Kontrapunkt : Warum die NRW-FDP nicht mit Rot-Grün koalieren sollte

Eine Ampel in NRW, so lautet eine sozialdemokratische Hoffnung, könnte das Ende der Regentschaft von Angela Merkel einläuten. Der FDP würde die Regierungsbeteiligung aber mehr schaden als nützen.

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Wenn es in Nordrhein-Westfalen nicht für eine rot-grüne Koalition reicht, könnte die FDP unter Christian Lindner zum "Steigbügelhalter" werden, fürchtet der Generalsekretär der NRW-CDU.
Wenn es in Nordrhein-Westfalen nicht für eine rot-grüne Koalition reicht, könnte die FDP unter Christian Lindner zum...Foto: dapd

Wie viele Liberale gibt es, die die FDP wählen, weil sie wollen, dass der deutsche Staat endlich mal ordentlich prasst, sämtliche Öko-Vorschriften verschärft, die Rente mit 67 kassiert und den verschuldeten Euro-Ländern das Sparen erspart? Diese Frage, so absurd sie klingt, könnte am Sonntagabend in Nordrhein-Westfalen zur Schlüsselfrage werden. Dann nämlich, wenn es für Rot-Grün nicht reicht, die FDP es aber mit ihrem Spitzenkandidaten Christian Lindner in den Landtag schafft.

In diesem Fall wird Ministerpräsidentin Hannelore Kraft wohl auf die Ampel-Idee kommen. Und da Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsreichstes und industriestärkstes Bundesland immer auch eine politische Trendsetter-Funktion hat, wäre die Ampel vor allem bundespolitisch ein starkes Signal. Eine Ampel in NRW, so lautet eine sozialdemokratische Hoffnung, könnte das Ende der Regentschaft von Angela Merkel einläuten. Und zwar nur eine Ampel. Sie ist für Sigmar Gabriel, Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück die derzeit einzig realistische Machtoption. Rot-Grün dürfte im Bund allein keine Mehrheit haben, jede andere Koalition – ob mit den Piraten oder der Linkspartei – scheidet aus Verantwortungsgründen aus.

Klaus Stuttmann zur FDP
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1 von 14Karikatur: Stuttmann
09.05.2012 15:14"Hurra, ich lebe noch!!"

Die NRW-Wahl als Anfang von Merkels Ende? In diesem Moment kommt die FDP ins Spiel. Denn ohne sie kein Machtwechsel im Bund. Spricht nicht vieles dafür, dass die FDP ihre koalitionäre Flexibilität mal wieder erhöht? Es wäre nicht das erste Mal. Das Bündnis mit der Union hat ihr wahrlich nicht gut getan. Und Opposition ist bekanntlich Mist.

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