Konjunkturpaket : Entscheidung über Berlins Schulen im Blindflug?

Nur wenige Tage bleiben den Bezirken für die Entscheidung, welche Schulen die Millionenbeträge aus dem Konjunkturpaket erhalten sollen. Jetzt können die Politiker zeigen, ob sie ihre Schulen kennen.

Druck kann hilfreich sein. Zögerer brauchen ihn mitunter, um Entscheidungen zu fällen. Er kann aber auch fatale Folgen haben, wenn nicht genügend Sachverstand vorhanden ist, um das Richtige zu tun. Noch ist nicht klar, wohin der Druck führt, unter den das Konjunkturprogramm II Berlins Bezirke setzt. Sie sollen nun innerhalb weniger Tage klären, in welche Schulen die Millionenbeträge fließen. Und dabei sollen sie nicht nur den Sanierungsbedarf berücksichtigen, sondern auch die Tauglichkeit der Standorte für die geplanten großen Sekundarschulen. Der Haken daran ist, dass es diese neue Schulform bisher nur in vagen Beschlüssen gibt - ohne Gesetzesgrundlage. Was bedeutet, dass die Bezirke sich auf glattem Eis befinden oder auch "im Blindflug", wie es ein Betroffener ausdrückt. Also gilt es, aus dieser riskanten Situation das Beste zu machen. Und das bedeutet: An gesicherten Standorten Kantinen bauen und alles sanieren, was nötig ist. Das bedeutet, schwache Schulen beherzt aufzugeben und ihre Gebäude guten Schulen zu überlassen, die zurzeit noch in maroden Häusern sitzen. Jetzt können die Bezirkspolitiker zeigen, dass sie ihre Schulen kennen. sve

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