KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

UMWELTPOLITIK

„Häuser als Klimaretter“ vom 2. September

Ich bin entsetzt über den Inhalt der Gutachten, die Grundlage für die Entscheidung über die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke sein sollen. Warum sollten Hauseigentümer, wenn Atomkraftwerke wie bisher geplant stillgelegt werden, ihre Häuser nicht mehr sanieren? Wenn Sparpolitik dazu führt, dass Fördermittel für Gebäudesanierungen gekürzt werden, kann die Sanierungsrate tatsächlich sinken. Vermutlich hat eine niedrigere Gebäudesanierungsrate mehr Einfluss auf den CO2-Ausstoß als irgendwelche Akw-Laufzeiten.

Stephan Steck, Berlin-Wilmersdorf

DEUTSCHE EINHEIT

Zur Kritik an Matthias Platzecks

Einheits-Bilanz

Bei Jubiläen wie dem 20. Jahrestag der Einheit bitte nur positive Bilanzen. Und wenn Kritik, dann bitte nur die, die der Westen selber zulässt. Ansonsten gilt: unsere Bilanz ist gut, vorwärts zu neuen Erfolgen. Die DDR-Propaganda lässt grüssen.

Olaf Stephan, Berlin-Altglienicke

LEERE KASSEN

„Auferstehen aus Ruinen“ vom 31. August

Hurra, die Ära der Temporären Kunsthalle auf dem Berliner Schlossplatz ist vorbei. Schaustück postmoderner privatinitiierter Hässlichkeit auf einem Areal, an dem noch in weiterer Zukunft herumoperiert werden wird, da mangels kommunaler Gelder nichts Größeres vonstatten geht. Entlang der Karl-Liebknecht- Straße wird derzeit die Infobox für die Rekonstruktion des Stadtschlosses errichtet, dessen bauliche Wiederauferstehung auf sich warten lässt, vielleicht noch bis zum Sankt-Nimmersleins-Tag. Schlimmer kann es bald nicht mehr kommen in Zeiten, in denen jeder Furz eines Gegenwartskünstlers, mag er nun einen Namen haben oder nicht, von den Kulturbeflissenen mit Hurrageschrei begrüßt wird.

Dr. Angelika Leitzke,

Berlin-Schmargendorf

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