KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

SCHULE I

„Zöllner stoppt CDU-Umfrage zum Lehrermangel“ von Susanne Vieth-Entus

vom 30. September

Welche Schulleiterverbände signalisieren Verständnis mit Herrn Senator Zöllners „Maulkorberlass“? In diesem Fall wäre es schon von sehr großem Interesse, zu erfahren, welche Schulleiter bei einer Güterabwägung das Image des Schulsenators höher bewerten als die berechtigten Interessen der ihnen anvertrauten jungen Menschen auf einen kontinuierlichen, soliden Fachunterricht.

Der lapidare Satz: „Die Senatsschulverwaltung bestätigte, dass noch nicht alle Stellen besetzt werden konnten“ bedeutet inhaltlich, dass Hunderte von Schülern diverse Fächer mal wieder, zumindest in diesem Schulhalbjahr, abschreiben müssen. Sie tragen wieder Wissenslücken davon, die nicht geschlossen werden können. Die aktuelle Situation an den Berliner Schulen kommt einer Bankrotterklärung der Senatsschulverwaltung mit Herrn Zöllner an der Spitze gleich. Wenn Herr Zöllner Maulkörbe an seine Schulleiter verteilt, sollte er sich aber auch jeden Tag den Mund mit Seife auswaschen, wegen seines sehr kreativen Umgangs mit beweisbaren Tatsachen.

Meine Hochachtung haben alle Schulleiter, die unerschrocken die Probleme benennen und ihren Dienstherren in die Pflicht zu nehmen suchen.

Annette Lichtenberg,

Berlin-Lichtenrade

SCHULE II

„Das Turbo-Abitur ist noch kein Selbstläufer“ von Susanne Vieth-Entus

vom 23. September

Unsere Tochter bewältigt als Siebtklässlerin in einem Gymnasium– ohne die anstehenden Hausaufgaben! - eine 37-Stunden-Woche. Fakt ist aber, dass aufgrund immer noch fehlender Lehrkräfte in den Fächern Biologie, Erdkunde und Kunst seit Schulbeginn in dieser Klasse kein Unterricht stattfindet. Die Lücken, die nun auftreten, müssen im „Turbo- Tempo“ geschlossen werden, um den Anschluss an den vorgegebenen Lehrplan nicht zu verpassen. Wenn unsere Bildungspolitiker, allen voran Herr Zöllner, vor allem den Junglehrern schlechte Startbedingungen im Beruf bieten oder aber behaupten, die Schulen seien personell völlig ausreichend bestückt, werden diese Schüler am Ende des Halbjahres große Probleme und sicher keine gerechte Bewertung in den Fächern Biologie und Erdkunde auf dem Zeugnis haben. Das sind keine optimalen Voraussetzungen für das Bestehen eines Probehalbjahres und schon gar nicht für die Bewältigung eines „Turbo-Abiturs“!

Andrea Klose, Berlin-Nikolassee

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