KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

BERLIN

„Der Publizist des Kalten Krieges“

vom 31. Oktober

Sie berichten von der Gründung des Lasky Center for Transatlantic Studies in München, einer verdienstvollen Initiative der Ludwig-Maximilians-Universität und des Amerikahauses, und wundern sich, dass dies nicht in Berlin möglich war. Wie kann man sich da wundern? In einer Stadt, die ihr Amerikahaus zu einer x-beliebigen Immobilie verkommen läßt und damit deutlich macht, wie irrelevant ihre Nachkriegsgeschichte für die heutigen Entscheidungsträger geworden ist, wird man nicht erwarten dürfen, dass gedankliche Anstrengungen in die Wiederbelebung der großen intellektuellen Debatten um Freiheit und Demokratie investiert werden. Dabei würden engagierte Denker wie Lasky unserer Stadt auch heute sehr gut tun!

Alexander Longolius, Berlin-Kladow

USA

„Präsident ohne Land“ vom 4. November

Obama hat viel versprochen, aber es müsste doch jedem US-Amerikaner klar sein, dass innerhalb von zwei Jahren kein Präsident der Welt die Fehler ausbügeln kann, die die Rebublikaner angerichtet haben. Leider sind zu viele einer unglaublichen Hass- und Angstkampagne aufgesessen. Eine beispiellose von konservativen Eliten initiierte Medienkampagne hat zuviele Gehirne vernebelt. Und wehe, sie schaffen es, dass Palin Präsidentin der Vereinigten Staaten wird. Wolf Niese, Berlin-Lankwitz

AUSWÄRTIGES AMT

„Diese Geschichte ist noch lange nicht zu Ende“ vom 29. Oktober

Mit diesem Leitartikel von Lorenz Maroldt hat der Tagesspiegel an frühere pointierte Kommentarpraxis angeknüpft und hätte dem Autor der Franz Karl Maier-Leitartikel-Preis gebührt. Der frühere Herausgeber der Stuttgarter Zeitung und des Tagesspiegels hatte als einer der wenigen schon in den unmittelbaren Nachkriegsjahren die Verantwortung der deutschen Oberschicht für die Nazi-Taten herausgearbeitet. Insoweit Kompliment an Ihre Zeitung für das Gedenken von Lothar Poll an diesen unbeirrbaren Demokraten und Publizisten.Dr. Robert Hesse, Berlin-Mitte

PERSONALAUSWEIS

„Neuer Ausweis lässt Berliner kalt“

vom 2. November

Jeder muß ihn haben. Keiner will ihn. Die Zusatznutzungen können oder wollen viele nicht in Anspruch nehmen, machen ihn aber teurer. Wenn der Staat uns zu unserem Glück zwingen will, dann bitte ohne Kosten. Daher plädiere ich für den Personalausweis zum Nulltarif. Rainer Breitfeld, Bremen

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