Konjunkturentwicklung : Nerven behalten

Das Gute ist: Wir stecken schon mittendrin in der tiefen Rezession.

Carsten Brönstrup

Wenn die vielen Konjunkturprognosen stimmen, die in diesen Tagen verkündet werden, dann steht es momentan sehr, sehr schlimm um die Wirtschaft. Und im ersten Vierteljahr 2009 wird es vermutlich noch ein ganzes Stück unangenehmer, vor allem mit immer unschöneren Meldungen vom Arbeitsmarkt. Dann aber könnte es schon wieder erste, zaghafte Anzeichen für eine Erholung geben. Dafür gibt es eine Reihe von Argumenten: den geringen Ölpreis, die niedrige Inflation, die Ausgabenprogramme aller Industriestaaten, die beherzten Zinssenkungen durch die wichtigen Zentralbanken rund um den Globus. Eine Trendwende an den Börsen wäre dann ein erstes Zeichen der Hoffnung – schließlich nehmen die Aktien die tatsächliche Entwicklung um sechs Monate voraus. Dass die Bürger sich von der Krise ihre Kauflaune nicht verderben lassen wollen, macht zudem Mut. Dann wird zumindest eine jahrelange Flaute wie zwischen 2001 und 2005 unwahrscheinlich, während der die Deutschen in einer Art Angststarre verharrten. Behalten sie dieses Mal ihre Nerven im Griff, stehen die professionellen Schwarzseher vor der nächsten Blamage.

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