Krise in der Automobilindustrie : Opel wird ein Volkswagen

Sieht ganz so aus, als könne sich der kriselnde Autobauer Opel einige Hoffnung auf staatliche Hilfen machen. Kaum ein Jahr vor der nächsten Bundestagswahl überbieten sich die Spitzenkandidaten darin, dem Unternehmen den stützenden Arm zu reichen. Für Montagmorgen lädt Kanzlerin Merkel die Opel-Firmenspitze samt Betriebsratschef ins Kanzleramt, am Abend empfängt dann SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier alle Gesamtbetriebsräte deutscher Autokonzerne ins Außenministerium. Das lässt nichts Gutes ahnen. Sicher, Opel ist wie die gesamte Autobranche ein wichtiger Arbeitgeber. Aber die meisten Versuche der Politik, Unternehmen mit Steuergeld zu retten, sind bisher ziemlich danebengegangen. Zur Erinnerung: 1999 half Ex-Bundeskanzler Schröder dem strauchelnden Baukonzern Philipp Holzmann mit einem „Rettungspaket“ inklusive Bundesbürgschaft aus der Misere, zwei Jahre später war Holzmann trotzdem pleite. Abgesehen davon: Wie erklärt man solche Geschenke den Wettbewerbern? Viele Autobauer, nicht nur Opel, stecken in der Krise. Aber die Politik kann und sollte nicht alles richten. Und darum bei Opel gar nicht erst anfangen. pet

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