[Kommentare: 36]

Auf den Punkt

Reine Demagogen

Lorenz Maroldt über die Sperrung von Internetseiten
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Lorenz Maroldt, Chefredakteur - Foto: Kai-Uwe Heinrich
Berlin -  Die Online-Petition gegen die Indizierung und Sperrung von Internetseiten war erfolgreich. Jetzt muss sich der Bundestag damit befassen, ob die Gesetzesvorhaben der Regierung gegen die Vergewaltigung von Kindern und deren Zurschaustellung im Netz tatsächlich geeignet sind, diese Verbrechen zu bekämpfen. Das ist prima so – denn vielleicht fällt dann dem einen oder anderen doch noch auf, dass die Befürworter von Internetsperren mit perfiden Unterstellungen und unredlichen Behauptungen argumentieren.

Die Gegner der Online-Sperren, denen sich auch Organisationen gegen Kinderpornografie und Opfer von Sexualverbrechen angeschlossen haben, argumentieren so: Die Sperren unterbinden nicht die Verbreitung von Bildern und Filmen im Netz, sondern erschweren lediglich den Zugriff. Päderasten aber könnten über Umwege auch so noch an die inkriminierten Seiten kommen. Erfolgversprechender sei es, die Server abzuschalten, was durchaus möglich wäre, wenn die Strafverfolger effizienter arbeiteten. Die wirkungsarmen Online-Sperren wiederum könnten vom Staat dazu missbraucht werden, den einfachen Zugriff auch auf andere Seiten unkontrollierbar zu unterbinden, wie es bereits in anderen Ländern geschehen sei.

Niemand muss dieser Argumentation folgen. Aber diejenigen, die das Gesetz aus den genannten Gründen ablehnen, in die Nähe von Kinderschändern zu rücken, ist skandalös. Der Freiherr von und zu Guttenberg, Wirtschaftminister der Bundesregierung, hat dies öffentlich getan; und die Deutsche Kinderhilfe tut es in ihrem Aufruf zur Unterschriftensammlung für den Gesetzesvorstoß der Regierung. Dort nimmt sie Bezug auf die Online-Petition und schreibt im direkten Zusammenhang: „Es darf kein Grundrecht auf Verbreitung kinderpornographischer Seiten geben.“ Als wenn das die Petitenten gefordert hätten. Das ist pure Demagogie. Nicht verboten – aber verachtenswert.
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Kommentare [ 36 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade online | 14.5.2009 14:30 Uhr
diesem
hervorragenden Kommentar kann man nur noch eines hinzufügen, dass diejenigen, die meinen sich ein reines Gewissen damit verschaffen zu können, doch wieder denken müssen. Die Armen....
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von viminal viminal ist gerade offline | 14.5.2009 14:37 Uhr
Ein leider wenig beachteter Punkt,
der aber ebenfalls einen Bürger zur Ablehnung der "Sperre" bringen sollte ist das übergehen der Judikative.
Das BKA entscheidet allein darüber welche Seiten gesperrt werden sollen, es gibt keine richterliche Überprüfung des Einzelfalls. Begründet wird das mit der polizeilichen Befugnis zur unmittelbaren Gefahrenabwehr, was hanebüchen ist, da die eine KiPo-Seite nichts ist was nicht noch eine Stunde Zeit zur richterlichen Überprüfung hätte.

Das heißt eines der Grundprinzipien des Rechtsstaates, dass nämlich die Wächter überwacht werden, soll mal wieder ausgehebelt werden - noch dazu bei einem Thema bei dem nur der Verdacht bereits einer Hinrichtung des öffentlichen Rufs gleichkommt.
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von epunion.de epunion.de ist gerade offline | 15.5.2009 10:25 Uhr
@vinimal
Sie sollten sich einmal bei Gelegenheit auch mit den Rechten des Gesundheitsamtes befassen. Sie werden es nicht glauben, aber bisher ist uns kein Fall bekannt bei dem ein Journalist wegen Hustens an seiner Arbeit gehindert wurde.

Uns ist aber bekannt, dass seit 2004 fast einer Million Zeitarbeitnehmern ein Grundrecht der Menschenrechte vorenthalten wurde/wird :"Gleiches Geld für gleiche Arbeit".

Wie wäre es einmal mit einer Petition für ZEITARBEITNEHMER? Letztlich gibt es da auch eine massive Einschränkung der Bürgerrechte. Vielleicht für Studenten nicht intellektuell genug - zu konkret?! :-)
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von epunion.de epunion.de ist gerade offline | 14.5.2009 14:42 Uhr
Naivität
Gut, die Sperren sind ein vielleicht Risiko für die "Informationsfreihei". Wer mag schon Zensur. Aber :
Wie bekämpft man Drogenkonsum. Durch Verbote. Hier könnte man auch argumentieren, dass es besser sei den Drogenanbau in anderen Ländern zu unterbinden. In der Realität ist dies unmöglich, aussichtslos. Natürlich ist es auch trotz Verkaufsverbot möglich an Drogen zu gelangen usw.. Und trotz des Verbots bestimmter Drogen ist die Auswahl an Teesorten immer noch reichhaltig.

Aber worum geht es einigen wirklich?!

Teilweise wird man das böse Gefühl nicht los, dass hier auch Anbieter Angst haben, die uns im Inland, sowohl im Internet als auch im Fernsehen, mit Pornographie oder fast Pornographie versorgen.

Es geht hier also einigen ganz sicher eher ums Geschäft - als um Ethik oder Freiheit. Die Befürworter der Petition und deren Initiatoren lassen sich da gut einspannen.
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von viminal viminal ist gerade offline | 14.5.2009 16:17 Uhr
@epunion.de - OH NEIN, ein Geschäft würde gerettet.
Das wäre wirklich absolut verwerflich und skandalös, wenn neben Ethik und Freiheit noch ein paar Geschäfte und Arbeitsplätze gerettet würden.
Danke, dass Sie mir die Augen geöffnet haben, jetzt fühle ich mich richtig schlecht, dass ich in Zeiten der Krise möglicherweise zu einer Sache beitrage die politisch und moralisch richtig ist und sogar noch wirtschaftlich sinnvoll.
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von mr-fancypants mr-fancypants ist gerade offline | 14.5.2009 17:12 Uhr
sehr Naiv
@epunion.de: Ihre Argumentation ist schon sehr dürftig und naiv. Wie sie hoffentlich wissen, ist Kinderpornographie bereits verboten. Wie man dem Drogenkonsum noch begegnen könnte? Zum Beispiel mit Prävention und Aufklärung (ich fordere hier keine Freigabe von Drogen!).
Ihr Vergleich hinkt äußerst! Sie wollen tatsächlich den Konsum von Drogen mit dem Missbrauch von Kindern gleichsetzen?

Wäre es ihnen nicht lieber, es würden die Server abgeschaltet, die Täter dem Gesetz zugeführt und die Opfer geschützt bzw. betreut? Wenn dem nämlich so ist, dann greift eine Sperrung eindeutig zu kurz.
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von vielflieger vielflieger ist gerade offline | 15.5.2009 0:29 Uhr
@ epunion.de
Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal einem Beitrag von Ihnen voll und ganz zustimmen würde.
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von detlef detlef ist gerade offline | 15.5.2009 8:22 Uhr
@epunion.de
Wie bekämpft man Drogenkonsum. Durch Verbote. Hier könnte man auch argumentieren, dass es besser sei den Drogenanbau in anderen Ländern zu unterbinden. In der Realität ist dies unmöglich, aussichtslos.

Schon drei Jahre nach dem Fall der Taliban wurde Afghanistan wieder weltweit führend im Anbau von Schlafmohn.

Aus Afghanistan stammen 90% des in Europa verkauften, aus Opium hergestellten Heroins.
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von dodomeister dodomeister ist gerade offline | 15.5.2009 10:23 Uhr
Drogenpornographie
Als Befürworter und Zeichner der Petition wüsste ich schon ganz gerne von Ihnen, für welches "Geschäft" ich mich denn Ihrer Meinung nach da habe einspannen lassen. Und von wem.

Wer sind denn diese ominösen "Anbieter", "die uns im Inland, sowohl im Internet als auch im Fernsehen, mit Pornographie oder fast Pornographie versorgen"? Welche Sender gucken Sie denn da??
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von frobo frobo ist gerade offline | 15.5.2009 20:49 Uhr
Der Vergleich hinkt leider
... und zwar gewaltig.

Richtiger wäre es so: An bestimmten Stellen in Berlin werden Drogen verkauft und teilweise auch konsumiert. Das ist verboten. Jetzt kommt rechtzeitig zum Wahlkampf der Innensenator und sperrt einfach den Zugang zu diesen Stellen im Stadtgebiet. Keiner kommt da jetzt mehr rein und der, der rein möchte, kommt gleich mit auf die Drogenkosumentenliste.

Das ist exakt das Vorgehen, das jetzt bei den Internetsperren gewählt wurde und es sollte klar ersichtlich sein, wie blödsinnig es ist.
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von auguste auguste ist gerade offline | 14.5.2009 15:52 Uhr
Was bedeutet was?
Gibt es die Möglichkeit zu erfahren, wieviele Männer, wieviele Frauen, in welchen Altersklassen, die Petition unterzeichnet haben? Die Infos der Tagespresse reichen nicht, um sich ein eigenes Urteil zu bilden und zu wissen, zu entscheiden, ob ich dafür oder dagegen bin. (Wobei außer Frage steht, dass ich gegen jede Art der Pornografie bin, ganz besonders gegen Kinderpornos) Es ist sehr schwer zu erkennen,was genau die Aussagen und die Konsequenzen sind.
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von viminal viminal ist gerade offline | 14.5.2009 16:13 Uhr
Ich hoffe ich verstehe Sie falsch, auguste,
denn so wie ich Ihren Kommentar verstehe, würden Sie Ihre Meinung danach richten würden wie die Herde zusammengesetzt ist.

Ich bitte Sie wie eine Erwachsene zu handeln und Ihre Meinung nach den Fakten und Ihren Prinzipien zu richten.

Auf jeden Fall kann ich Ihnen aber sagen: Wenn Sie gegen Kinderpornografie sind, sollten sie gegen die "Sperre" sein - denn jene ist diesbezüglich eine leere Wahlkampflüge.
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von auguste auguste ist gerade offline | 14.5.2009 16:37 Uhr
Wo sind die Zusammenhänge? Ich kapier es einfach nicht
Man kann natürlich alles falsch verstehen, wenn man will... Aber warum diese Sperre eine "leere Wahlkampflüge" ist, habe ich wirklich nicht verstanden.
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von viminal viminal ist gerade offline | 14.5.2009 17:00 Uhr
Weil es nicht hält was es verspricht.
Wie gesagt, informieren Sie sich über die Fakten zu der Maßnahme und hören Sie bitte nicht einfach nur auf die Werbung der Erfinderin.
Zum Einstieg vielleicht:
http://netzpolitik.org/2009/hintergrundtext-kinderpornographie-internet-sperren/
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von Ren Ren ist gerade offline | 14.5.2009 17:34 Uhr
Es verhölt sich so Auguste,....
die Netzsperren sind eine leere Wahlkampflüge, weil die gesperrten Seiten nicht weg sind sondern weiterhin recht einfach zu erreichen, wenn man denn will.

"Kampf gegen KinderPornographie" ist ein Slogan hinter dem JEDER stehen MUSS. Keine Disskussion nötig.
Nun behauptet man bei der CSU etwas gegen KiPo zu unternehmen, in der Tat werden diese Untaten nur verschleiert.

Wenn man ein Gesetz dessen Motive zwar Edel, deren Durchsetzung aber kontraproduktiv sind auf den Weg bringt.
Dann kann man getrost von Augenwischerei, oder gar Wahlkampflüge sprechen.
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von auguste auguste ist gerade offline | 14.5.2009 18:04 Uhr
viminal und Ren
Ok, Danke für die Infos!!
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von eban eban ist gerade offline | 14.5.2009 16:15 Uhr
Nein,@epunion
weder die Initiatoren der Petition noch deren Befürworter lassen sich in irgendein Geschäft einspannen. Es geht schlicht darum, dass die Informationsfreiheit auf eine dubiose Weise eingeschränkt werden soll. Das BKA erstellt Listen, nach denen Internetseiten gesperrt werden sollen. Die Entscheidung, welche Internetseiten betroffen sind, ist nicht nachvollziehbar und keinesfalls demokratisch legitimiert, das heißt, es findet eine Zensur statt, die weder juristisch noch grundgesetzlich legitimiert ist.
Wer dagegen protestiert, ist nicht notwendigerweise ein (mehr oder weniger heimlicher) Sympathisant von Kinderpornographen und deren Geschäften, sondern ein Bürger, der seine Freiheitsrechte verteidigt, nicht mehr und nicht weniger.
Das Sperren von Internetseiten verhindert keinen einzigen Fall von Kindesmissbrauch, wenn die Seiten im Netz stehen, ist das Verbrechen schon passiert und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden,so schlimm das ist.
Wer gewährt denn die Garantie, dass wirklich nur Seiten mit kinderpornographischen Inhalten gesperrt werden? Angesichts der Schäubleschen Überwachungs- und Kontrollmanie schwant mir da Böses.
Aber anscheinend ist die Politik da sehr beratungsresistent, man kann schon den Eindruck gewinnen, dass einige Politiker das Wort 'Internet' nicht einmal buchstabieren können.
PS: Schauen Sie doch mal in Ihr Postfach.
MfG
eban
Comment
von peter79 peter79 ist gerade offline | 14.5.2009 16:30 Uhr
guter Kommentar
Danke für die Deutlichkeit!

Hier noch bei den Kollegen von Zeit-Online ein paar Fakten:
http://www.zeit.de/online/2009/20/kinderpornografie-fakten

Zur Internetkompetenz diverser Politiker, zwar schon etwas älter und etwas sehr plakativ, aber dennoch der Klassiker:

http://www.youtube.com/watch?v=C0Q41F6m1_E

Mal abgesehen von den Zensurängsten der Bürger dem Staat gegenüber sollte diese Gesetzesinitiative schon allein deshalb abgelehnt werden, weil sie nicht gegen die Ursachen vorgeht, sondern lediglich einen kleinen Vorhang vor das Problem hängt. Problemlösung sieht anders aus.
Comment
von pnitsche pnitsche ist gerade offline | 14.5.2009 16:34 Uhr
Gut gebrüllt, Herr Maroldt!
Danke für diesen trefflichen Kommentar!
Comment
von oldfashioned oldfashioned ist gerade offline | 14.5.2009 16:38 Uhr
schiefes Bild
Genau so wie der An- und Verkauf (illegaler) Drogen ist es verboten, Kinderpornographie herzustellen, zu verbreiten oder zu "konsumieren".
Die Petition - zu deren Unterstützern ich gehöre - weist in Ihrer Begründigung ausdrücklich darauf hin, dass die strafrechtliche Verfolgung nicht erfolgt, obwohl dies auch heute möglich wäre. Es sei also ganz deutlich gesagt: Wir Petenten haben uns vor niemandens Karren spannen lassen! Die Verlogenheit ist ausschließlich auf seiten der (CDU-)Politik.
Comment
von henrykonfu henrykonfu ist gerade offline | 14.5.2009 20:24 Uhr
Volle Zustimmung zum Punkt-Kommentar!
Die Frage ist, ob es sich hier um die übliche Dummheit der Politiker handelt, Probleme bzw. Verbrechen nicht an der Wurzel anzupacken, sondern nur an deren Folgen zu flickschustern.
Möglich wäre auch der Missbrauch eines Verbrechens, um die Überwachungsmaschinerie zu vervollkommnen.
Vielleicht sitzen aber auch noch mehr pädophile Typen im Bundestag, die eine wirkungsvolle Bekämpfung der Kinderpornographie verhindern wollen und den Internetaktionismus vorschieben.
Eine Umgehung der Judikative darf es für die Exekutive jedenfalls nicht geben.
Die Verbrecher, die Kinderpornos produzieren und ins Internet bringen, werden doch wohl zu fassen sein – man muss es natürlich wollen.
Comment
von lupo lupo ist gerade offline | 14.5.2009 21:27 Uhr
Abhörprotokoll von Ex-IM Wanz Enheinrich,
privater Abhörspezialist, vom März 2009 :

Klingelingeling, ..., Klingelingeling, ...
"Leyen ?". "Hallo Uschi, hier ist Wolfgang, haste mal 'n Moment Zeit ?" Rascheln - "Klar Wölfi, für Dich doch immer, wo brennt's denn ?"

"Mmmhh, jaaa, also, ähh, ich hätt' da mal 'ne Bitte. Du weißt doch auch, dass ich immer die Bürger vor sich selbst schützen muss, da wäre es doch super, wenn ich nach Lust und Laune Internet-Seiten sperren könnte, find'ste nich ?".

"Na, das merkt doch sogar das depperte Stimmvieh, dass das ungesetzlich ist, oder ?"

"Klar, Uschi, das ist ja das Problem ! Deshalb kommst Du als gute Fee zum Schutz der lieben Kleinen daher und schon haben wir das dringend benötigte Gutmenschen-Image."

"Genial, Wölfi, aber nutzt denn das etwas gegen KiPo ?" - "Natürlich nich, Uschi, deswegen darf ich es ja auch nicht vorschlagen, die würden mir doch sofort totale Inkompetenz um die Ohren hauen ! Aber Du als Frau, Du weißt schon, Frauen und Technik, ..., und außerdem bist Du proaktiv auf der Seite der Guten ! Und die Handelsbeziehungen zu den Chinesen verbessern sich auch noch, wenn wir uns sicherheitstechnisch annähern".

"Ja, aber wenn jetzt so ein dummy daherkommt und sagt, hier werden Freiheitsrechte eingeschränkt ?"

"Na ganz einfach, Uschi, dann unterstützt der doch sicher die Pädophilen, oder ?"

"Super Wölfi, klar, so machen wir's ! Und übrigens, mein blöder billiger Öko-Dienstwagen ist schon über ein Jahr alt, kannst'n da nicht mal was drehn ?"

"Selbstverständlich, Uschi, na guck doch einfach mal aus dem Fenster !"
Comment
von henrykonfu henrykonfu ist gerade offline | 14.5.2009 22:02 Uhr
@lupo, genial
Na sag ich doch – Variante 2 ist schon mal bewiesen.
Variante 1 ist trivial und für Variante 3 wurde ja schon einer erwischt.
Comment
von detlef detlef ist gerade offline | 15.5.2009 8:04 Uhr
Hallo @lupo
Guter Beitrag - D A N K E
Comment
von dentix07 dentix07 ist gerade offline | 15.5.2009 0:12 Uhr
2 interessante Links
Nr 1: http://www.welt.de/politik/article1874875/Geschaefte_unter_dem_Mantel_der_guten_Taten.html? (Hier geht es um die seltsamen Geschäftspraktiken der "Deutschen Kinderhilfe". Übrigens Ulla und vdL sind da auch an Bord.)
Nr 2: http://blog.odem.org/2009/05/quellenanalyse.html
Gute Analyse von Lutz Donnerhacke zu Zahlen und "Fakten" zur Kinderpornographie-Diskussion.
Comment
von vielflieger vielflieger ist gerade offline | 15.5.2009 0:27 Uhr
Herr Maroldt, ein Demagoge sind auch Sie
Herr Maroldt, Sie oder einer Ihrer Kollegen haben hier noch vor Tagen rumgetönt, dass die Politik durch die Internet-Sperre "eine ganze Generation verliere", aber die Proteste der Internet-Nutzer "interessiere die Politik einen Dreck".

Und da beschweren Sie sich über die Demagogie der anderen ?

Ich halte die Maßnahmen zur Bekämpfung der Verbreitung der Kinderpornographie durchaus für sinnvoll und angemessen. Wenn es bereits gelingt, Neu-Interessenten für einschlägiges Material von einem Einstig in die Szene abzuhalten, dann ist die Maßnahme ein Erfolg.
Comment
von robert56 robert56 ist gerade offline | 15.5.2009 9:37 Uhr
Das sieht man mal,
wie gut Sie sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Überhaupt nicht.

Na ja vielleicht sollten Sie dies mal nachholen dann werden Sie wohl kaum noch für eine Netzsperre sein.
Comment
von dodomeister dodomeister ist gerade offline | 15.5.2009 10:09 Uhr
Anfixen?
Die ZEIT hat die unsaubere Argumentation der Ministerin ja schon demontiert (http://www.zeit.de/online/2009/20/kinderpornografie-fakten?page=all)

Zum Thema "Einstiegsdroge" gibt zudem ein sehr deutliches fachliches Statement von Prof. Dr. Henning Ernst Müller (
http://blog.beck.de/2009/04/22/gesetzentwurf-zu-internetsperren-im-kabinett-beschlossen#comment-17071). Seine BEwertung: "eine Art kriminologische Phantasie" der Ministerin, da nirgendwo und nirgendwie belegbar.
Comment
von frobo frobo ist gerade offline | 15.5.2009 20:52 Uhr
Neu-Interessenten
Was sind denn bitte "Neu-Interessenten"?

Und wie sollte man jemand, der Interesse an Kinderpornographie zeigt, mit Hilfe von Internetsperren "von einem Einstig in die Szene abzuhalten"?
Comment
von nyarlat nyarlat ist gerade offline | 20.5.2009 13:29 Uhr
Man wird genausowenig schwul wie man pädophil wird!
Während der Pubertät entwickelt sich die Empfindung im Hirn ob man Frauen oder Männer sexuell attraktiv findet. Bei Homosexuellen und Pädophilen hat dieser Prozeß wohl nicht richtig funktioniert. Man IST also so von Natur aus. Es ist also eher eine Art Krankheit. Das ist bei Homosexualität egal solange man nur Erwachsene mit deren Einverständnis befummelt etc.
Bei Kindern sieht das anders aus da diese sich nicht wehren können und bleibende Schäden davontragen.
Es wäre wichtig herauszufinden woher Homosexualität und pädophilie im Hirn erzeugt werden. Dann bestünde vielleicht eine Chance auf Heilung.
Comment
von jensscholz jensscholz ist gerade offline | 15.5.2009 11:57 Uhr
@epunion.de
na dann machen Sie das doch gleich mal, anstatt Leuten, die für ihr Anliegen aktiv sind, vorzuhalten, nicht Ihre Interessen zu verfolgen sondern ihre eigenen...
Comment
von epunion.de epunion.de ist gerade offline | 15.5.2009 12:08 Uhr
@jensscholz
Alles bereits in Arbeit.
Comment
von gegenzensur gegenzensur ist gerade offline | 15.5.2009 16:54 Uhr
Anbieterangst?
@epunion schrieb
Teilweise wird man das böse Gefühl nicht los, dass hier auch Anbieter Angst haben, die uns im Inland, sowohl im Internet als auch im Fernsehen, mit Pornographie oder fast Pornographie versorgen.
-----
Diese Anbieter sind wohl eher auf der Seite der Zensurbefürworter zu finden. Schliesslich gibts im Internet sogar kostenlose Pornographie- das macht das Geschäft der Videotheken und Filmverleiher ziemlich kaputt. Warum sonst wohl sitzt der Videotheken-Verband IVD mit im Boot bei den Kinderschützern?
Hmmm- ca. 30% Umsatz der Videotheken mit Schmuddelfilmchen, stark zurückgehend- das schreit nach Filtern und Zensur. Da kann man sich mal für Kinderschutz stark machen.
Die werden also den Teufel tun und die Petition unterstützen.
Comment
von epunion.de epunion.de ist gerade offline | 16.5.2009 0:13 Uhr
@gegenzensur
Filme unterliegen schon lange einer gewissen Zensur. Siehe Bundesprüfstelle.

http://www.bundespruefstelle.de/bmfsfj/generator/bpjm/Jugendmedienschutz/statistik.html

Der Zugang zu Pornographie hat bei Videotheken eine ganz andere Dimension :

Hier haben nur Erwachsene Zutritt zur entsprechenden "Abteilung" und eben keine Kinder und Jugendlichen.
Comment
von gegenzensur gegenzensur ist gerade offline | 16.5.2009 16:43 Uhr
Anbieterangst
@epunion schrieb:--
Der Zugang zu Pornographie hat bei Videotheken eine ganz andere Dimension :
Hier haben nur Erwachsene Zutritt zur entsprechenden "Abteilung" und eben keine Kinder und Jugendlichen.
--
Der Aspekt dürfte der IVD wohl vollkommen egal sein. Es geht allein um die Kohle, die nicht kassiert wird, wenn keiner in die Videothek geht, weil es die "Ware" auch kostenlos gibt. Also muss das gesperrt werden, egal-illegal--sche**egal. Und wie genau wird dort (Viedeotheken, Filmverleih online) der Jugendschutz genommen- analog zum Alkoholverkaufsverbot? Wenn ja, dann prost Mahlzeit.
Comment
von epunion.de epunion.de ist gerade offline | 16.5.2009 0:30 Uhr
Denkanstöße
Die "Guten" und die "Bösen" oder Geschäft ist Geschäft.

Wer ist der Deutsche "Lin Zexu"?

1. Opiumkrieg
Zitat:


...1838 entsandte der Kaiser daher schließlich den Spitzenbeamten Lin Zexu als Sonderkommissar nach Kanton. Gegen die chinesischen Konsumenten und Zwischenhändler hatte seine auf einer Mischung aus Aufklärung und Repressalien aufbauende Kampagne noch relativ viel Erfolg: Bis Mitte Juli 1839 waren über 1.600 Chinesen verhaftet sowie 73.000 kg Opium und 70.000 Opiumpfeifen beschlagnahmt. Aufgrund ihrer wirtschaftlichen Interessen zeigten sich die ausländischen Händler wenig kooperativ und forcierten die illegale Opiumeinfuhr nach China massiv weiter. Die Situation eskalierte, als Lin am 24. März 1839 aufgrund eines kaiserlichen Edikts vom 18. März, das Ausländern den Opiumhandel in China verbot, 350 in den Opiumhandel verwickelte Ausländer in ihren Faktoreien internieren ließ. Nur so gelang es ihm, die Herausgabe von über 22.000 Kisten (= 1,4 Mio. kg) Opium vom englischen Superintendenten für den Handel Charles Elliot zu erreichen, um die chinesische Bevölkerung vor weiterer Drogenabhängigkeit zu beschützen. Das Opium ließ er vom 3. bis zum 23. Juni 1839 in der Nähe von Humen ins Meer spülen...Trotz energischer Intervention der überwiegend britischen Opiumhändler und der Ostindienkompanie sah das britische Unterhaus von einer förmlichen Kriegserklärung an China ab. Es bewilligte lediglich die Entsendung eines Flottenverbands, der vom Kaiser „Genugtuung und Wiedergutmachung“ fordern und gegebenenfalls chinesisches Eigentum als Pfand nehmen sollte.
Im Sommer 1839 stach Admiral George Elliot mit 16 Kriegsschiffen, 540 Kanonen und 4.000 Mann Besatzung in See.



Quelle :
http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Opiumkrieg

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