KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

BEDENKEN

„Die Schöpfung der Natur und des Menschen Beitrag“ von Christina Franzisket vom 27. Juli

Dass Präimplantationsdiagnostik und die Pränataldiagnostik erlaubt sind, halte ich für einen großen Fortschritt. Die Kirche äußert natürlich vor allem zu ersterem ihre Bedenken und wünscht sich, dass sich die Eltern für ein behindertes Kind entscheiden.

Hat sich Hermann Barth, Präsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland, eigentlich einmal überlegt, welch eine Belastung für die Eltern ein behindertes Kind ist? Das ist wahrlich nicht nur Freude, sondern auch die Sorge, was wird aus dem Kind, wenn die Eltern krank werden oder sterben. Heime können keine Elternliebe ersetzen.

Ich habe übrigens noch nie – weder von der katholischen noch von der evangelischen Kirche – ein entschiedenes Nein zu Kriegseinsätzen gehört. Dort werden junge und gesunde Menschen getötet und das steht auch im eklatanten Widerspruch zu dem Gebot „Du sollst nicht töten“. Diese Haltung, in diesem Falle von Herrn Barth geäußert, ist zutiefst heuchlerisch und für mich nicht nachvollziehbar.

Birgit Sander, Berlin-Prenzlauer Berg

ERKENNTNIS

„Rücktrittsförderungsprogramm“

von Harald Martenstein vom 25. Juli

So sehr ich Harald Martensteins wöchentliche Kolumnen liebe, muss ich jetzt doch die Befürchtung äußern, dass er hier zu kurz gesprungen ist. Wenn sich in stetig wachsenden Kreisen der Bevölkerung die Erkenntnis durchsetzt, dass unsere „Volksvertreter“ unserer „repräsentativen Demokratie“ in Wahrheit etwa noch so viel gestalterischen Einfluss auf die Zukunftsentwicklung nehmen können wie ein Betriebsrat beim Discounter, dann stellt sich manch „Repräsentant“ vielleicht nach einigen Jahren wirklich auch selbst die Frage, ob er es sich – und seinen Wählern – weiter zumuten möchte, nur noch von der Wirtschaft am Nasenring vorgeführt und damit zur institutionalisierten Bevölkerungsirreführung missbraucht zu werden.

Ich halte es hier – umgekehrt zur Aussage Ihrer Kolumne – für geradezu moralisch zu sagen: „dafür gebe ich mich nicht mehr her“.

Johannes Bard, Berlin-Lichtenrade

EMPFINDEN

Ein Zwischenruf zur ... Burka“ von Barbara John vom 25. Juli

Es ist keine Freiheit, Burka zu tragen, sondern eine Zumutung, für alle, die die europäische Freiheit miterkämpft haben. Ich möchte den Menschen sehen, mit dem ich es zu tun habe.

Jenny Schon, Berlin-Wilmersdorf

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