phantasie" der Ministerin, da nirgendwo und nirgendwie belegbar.
Und wie sollte man jemand, der Interesse an Kinderpornographie zeigt, mit Hilfe von Internetsperren "von einem Einstig in die Szene abzuhalten"?
Bei Kindern sieht das anders aus da diese sich nicht wehren können und bleibende Schäden davontragen.
Es wäre wichtig herauszufinden woher Homosexualität und pädophilie im Hirn erzeugt werden. Dann bestünde vielleicht eine Chance auf Heilung.
Teilweise wird man das böse Gefühl nicht los, dass hier auch Anbieter Angst haben, die uns im Inland, sowohl im Internet als auch im Fernsehen, mit Pornographie oder fast Pornographie versorgen.
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Diese Anbieter sind wohl eher auf der Seite der Zensurbefürworter zu finden. Schliesslich gibts im Internet sogar kostenlose Pornographie- das macht das Geschäft der Videotheken und Filmverleiher ziemlich kaputt. Warum sonst wohl sitzt der Videotheken-Verband IVD mit im Boot bei den Kinderschützern?
Hmmm- ca. 30% Umsatz der Videotheken mit Schmuddelfilmchen, stark zurückgehend- das schreit nach Filtern und Zensur. Da kann man sich mal für Kinderschutz stark machen.
Die werden also den Teufel tun und die Petition unterstützen.
http://www.bundespruefstelle.de/bmfsfj/generator/bpjm/Jugendmedienschutz/statistik.html
Der Zugang zu Pornographie hat bei Videotheken eine ganz andere Dimension :
Hier haben nur Erwachsene Zutritt zur entsprechenden "Abteilung" und eben keine Kinder und Jugendlichen.
Der Zugang zu Pornographie hat bei Videotheken eine ganz andere Dimension :
Hier haben nur Erwachsene Zutritt zur entsprechenden "Abteilung" und eben keine Kinder und Jugendlichen.
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Der Aspekt dürfte der IVD wohl vollkommen egal sein. Es geht allein um die Kohle, die nicht kassiert wird, wenn keiner in die Videothek geht, weil es die "Ware" auch kostenlos gibt. Also muss das gesperrt werden, egal-illegal--sche**egal. Und wie genau wird dort (Viedeotheken, Filmverleih online) der Jugendschutz genommen- analog zum Alkoholverkaufsverbot? Wenn ja, dann prost Mahlzeit.
Wer ist der Deutsche "Lin Zexu"?
1. Opiumkrieg
Im Sommer 1839 stach Admiral George Elliot mit 16 Kriegsschiffen, 540 Kanonen und 4.000 Mann Besatzung in See.
Quelle :
http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Opiumkrieg