KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

POLITISCHES

„Deutschland ist im UN-Sicherheitsrat“

von C. von Marschall vom 13. Oktober

Mit dem Beharren auf einem nichtständigen Sitz könnte die Bundesregierung ihrem Ziel, einen ständigen Sitz für Deutschland im Sicherheitsrat zu bekommen, einen Bärendienst erwiesen haben. Schließlich macht man sich nicht nur Freunde, weil andere Bewerber nun nicht berücksichtigt wurden oder es als unangemessen empfinden, dass Deutschland schon wieder im Sicherheitsrat sitzt.

Heinz Bartel, Berlin-Kreuzberg

GEDENKEN

„Die goldene Waagschale“

von Peter von Becker vom 4. Oktober

Wenn ich mit meinen Mitbürgern schaukeln möchte gehe ich auf das Oktoberfest. Die Frage ist, wohin werde ich gehen, um den beispiellosen Mut der Ostdeutschen zu würdigen, ohne die es keine Einheit und Freiheit gäbe? Bestimmt nicht nach Berlin, um einen knienden Mann oder ein Dach auf Stielen zu besichtigen, die absolut nichts mit dem Thema Freiheit zu tun haben. Die Ostdeutschen müssen sich von der westdeutsch dominierten Jury veräppelt fühlen, die ihren mutigen Einsatz komplett ignoriert. Nach Besichtigung der Ausstellung stellt sich die Frage: Gab es wirklich keine Lösung unter den 18 Entwürfen oder fehlt der Jury die Courage eine eher konventionelle aber das Thema treffende Lösung zu prämieren?

Margaret Kelley, Bremen

GESUNDHEITSREFORM

„Krankenversicherung / Röslers Projekt“

von Rainer Woratschka vom 8. Oktober

Warum nicht gleich Nägel mit Köpfen machen? Man streiche den Krankenkassenbeitrag der einzelnen Mitglieder ganz und verpflichte sie, Arztkosten bis zur Höhe der des jährlichen Eigenbeitrags selber zu bezahlen. Alles was über 7,5 Prozent des Jahreseinkommens hinausgeht, bestreitet die Kasse aus den Arbeitgeberbeiträgen zu hundert Prozent. Für Sonderfälle wie Behinderte und chronisch Kranke müssen Steuermittel zur Verfügung gestellt werden. Ein solches Verfahren würde erstens den Verwaltungsaufwand der Kassen drastisch vermindern und zweitens verhindern, dass überflüssige Kosten entstehen, da die Patienten ein Interesse daran haben auf unnötige Arztbesuche zu verzichten. Niemand wäre dadurch schlechter gestellt, während gesundheitsbewusste Bürger einen erheblichen Teil ihrer früheren Beiträge sparen könnten. Das wäre ein Anreiz für mehr Eigenvorsorge.

Prof. Dr. Hans-Dieter Gelfert,

Berlin-Zehlendorf

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