KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

HISTORISCHES I

„Ausfahrt zur heiligen Quelle“

von Hella Kaiser vom 3. Oktober

Der interessante Bericht über Helmstedt-Marienborn weckt für ältere Berliner die Erinnerung an den Lappwald, der von 1945 bis 1949 der wichtigste illegale Grenzübergang zur Britischen Zone war. Auch wenn die schwarzen Grenzgänger nur wenig Zeit für die Sehenswürdigkeiten der beiden Grenzorte hatten, so nahmen einige doch das Grabdenkmal Gneisenaus im nahegelegenen Sommerschenburg wahr.

Jürgen Kühn, Bonn

HISTORISCHES II

„Anpassung trifft Dominanz“

von Hans-Joachim Maaz vom 2. Oktober

Ich kann vieles gut nachvollziehen, was Sie schreiben. Dass allerdings jemand aus Halle die Umweltzerstörung heute als Nachteil des Westens anprangert, entbehrt nicht (unfreiwilliger) Komik. Für mich, der ich als Wessi ja nicht unter der Stasi litt, war die unglaubliche Zerstörung der eigenen Umgebung in der DDR das, was mich am meisten abgestoßen hat. Der für mich größte Gewinn der Einheit ist die auch bei Ostwind wieder halbwegs atembare Luft in Berlin.

Volker Schewitz,

Berlin-Charlottenburg

SCHULE

„Lehrer beklagen Mobbing gegen deutsche Kinder“ von S. Vieth-Entus vom 1. Oktober

Das Thema ist – salopp gesagt – ein alter Hut. Als mein Sohn vor Jahren die 7./8. Klasse eines Gymnasiums besuchte, wurde er gemobbt, weil er als einer von sehr wenigen Schülern kein Handy besaß sowie keinen Fernseher und keinen eigenen PC in seinem Zimmer hatte. Die ihn Mobbenden waren keine Schüler mit „Migrationshintergrund“, sondern samt und sonders Deutsche. Reaktion des Klassenlehrers: Keine. Ich bekomme noch heute einen dicken Hals, wenn ich an diese Zeit zurückdenke.

Sabine Stock, Berlin-Westend

EHRUNG

„Hart verdiente Leichtigkeit“

von Sven Goldmann vom 6. Oktober

Der Bundespräsident war sehr schnell mit dem Ordensregen. In erster Reihe waren da Sportler und Künstler. Bei der dicken Ordenswolke hätte Herr Wulff Lena Meyer-Landrut nun wirklich noch berücksichtigen können. Die Taktik ist nicht neu. Als Bundespräsident Carstens nicht so recht bei der Jugend ankommen wollte, traf er sich medienwirksam mit Bud Spencer, verlieh ihm allerdings keinen Orden. Gegenüber der Öffentlichkeit erklärte er, dass der Hau-Drauf-Kinostar Jurist sei und er, der Bundespräsident mit ihm den fachlichen Austausch suchte. So preiswert war PR damals noch.

Manfred Neumann, Berlin-Lichterfelde

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