Meinung : Kürzer ist klüger

WENIGER ARBEITSLOSENGELD

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Schon wieder ein Reformvorschlag, schon wieder eine neue ZumutungsAnkündigung. Niemand will es glauben, kaum jemand kann es noch hören, die wenigsten wollen mitmachen. Und doch sieht es so aus, als meine der Kanzler es ernst. Es sieht so aus, als wolle er vor allem bei den Arbeitslosen Druck machen: Nicht bis zu 32, sondern nur noch zwölf oder 18 Monate soll das Arbeitslosengeld für alle gezahlt werden. Und das Arbeitslosengeld II, das danach statt der Arbeitslosenhilfe gezahlt werden soll, wird wohl nur Sozialhilfeniveau haben. Ist das gerecht, werden sich 4,7 Millionen Arbeitslose fragen, von denen viele seit Monaten verzweifelt eine Stelle suchen. Es klingt eigenartig: aber wahrscheinlich ist es richtig. Denn niemand kann begründen, warum das Existenzminimum für Menschen, die gearbeitet haben, höher ist als das für Menschen, die nicht arbeiten können. Und zweitens ist sicher, dass die Intensität, mit der Menschen Arbeit suchen, zunimmt, wenn sich das Arbeitslosengeld dem Ende nähert. Ist das früher der Fall, sind die Betroffenen besser vermittelbar. Das werden viele nicht hören wollen. Und doch: Es könnte sich etwas bewegen. Endlich. uwe

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