Kurt Beck und die Agenda : Hokuspokus fidibus

Kann Kurt Beck mit seinem Vorstoß zur Änderung der Agenda 2010 Erfolg haben? In einem Satz zusammengefasst, geht es nur dann, wenn ihm Folgendes gelingt: Die SPD darf weder Gerhard Schröder düpieren, den einige beim Parteitag in Hamburg wegen seiner Reformverdienste gar zum Ehrenvorsitzenden küren wollen, sie darf nicht die Regierungsmitglieder Franz Müntefering, Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück blamieren, die inhaltlich Becks Vorstoß ablehnen und darüber hinaus erheblich Skrupel haben, mit den Radikallinken zu paktieren, sie muss folglich den Eindruck erwecken, weiter und für alle Ewigkeit Agendapartei bleiben und das Reformpaket insgesamt nicht aufschnüren zu wollen, sondern lediglich eine klitzekleine Korrektur zu beabsichtigen, von der es dann aber, Hokuspokus, heißen muss, sie sei so gravierend, dass fortan niemand mehr einen Grund hat, Oskar Lafontaine zu umarmen, weil alle gefühlte Ungerechtigkeit über die Agenda ein für allemal aus der Welt ist. Kann Beck Erfolg haben? Was er vollbringen muss, ist kein Kunststück, sondern ein Wunder. Wer daran glaubt, möge die Frage mit Ja beantworten. mal

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