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Auf den Punkt

Gute und böse Antisemiten

Malte Lehming über den Papst, Bischof Williamson und die Hamas
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Malte Lehming, Leitender Redakteur (Meinung) - Foto: Kai-Uwe Heinrich
Berlin -  Muslime sind etwas rückständig, sie haben viel unter westlichem Kolonialismus gelitten, ihr Groll auf den Staat Israel ist verständlich, man darf nicht jedes ihrer Worte auf die Goldwaage legen: Ein solch impliziter Rassismus durchzieht die zu Recht lebhafte Debatte über die Rehabilitierung des Holocaustleugners, Bischof Richard Williamson. Denn eine Frage drängt sich auf: Warum wird beim Papst und der katholischen Kirche die historisch-moralische Messlatte sehr hoch gelegt, im Fall Tausender Imame und islamischer Gelehrter aber bewusst ganz niedrig? Warum darf ein katholischer Geistlicher auf keinen Fall die in Auschwitz Ermordeten verhöhnen, während in vielen Freitagspredigten in der muslimisch-arabischen Welt die "Lüge vom Judenmord" und das "Märchen von den Gaskammern" gängige Metaphern sind?

Die Antwort ist leicht: Muslime werden im Westen tatsächlich nicht ganz ernst genommen. Ihr Antisemitismus gilt als eine Art Folklore, der wegen der besonderen kulturellen Rückständigkeit mildernde Umstände verdient hat - ein ideologischer Import aus Europa, der den Lehren Mohammeds nur übergestülpt wurde, ein Kunstprodukt, nichts Organisches. Darum dürfen bei Anti-Israel-Demos wegen des Gazakrieges selbst in Deutschland die übelsten Slogans skandiert werden. Würden Ethnodeutsche dieselben Hassparolen brüllen, wäre längst der Staatsanwalt tätig. Wer aber derart mit zweierlei Maß misst, ist entweder Ignorant oder Rassist.

Der Antisemitismus in der arabisch-muslimischen Welt ist weidlich erforscht. Ein Standardwerk ist das Buch "Halbmond und Hakenkreuz" (von Michael Mallmann und Martin Cüppers), man kennt die unrühmlichen Geschichten des Mufti von Jerusalem, Hadj Amin el-Husseini, der 1941 von Hitler empfangen wurde und von Berlin aus die muslimischen SS-Divisionen betreut hatte, und es klingen einem diverse Reden von Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Ohr (Etwa am 11. Feburar 2006: "Die westlichen Regierungen lügen, wenn sie behaupten, sie seien frei. Seit 60 Jahren hat es das zionistische Regime geschafft, alle westlichen Regierungen mit dem Mythos vom Holocaust zu erpressen. Sie sind Geiseln in den Händen der Zionisten.")

Wie Ahmadinedschad reden längst immer mehr, bei der Hisbollah, der Hamas, den Muslimbrüdern. Ein anderer Freund der Nazis, Gamal Abdel Nasser, fing als einer der ersten arabischen Staatschefs an, die "Protokolle der Weisen von Zion" nachzudrucken und zu verbreiten. Fast zur selben Zeit veröffentlichte die jordanische "Jerusalem Times" einen Offenen Brief an Adolf Eichmann, dem gerade in Israel der Prozess gemacht wurde. Darin hieß es, Eichmann habe "der Menschheit einen wirklichen Segen" erwiesen, und weiter: "Dieser Prozess wird eines Tages mit der Liquidierung der verbliebenen sechs Millionen (…) seinen Abschluss finden."

Das alles ist belegt, bekannt und dokumentiert. Doch welcher Vertreter des Nahost-Quartetts nimmt heute noch Anstoß an der Doktorarbeit von Mahmud Abbas, dem Mitbegründer der Fatah und heutigem Palästinenserpräsidenten, die er 1982 in Moskau ablegte? Ihr Titel: "Die geheimen Verbindungen der Nazis und der Führer der zionistischen Bewegung". Bis in die Gegenwart gehört zu den wichtigsten Topoi des islamistischen Antisemitismus die Behauptung, der Holocaust diene Israel bloß als Vorwand, deshalb sei bereits die Beschäftigung damit ein Verrat an den Palästinensern. Welchem deutschen Touristen wurde nicht schon einmal in Kairo, Amman oder Damaskus wegen der Judenvernichtung durch die Nazis anerkennend auf die Schulter geklopft?

Bischof Richard Williamson sollte für seine Ansichten nicht mit einem hohen Amt in der katholischen Kirche geadelt werden. Man sollte ihn unter Quarantäne stellen - wie die Hamas, die in ihrer Charta die Juden zu Drahtziehern des Zweiten Weltkriegs erklärt. Wenn mit Williamson ein Dialog nicht möglich ist, dann gilt das erst recht für die Hamas. Wer nur Williamson beklagt, aber die Hamas "irgendwie einbinden" will, lügt sich selbst in die Tasche und die Öffentlichkeit an.
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von paule paule ist gerade offline | 3.2.2009 14:19 Uhr
was ein Kommentar
die arabisch/islamische Welt hat ungleich der christlichen mit ihrem wilden Missionierungsdrang einen grossen Respekt vor den "Buch-Religionen". Das der Kommentar den Kampf der Hamas gegen Israel mit Antisemitismus gleichsetzt ist falsch und als neuerlicher Versuch billiger Stimmungsmache zu werten.
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von nielas.aran nielas.aran ist gerade offline | 3.2.2009 14:27 Uhr
Richtig!
Und weil so ein großer Respekt vor den anderen Buchrelgionen herrscht, gelten sie als Dhimmis, haben in alle muslimischen Staaten weniger rechte oder werden sogar offent verfolgt! Damit meine ich Koptische Christen im Ägypten, Christen im Libanon, sowie Juden im Iran!
In der Region, die laut deinem Bekunden soviel Respekt vor den Juden und den Christen hat, ist "Mein Kampf" ein Bestseller und es werden Kongresse zur Leugnung des Holocausts abgehalten.
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von paule paule ist gerade offline | 3.2.2009 16:56 Uhr
@Nilas
Wo haben Sie denn diese Informationen her? Ausgerechnet die grossen Freunde der USA halten es doch mit Religionsverbot fuer Christen und Moslems. Von den Iranern, den Syrern oder den Palestinensern ist mir da nichts bekannt.

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von calmon calmon ist gerade offline | 4.2.2009 10:45 Uhr
@paule
Oh Mann, sind Sie wirklich so schlecht informiert oder tun Sie nur so? Wenn ich eine solche Meinung lese wird mir richtig schelcht. LEben wir nicht in einer Informationswelt?
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von almas almas ist gerade offline | 3.2.2009 16:28 Uhr
Was für ein billiges Ablenkungsmanöver
Von den schweren Verbrechen gegen die Menschlichkeit, verübt von Israel im "Gaza-Krieg".

Diese "Medienkampagne" zeigt bereits zwanghafte Züge.
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von google google ist gerade offline | 3.2.2009 16:47 Uhr
Stimmt, es ist billige Stimmungsmache
Herr Malte Lehming lebt offensichtlich in einer anderen Welt. Unglaublich, wie hier versucht wird, mit einer Medienkampagne abzulenken von der Mißachtung des Völkerrechts und insbesondere der Mißachtung der Menschenrechte der palästinensischen Bevölkerung in den durch Israel besetzten Gebieten.
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von bernfried_loosen bernfried_loosen ist gerade offline | 3.2.2009 17:03 Uhr
Stimmungsmache?
Naja, die Gedankenwelt des Herrn Malte Lehming sehe ich sehr kritisch.

Seine "Angaben" spiegeln sich m. E. in der Realität nicht wieder.

Die Kernfrage ist doch, wovon will man hier eigentlich ablenken?

Sind Medien manipulierbar?

Das sind die wesentlichen Fragen, denen wir uns stellen müssen.




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von columbo columbo ist gerade offline | 3.2.2009 14:31 Uhr
Merci, Herr Lehming
Wie immer messerscharf und erfrischend deutlich "auf den Punkt" gebracht.

Nicht zu vergessen, dass auf deutschen Anti-Israel-Demos, also auf deutschen Straßen, wieder ungestraft "Israel vernichten" und andere Slogans gebrüllt werden darf. Auch von deutschen Linken. Ein Skandal, der viel offensiver thematisiert werden müsste.
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von metin metin ist gerade offline | 3.2.2009 14:40 Uhr
ja, hier wird die sichtweise nicht verstanden
man stelle sich vor, die palästinenser werden von den israelis vergast oder ermordet und sind chancenlos.
und hier in deutschland wird palästina neugegründet, der widerstand wäre hier auch gegeben, wenn die usa aber die palästinenenser unterstützen würden, hätten wir hier riesenprobleme.
ein araber versteht die situation halt anders, er sagt, das in europa 6 mio. juden verbrannt wurden und dann im arabischen raum israel gegründet wurde von den engländern.
jetzt auch noch zu unterstellen, dass die arabische welt rückständig ist, kann man mit westlicher arroganz bezeichnen.

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von unbekannt | 3.2.2009 17:03 Uhr
@metin
Dass die arabische Welt rückständig ist, das ist keine Unterstellung, sondern eine Feststellung. Und diese Feststellung ist nicht arrogant, beziehungsweise sollte auf keinen Fall arrogant vorgetragen werden. Der "Westen" hat keinen Grund, arrogant zu sein, denn auch in der fortschrittlichen westlichen Welt gibt es viele Probleme, die noch angegangen werden müssen.
Trotzdem, ist die Rückschrittlichkeit der arabischen Welt ein Faktum. Es war schon einmal besser. Seit der iranischen Revolution hat sich vieles zurückentwickelt. Den Menschen geht es schlechter, die Unterdrückung ist stärker und die Chancen auf eine prosperierende Zukunft sind schlechter. Staat und Religion werden zu einem Gebilde gemacht. Außer Öl kommt nichts aus den arabischen Staaten. Vom eingenommenen Geld in Milliardenhöhe wurde nichts aufgebaut, außer Glas- und Stahlpalästen zum Angeben. Bildungssysteme, Kultur, Gesundheitssysteme, Freiheit und Wohlstand für die Bürger, alles Fehlanzeige. Die einzigen Beiträge aus den arabischen Ländern außer Öl sind: Ärger, Stress, Terrorismus, Forderungen, Probleme. Es regiert immer noch der alte Mann mit dem langen Bart, der nur zu seinem eigenen Wohl handelt. Auch im Westen nimmt Egoismus zu. Die Zukunft heißt aber: Aufklärung, Menschenrechte, Religionsfreiheit und vor allem Trennung von Staat und Kirche.
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von rosenheimer rosenheimer ist gerade offline | 3.2.2009 14:44 Uhr
@paule (Hamas nicht judenfeindlich)
Schlage Paule vor, bei

http://www.memritv.org/video.html

nachzusehen, was Hamas über Juden und Westeuropäer zum Besten gibt.
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von paule paule ist gerade offline | 3.2.2009 15:24 Uhr
@rosenheimer
ach hoeren Sie doch auf: Spinner die in Israel das neue Testament verbrennen, sind genauso die Ausnahme wie der Kerl der von der Eroberung Roms traeumt...

Also bitte die Suppe komplett essen oder das Linsenpicken sein lassen.
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von axel_schweiss axel_schweiss ist gerade offline | 3.2.2009 14:46 Uhr
Mein Gott Herr Lehming,
Sie haben wirklich rein gar nichts verstanden. Ich bin wirklich sprachlos, erschüttert und der von Ihnen angestellte Vergleich macht mir in gewissem Maße auch Angst.

Ich folgere: da wir versuchen mit Terroristen im Nahen Osten zu verhandeln, fordern Sie im Gegenzug die Rehabilitierung aller Straftäter der katholischen Kirche? So in etwa könnte man es doch ausdrücken? Der Umkehrschluss ihres Gedanken wäre dann, wenn wir mit den Holocaust-Leugner der christlichen Welt nicht in den Dialog treten, sondern sie verurteilen und entmachten, da wir es können, dass wir zum Ausgleich unsere Überflüssigen Atomwaffen über dem Iran abzuwerfen und alle Überlebensen nach Kuba zu schicken?

Ich weiß nicht, der Platz reicht hier nicht aus, bitte sprechen Sie mal mit Herrn Karrasek, ich denke er hat etwas Zeit, Ihnen geschichtlichen Empfinden zu vermitteln. Sie liegen so daneben, dass es mit einem Satz nicht getan ist.

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von der_untertan der_untertan ist gerade offline | 3.2.2009 14:46 Uhr
Respekt vor Buchreligionen?
In welchem islamischen Land ist der Respekt vor anderen Buch-Religionen denn so groß, dass dort Christen, Juden und Anhänger anderer "Buchreligionen" wirklich gleichberechtigt leben können?
Und zum Artikel: Parolen gegen Israel und die Juden dürfen bei pro-palästinensischen Demonstrationen in Europa nicht deshalb gerufen werden, weil die Araber rückständig sind, sondern weil es von ihnen schon jetzt so viele in unseren Ländern gibt.
Wenn denn schon Bischof Williamson unter Quarantäne zu stellen ist, dann möge man bitte auch alle Moslems aus Europa rauswerfen, die hier auf unseren Straßen derzeit unbehelligt das Ende Israels fordern dürfen. Alles andere wäre rassistisch.
Comment
von coyote coyote ist gerade offline | 3.2.2009 14:54 Uhr
Merci, Herr Lehming
Ein sehr guter Kommentar !

Auch wenn es sicher nicht zum Kommentar passt , vielleicht noch dies :

Ich teile nicht die Meinung von Richard Williamson und finde es als Katholik nicht gut , dass der Holocaust-Leugner wieder in die katholische Kirche aufgenommen wurde .

Aber richtet sich Kampagne in Deutschland wirklich gegen Richard Williamson , oder gegen den konservativen Papst Benedikt XVI ?

Es gab in den letzen Jahren viele solcher Kampagnen gegen Menschen , die gegen die politische Korrektheit verstoßen .

Frau Eva Herman ist dafür ein sehr bekanntes Beispiel , aber auch die CDU - Politiker Hohman und Krause .

Und nun Papst Benedikt XVI ?
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von terminator terminator ist gerade offline | 3.2.2009 14:55 Uhr
An @paule
Ihr Posting ist von absoluter Unkenntnis oder Taqiya durchsetzt.

Meinen Sie mit dem "großen Respekt" des Islam von den Buchreligionen, daß deren Anhängern im "Haus des Friedens" nur das Konvertieren, der Tod oder das Leben als Menschen zweiter Klasse unter Zahlung der Sondersteuer bliebe?

Und die Hamas ist "nicht antisemtisch"? Dann muß ich die Charta der Hamas falsch verstanden haben, nach der unter jedem Stein nachzuschauen ist, ob sich da nicht noch irgendwo ein Jude verbirgt ...

Zitat aus der "Charta der Hamas":

"'Die Zeit' wird solange nicht kommen, solange Moslems nicht die Juden bekämpfen und sie töten. Dann aber werden sich die Juden hinter Steinen und Bäumen verstecken, und die Steine und Bäume werden rufen: 'Oh Moslem, ein Jude versteckt sich hinter mir, komm' und töte ihn.'"



Noch Fragen?
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von paule paule ist gerade offline | 3.2.2009 17:33 Uhr
@Terminator
wo haben Sie denn diesen Kaese her?
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von tiberius tiberius ist gerade offline | 6.2.2009 10:16 Uhr
Epistulae Tiberii
Das Zitat ist aus einem Hadith, einer Lebensbeschreibung des Propheten, dessen Leben Vorbild für alle rechtgläubigen ist, und wird, wie bereits angegeben, in der Charta der Hamas angeführt.
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von ogdan ogdan ist gerade offline | 3.2.2009 14:58 Uhr
Richtig und wichtiger Kommentar
Der Gedankengang ist sehr richtig. Der Engländer Williamsson hat sich strafbar gemacht, im Gegensatz zur islamistischen Folkore wird seine Haltung von der Kirche und seinen Pius-Mitbrüder allerschärftens verurteilt. Er kann in der Kirche nichts werden, ist suspendiert, hat Redeverbot, darf Kirchen und Kirchenliegenschaften und Gebäude nicht mehr betreten, wird strafrechtlich verfolgt.

Einen Unterschied gibt es allerdings: die Piusbrüder haben keinerlei Verbrechen verübt, aus ihren Reihen sind keine Selbstmordattentäter gekommen, sie haben niemanden umgebracht, niemandem geschadet!

Die gesamte Kirche wird in Sippenhaft genommen für etwas, das in Deutschland und in Österreich eine Straftat ist und dort von weltlichen Gerichten verfolgt werden sollte.

Die Dialogbereitschaft des Papstes ist fast unendlich. Er baut Brücken, besucht Moscheen und Synagogen. Aus den Reihen der anderen Religionen, besonders aber denen der antireligösen Medien kommen nur Anwürfe.

Mit gleichem Maß messen, den Religionen mit Verständnis und Wohlwollen begegenen, wenn sie dem Wohl der Menschen nicht schaden. Das wäre die angemessene Haltung.
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von dali dali ist gerade online | 3.2.2009 16:54 Uhr
Doch @ogdan
sie unterstützen offen Rechtsradikale,
damit wirbt ogdan hier offen für Unterstützer rechtsradikaler (auch) Parteien...
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von ogdan ogdan ist gerade offline | 3.2.2009 18:14 Uhr
Was?
Welche rechtsradikalen Parteien unterstütze ich? Ich fordere die härtest-mögliche Strafe die das Gesetz für die jeweiligen Handlungen vorsieht. In Deutschland sind die drei Jahre Haft, die er hoffentlich absitzen muß.

Die Piusbrüder selbst sind von weltlichen Dingen abgewandte Gläubige, die keinem Menschen etwas zuleide tun. Man kann sie für religiöse Spinner halten, die sich überholten Riten hingeben und ihr Leben Gott weihen und den Menschen helfen und Krankenhäuser und Seniorenheime betreiben.

Auch im Rahmen der Trennung von Staat und Kirche muß ist es nur rechtmäßig, daß diese Leute ihren Glauben so leben wie sie möchten. Genauso wie die Piusbrüder Riten leben, die vor 50 Jahren aktuell waren, leben die Moslems Riten, die 1600 Jahre alt sind und die Juden Riten, die 2500-3000 Jahre alt sind.

Schwierig wird es doch nur, wenn man keine Toleranz aufbringt und religiöse Menschen als "ultrakonservativ" (was ist das?) diffamiert. Wie soll man einen Dialog mit religiösen Menschen anderer Religionen führen, wenn man das noch nicht mal innerhalb der eigenen Konfession schafft.

Das ist doch kein bischen rechtsextrem. Der Begriff "rechts" passt nicht einmal.
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von kosmo22 kosmo22 ist gerade offline | 3.2.2009 15:07 Uhr
2Ihr Antisemitismus gilt als eine Art Folklore(...)
Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Hierzulande wird menschenverachtenden Ideologien unter dem Vorwand interkultureller Verständigung Geltung eingeräumt, wenn sie nur von der richtigen, der "unantastbaren", gegen jede Kritk immunen, der immer im Recht befindlichen, niemals an etwas schuldigen Gruppe von Schreihälsen formuliert werden.
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von kreuzberg36 kreuzberg36 ist gerade offline | 3.2.2009 15:39 Uhr
Aufrichtiger Dank an Malte Lehming!
Also, da schwoll mir doch der Kamm. Nein, er schwoll nicht wegen des Artikels von Herrn Lehming, sondern wegen der vorhersehbaren, gebetsmühlenartig vorgetragenen Reaktionen, die eine große Gefahr für die freiheitliche Gesellschaft darstellen, weil sie von einer Ignoranz zeugt, wie sie ihresgleichen sucht.
Liebe Leute! Wo lebt ihr eigentlich? Macht doch mal bitte Eure Augen und Ohren auf und sagt uns in zwanzig Jahren nicht "wir haben das alles nicht gewusst"!
Folgende Tatsachen bitte ich zur Kenntnis zu nehmen:
1.) Im Deutschland des Jahres 2009 können tausende Frauen (zu Recht) unbehelligt durch Tragen eines bestimmten Kleidungsstückes in der Öffentlichkeit ihre Zugehörigkeit zu einer gewissen Religionsgemeinschaft bekunden, jüdische Männer jedoch trauen sich nicht mehr mit ihrer Kippa auf die Straße, weil sie um Leib und Leben fürchten müssen. Kaum jemand in unserem Lande jedoch scheint das als Schande zu empfinden.
2.) Die schlimmsten antisemitischen Kundgebungen seit 1945 sind auf deutschen Straßen möglich, ohne dass es Konsequenzen gibt. Bei Report Mainz konnte man kürzlich sehen, wie ein Migrant vor laufender Kamera mit Blick auf eine israelische Fahne in einem Duisburger Fenster fragte: "Wo ist der Hitler? Der hätte hier mit dem Sauhaufen aufgeräumt!" Hat dieser Mann mit strafrechtlicher Verfolgung zu rechnen? Ich glaube nicht.
3.) Wer regelmäßig mit dem M29 Bus in Berlin fährt, kann Zeuge werden, dass die beliebtesten Schimpfworte unter muslimischen Jugendlichen "Schwuchtel, Jude und Spasti" sind.
4.) Bei meinem Urlaub in Ägypten ging ich durch die Kairoer Altstadt in Begleitung eines (aus Ägypten wegen seiner Homosexualität geflohenen) Freundes, der inzwischen niederländischer Staatsbürger ist. Er sagte mir, aus den Lautsprechern der Moscheen hörte er nur Reden geprägt von Hass auf Juden, den Westen und Ungläubige und es sei sehr schade, dass die Touristen das nicht verstehen könnten.
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von neophysis neophysis ist gerade offline | 3.2.2009 17:33 Uhr
@kreuzberg36
Auch ich schließe mich dem Kreis derer an, die den Kommentar für gelungen halten. Insbesondere Ihre Ausführungen kreuzberg36 sind leider eine immer wieder zu beobachtende Realität.
Faktum ist nur leider, dass nicht nur auf der Bühne deutscher sondern auch europäischer Politik eine Ideologie des "Weichspül-Appeasement" betrieben wird und gerne die Augen vor solch "kulturell immanenten" Verfassungswidrigkeiten verschlossen wird.
Einzig logische Konsequenz wäre das harte und unnachgiebige Durchgreifen gegen Gesetzesüberschreitungen auf muslimischen "Anti-Israel"-Demonstrationen.
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von jschaefer jschaefer ist gerade offline | 3.2.2009 15:40 Uhr
Mit der Hamas muß man reden
wenn man die Demokratie ernst nimmt.
Sie war nämlich die Siegerin in allgemeinen, gleichen, freien und geheimen Wahlen im Jahr 2006 und ist somit die legitime Vertretung des palästinensischen Volkes.
Oder wollen Sie diese Rolle Herrn Mubarak übertragen?

Umgekehrt wird ein Schuh daraus: warum soll man eigentlich die Tatsache akzeptieren, daß Israel seit nunmehr 40 Jahren über das palästinensische Volk herrscht, ohne dazu demokratisch legitimiert zu sein?
Ich halte die sogenannten "Friedensverhandlungen" für vollkommen überflüssig. Man sollte die israelische Regierung vor die glasklare Alternative stellen: entweder "ordnungsgemäße Annexion" der besetzten Gebiete mit vollen Bürgerrechten für alle Bewohner zwischen Mittelmeer und Jordan einschließt oder aber bedingungsloser Abzug.

Der Bischof Williamson hingegen spricht für niemanden außer sich selbst und kann deshalb getrost ignoriert werden, solange er sich nicht in Deutschland aufhält. Hierzulande müßte sich höchstens ein Staatsanwalt mit ihm befassen.
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von lennart lennart ist gerade offline | 3.2.2009 23:20 Uhr
@ freie Wahlen
"...allgemeinen, gleichen, freien und geheimen Wahlen im Jahr 2006 und ist somit die legitime Vertretung...". Das galt 1932 für die NSDAP auch. Das Ende kennen wir. Die Völkergemeinschaft muß in Gaza überwachte Neuwahlen durchsetzen. Es wäre äußerst interessant zu beobachten, welche Nationen daran ein ernsthaftes Interesse haben.
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von rc rc ist gerade offline | 3.2.2009 15:51 Uhr
Ein gelungener Kommentar
M. Lehming kritisiert zu Recht die Doppelmoral, mit der in unserer Gesellschaft über Anti-Semitismus geurteilt wird. Wir in unserem eigenen Land lassen es eingewanderten Muslimen einfach durchgehen, wenn sie rassistische Parolen in der Öffentlichkeit skandieren. Vor einiger Zeit habe ich eine Gruppe junger Palästinenser in der S-Bahn miterlebt, die auf dem Weg zu einer Demonstration waren. Unglaublich, welche Texte sie auf deutsch in Anwesenheit der Polizei lauthals skandierten. Es tut mir leid: bei Volksverhetzung darf man keine Ausnahme machen.

Palästinenser haben genauso wie jedes andere Volk auch, sich für einen eigenen Staat einzusetzen und für ihr Recht zu kämpfen. Aber sowohl der bewaffnete Kampf, als auch der blinde Judenhass und der Wunsch nach Vernichtung Israels führen in die Sackgasse. Genau aus diesem Grund kann die Hamas als Verhandlungspartner im Nah-Ost-Konflikt nicht akzeptiert werden.

Ein wirklich guter wie notwendiger Kommentar von M. Lehming, insbesondere in Hinblick auf die Offenlegung der historisch engen Kontakte zwischen bestimmten muslimischen Gruppierungen und dem nationalsoz. Regime.
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von jens jens ist gerade offline | 3.2.2009 15:56 Uhr
Nazi-Connection nach Palästina
Danke für die klaren Worte!
Es ist langsam unerträglich, wie stark der klassische Antisemitsmus wieder gesellschaftsfähig wird, nur weil er von Migranten kommt. Migranten, die mit Hitler verbündet waren und ihm geholfen haben, Serben, Sinti und Roma und Juden zu ermorden...wie der Onkel von Arafat, der Großmufti der Palästinenser!
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von terminator terminator ist gerade offline | 3.2.2009 15:57 Uhr
@paule
Ja, dann halten Sie bitte daran, löffeln die Suppe komplett und lesen die "Charta der Hamas" und den Kuran - und versuchen hier nicht, uns die Unwahrheit zu erzählen.

Den "Respekt" des Islams für die Anhänger der Buchreligionen kann man im Kuran nachlesen und sieht man in der Ausführung in der Realität der islamischen Staaten.

Von was erzählen Sie uns also?
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von einbeutedeutscher einbeutedeutscher ist gerade offline | 3.2.2009 15:59 Uhr
Jede Zeitung hat die Leitenden Redakteure, die sie verdient!
Was bitte hat denn die derzeitige Diskussion und die Piusbruderschaft mit dem durchaus vorhandenen Antisemitismus in der arabischen Welt zu tun? Wer die Diskussion um Richard Williamson, der übrigens offiziell kein Bischof ist, und die Piusbrüder derarig verkürzt hat den ganzen Konflikt nicht verstanden. Es geht darum, dass sich in der katholischen Kirche reaktionäre Strömungen breit machen und Papa Razzi das unterstützt. Williamson ist ja nicht wegen seines Antisemitismus exkommuniziert worden, sondern weil er die Modernisierung der Kirche nach dem 2. Vatikanischen Konzil ablehnte und von Erzbischof Lefèvre zum Bischof geweiht wurde.
So, und dann kommt da noch etwas Antisemitismus dazu und schon müssen auch die Araber herhalten, damit aus dem Antisemiten Williamson vielleicht doch noch ein, wenn auch etwas braun angehauchtes, gutes Schaf der katholischen Kirche wird.
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von tiberius tiberius ist gerade offline | 6.2.2009 10:26 Uhr
Epistulae Tiberii
Auf die Idee wäre ich ja nicht gekommen, daß innerkirchliche Strömungen den Vorwurf der "Rehabilitierung eines Holocaust-Leugners" aufgegriffen haben könnten statt ihn aus der Welt zu schaffen, weil sie die Tradition der Kirche ablehnen.
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von unbekannt | 3.2.2009 15:59 Uhr
Aus dem Thema halt ich mich raus.
Ich finds nur verwunderlich, das Herr Lehming hier schon mit seinen zweiten Kommentar in Folge quasi dafür wirbt, einfach den Mund zu halten. Ist doch eine komische Berufsauffassung für einen Journalisten. Auch noch den leitenden Redakteur Meinung!
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von pietri pietri ist gerade offline | 3.2.2009 17:02 Uhr
Zweierlei Maß
Es ist nicht die Aufforderung, den Mund zu halten, sondern dazu, nicht mit zweierlei Maß zu messen.
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von dali dali ist gerade online | 3.2.2009 16:44 Uhr
Lehming verkürzt
für Muslime der arabischen Welt ist Antizionismus und Antisemitismus identisch.
Ein Volk, das sich dadurch als Volk versteht, dass es in diesem Land einen Staat errichtet hat, der sich über die Religion definiert und begründet!!! ist für die Muslime identisch mit der Religion.
Da interessieren die "Juden" in USA nur insofern, als sie die Juden in "Palästina/Israel unterstützen.
Somit ist die religiöse Dissonanz identisch mit der politischen.
Der abendländische Antisemitismus entwickelte sich und besteht UNABHÄNGIG von einer räumlichen Gebundenheit, indem man den Juden "völkischen" Charakter zuordnet und diese dann diskriminiert, gar getötet wurden.
Dies macht den europäischen Antisemitismus nicht vergleichbar mit dem arabischen.
Dass die Beziehungen der Arabern zu Deutschland sogar im Faschismus recht gut waren lag nicht zuletzt daran, dass sie auch dort die gleichen Feinde, nämlich Juden und ENGLÄNDER hatten, ist also ebenfalls eher in eine politische Kategorie einordnen und nur AUCH einen (im europäischen Sinne) antisemitischen Aspekt haben...
Comment
von s.theile s.theile ist gerade offline | 3.2.2009 22:52 Uhr
Danke, dali
Sie sind nach über dreißig Kommentaren der erste Schreiber, der sich in einer Weise mit dem Artikel von Lehming auseinandersetzt, die ich als adäquat bezeichnen würde. Bei den anderen habe ich leider das Gefühl, daß sie ihr übliches Programm abspulen. Dabei laden Lehmings Gedankenausführung durchaus zur Auseinandersetzung ein, und auch wenn man seine Position vielleicht nicht teilen mag, so hebt sich dieser Kommentar doch wohltuend von jenen ab, die sonst unter der Rubrik „Auf den Punkt“ veröffentlicht werden. Doch leider machen sich zusammen mit Ihnen nur wenige andere die Mühe, Ungenauigkeiten oder Widersprüche in Lehmings Argumentation aufzuzeigen.

Ich will es mir jetzt aber nicht zur Aufgabe machen, Lehming in der Art eines Besserwissers sozusagen die Fehler unter die Nase zu reiben. Nachdem aber innerhalb kurzer Zeit zwei Leitartikel zum Thema Antisemitismus erschienen, würde ich demnächst einen Beitrag zum Thema Antiislamismus anregen. Denn die Folklore einerseits und die Rationalisierung andererseits, die diese Form des Rassismus hervorbringt, besitzen auffällige Ähnlichkeit mit dem, das Lehming hier für den Antisemitismus beschreibt. Und man muß hierzu auch nicht weit in die Ferne schweifen, um ihn zu beobachten. Bei einem Besuch etwa in Berlin-Pankow begegnet man ebenso vielen Schulterklopfern und Beifallklatschern wie in Kairo, Amman oder Damaskus.
Comment
von iggya iggya ist gerade offline | 4.2.2009 13:46 Uhr
Verkürzung
betreiben Sie leider selber. Ein Staat wie Israel mit einem großen Anteil an muslimischen und arbischstämmigen Bürgern kann sich wohl kaum als rein jüdisch verstehen. Weiterhin empfehle ich doch nochmal in die Geschichtsbücher zu sehen und mir dann schlüssig zu erklären warum Araber (welches Volk soll das denn eigentlich genau sein?)in den Juden einen gemeinsamen Feind mit den Nazis sahen. Weiterhin ist es mir ziemlich egal ob der Antisemitismus politische (angeblich bei den "Arabern")oder rassistische Wurzeln hat. In der Konsequenz fordern sie doch das Gleiche - die totale Vernichtung der Juden. Zu dem Komentar von Ihrem einzigen Fan: mir hat man in Pankow (und ich bin ziemlich oft dort) noch nicht auf die Schulter geklopft und mir zum Versuch der Vernichtung der Juden gratuliert.
Comment
von unbekannt | 3.2.2009 16:48 Uhr
Ich denke, Ihre These stimmt - NICHT
Sehr geehrter Herr Lehming,
Ich zitiere aus Ihrem Artikel: "Darum dürfen bei Anti-Israel-Demos wegen des Gazakrieges selbst in Deutschland die übelsten Slogans skandiert werden. Würden Ethnodeutsche dieselben Hassparolen brüllen, wäre längst der Staatsanwalt tätig. Wer aber derart mit zweierlei Maß misst, ist entweder Ignorant oder Rassist."
Die Entscheidungsträger an der Spitze unserer Gesellschaft sind weder ignorant, noch rassistisch. Sie haben vor den Muslimen, vor der muslimischen Welt, ANGST und hoffen, dass sich ihr beschwichtigendes, konfliktvermeidendes Nicht-Verhalten so auswirkt, dass die muslimische Welt, dankbar für die geheuchelte, verständnisvolle Rücksichtnahme, Frieden mit ihnen schließt und sich in einer erträumten Zukunft ruhig verhalten wird. Erwachsene Menschen, Eliten, verhalten sich wie Kinder, die die Augen verschließen, um nicht gesehen zu werden.
Ich glaube, dass die Wirkung auf die muslimische Welt leider genau gegenteilig ist und zusammengefasst ungefähr so lautet: "Die westlichen Politiker und Eliten sind feige. Sie treten nicht für ihre, wenn auch falschen, Werte ein. Sie sind dekadent, ungläubig und unmännlich. Wir haben es ja schon immer gewusst". Und bei der nächsten Gelegenheit werden sie uns und unsere Politiker wieder mit einem beeindruckenden Aufschrei der verletzten Ehre, der gequälten Opferseele, in Schockstarre versetzen. Vielleicht verbieten uns die Politiker irgendwann sogar das Tragen von Miniröcken, um die Gefühle der Muslime in Deutschland nicht immer und immer wieder zu verletzen. Der UN-Menschenrechtsrat hat´s ja auch gesagt...
Comment
von bruckelmann bruckelmann ist gerade offline | 3.2.2009 16:50 Uhr
Wer lügt sich selbst in die Tasche und die Öffentlichkeit an?
Willy Brandt hat einmal gesagt: "Wenn wir nur mit anständigen Menschen reden wollten, können wir das Auswärtige Amt schliessen."
Ich bin nicht sicher, ob es was nützt, mit der Hamas zu reden, aber davon überzeugt dass es dumm und unverantwortlich ist für einen Politiker (oder einen Tagesspiegelredakteur) von vorneherein einen Dialog mit der Hamas auszuschliessen. Das hindert mich nicht festzustellen, dass der Antisemitismus der Hamas oder eines Herrn Ahmedinejad vielfach gefährlicher und mörderischer ist als der des Herrn Williamson.
Herrn Williamson und die Organisation, die ihn zu neuen Ehren hat kommen lassen, kann und muss man kritisieren. Hamas auch und noch viel mehr. Aber wenn es die politische Notwendigkeit verlangt, "Hamas irgendwie einzubinden", z.B. weil sie die Mehrheit der Palestineser repräsentiert, dann ist das zu tun und hat nichts mit zweierlei Mass zu schaffen.
Comment
von dastwiesel dastwiesel ist gerade offline | 3.2.2009 16:58 Uhr
Politische Äquidistanz
ich bin fast ein wenig überrascht im Tagesspiegel eine derartige Positionierung zu vernehmen, nach dem einige Karikaturen, Artikel und vor allem Kommentare hier im Online-Tagesspiegel sich zu einem trüben und obskuren Sud zusammenbrauten. Also vielen Dank für diese ausgesagten Tatsachen Herr Lemming.

Aber es dürfte auch klar sein, dass ein Teil der Leserschaft als unbelehrbar gilt. Obwohl wie im Artikel angedeutet Pro-Hamas Mobs durch die deutsche Strasse laufen und Naziweisheiten der 30iger Jahre brüllen, in Dänemark Juden angeschossen und in Frankreich Synagogen angezündet werden. Der ressentimentgeladene, strukturelle Antisemitismus hat wieder Konjunktur. Denn jene sehen mal wieder die Schuld bei Israel und den Juden. Es muss diesen Menschen wahrlich sauer aufstoßen, dass Juden und Israelis sich nach tausenden Jahren nun aktiv gegen Antisemitismus wehren.
Nein hier ist ein klare Positionierung angebracht. Hier gibt es keine Anerkennung faschistoid handelnder Hamas, die im internationalen politischen Kontext als isoliert gilt, weil sie eben nicht nur Juden vernichten will, sondern weil sie u.a. auch politische Gegner erschießen lässt oder die eigene Bevölkerung drangsaliert und Kinder abrichtet.
Der Gaza gilt als höchstes alimentiertes Gebiet der Welt und die paläst. Führungen schaffen es nicht einmal eine Müllabfuhr einzurichten? Weil Sie nur ein heiliges Ziel haben!

Von der außenpolitischen Janusköpfigkeit Adolf Hitlers gelernt:
„Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder“ Paul Spiegel
Comment
von betrachter betrachter ist gerade offline | 3.2.2009 17:15 Uhr
Guter Kommentar, Herr Lehming,
Sie treffen den Nagel auf den Kopf, leider.

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