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ISLAMDEBATTE

„,Ich gebe zu‘ / Die im Iran festgenommenen deutschen Journalisten müssen im Fernsehen Geständnisse ablegen“

von Martin Gehlen vom 17. November

Die genannten Geständnisse wurden nicht irgendwo erzwungen, sondern in der islamischen Republik. Dort ist der Islam Staatsreligion und integraler Bestandteil der Herrschaftsausübung. Demzufolge gehören solche Bräuche zum Islam, ebenso wie etwa das Auspeitschen von Frauen oder die Unterdrückung der Opposition.

Folgerichtig müsste das dann auch zu Deutschland gehören, wenn behauptet wird, der Islam gehöre zu Deutschland. Oder waren mit Islam nur die friedlich betenden Gläubigen gemeint und nicht der Islam, wie er sich dort präsentiert, wo er an der Macht ist? Wer das nicht klarstellt, ist entweder naiv oder nicht fähig, sich verständlich auszudrücken. Weder das eine noch das andere würde ranghohen Politikern gut zu Gesicht stehen. Ich jedenfalls kann mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass der real existierende Islam zu Deutschland gehört.

Eberhard Liss, Berlin-Lichterfelde

GESCHRÖPFTE BÜRGER

„Zahlmeister Berlin / Von der Staatsoper über die Bibliotheken bis zur Eheschließung wird in der Hauptstadt fast alles subventioniert“ von Ulrich Zawatka-Gerlach vom 16. November

Ja, Tempo 30 bringt mich auch in Fahrt, aber mehr noch Ihr Kommentar zu den Gebühren, die das Land Berlin erhebt.

Sie vergessen, dass wir als Bürger, die Steuern zahlen, auch ein Recht auf Dienstleistungen haben. Solche, die der Staat uns vorschreibt,müssen gebührenfrei sein. Man kann darüber streiten, ob der Vollzug einer Eheschließung ein privater Wunsch ist. Ich bin der Meinung, dass auch heute noch der Staat ein Interesse daran hat und erst für die Kopien der Urkunde Gebühren verlangen darf.

Noch eklatanter ist das Verhalten des Staates, wenn er verlangt, dass ich jederzeit den Personalausweis mit mir führen soll, aber für die Erstellung des Ausweises kassiert. Wem nützt denn der Ausweis mehr: der Kontrolle durch den Staat oder mir. Also hier von Subventionierung zu reden, ist Unsinn.

Jürgen Kirschning,

Berlin-Moabit

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