KURZ & BÜNDIG  :  KURZ & BÜNDIG 

LEBENSMITTEL

Zum Dioxinskandal

Warum und wozu gibt es Grenzwerte??? Bei 78-facher Überschreitung dieser Werte wird uns erklärt, dass wir die Produkte weiter essen dürfen. Es besteht keine Gesundheitsgefahr. Außerdem haben wir ja bereits seit Monaten die Produkte gegessen.Siegfried Müller, Berlin-Konradshöhe

DESSAU

„Was geschah in Zelle Nr. 5?“ vom 7. Januar

Die Recherche von Margot Overath hat mich tief erschüttert! Wie viel Menschenverachtung muss man in sich tragen, um solche Handlungen zu begehen, zu vertuschen und zu rechtfertigen? Es liegt nahe, dass hier ermittelnde Behörden und Staatsanwaltschaft einiges unterlassen, andererseits aktiv versucht haben, skrupellose Polizisten vor Strafe zu schützen. Der Freispruch ist für mich nicht nachvollziehbar (ich bin kein Jurist) und die Aufhebung durch den BGH überfällig. Ich stelle mir den gleichen Sachverhalt vor, wenn es sich nicht um einen Afrikaner, sondern um einen „Rechten“ gehandelt hätte! Unterscheiden sich Fremdenhass „Ost“ und „West“? Wo liegen die Wurzeln? Ich schäme mich, bei solchen Verbrechen gegen die Menschlichkeit Deutscher zu sein, und fühle mit den Angehörigen des Opfers.

Max Weithmann, Berlin-Kladow

KASSEN

„Land verzichtet auf Millionen an Bußgeldern“ vom 14. Januar

Die Missstände in der öffentlichen Verwaltung aufzugreifen und abzustellen ist auch meiner Gewerkschaft (ver.di) und den Personalvertretungen das größte Anliegen. Interessant ist jedoch die Betrachtung vom Ende her. Nach der massiven Reduzierung der öffentlichen Verwaltung folgt nun die Schelte an der mangelhaften Erledigung der Arbeit. Das ist aber zu einfach. Zu viele Aufgaben, zu viele Gesetze, Verordnungen und dergleichen. Demgegenüber zu wenig junges, gesundes, vernünftig bezahltes Personal. Da hilft auch das Aussourcen der Schuldeneintreibung an breitschultrige Männer mit kurzen Haaren und schlichter Ausdrucksweise nicht weiter. Eric Lausch, Finanzamt fürKörperschaften I, ver.di / Personalrat,

Berlin-Reinickenbdorf

JUSTIZ

„Bewährung für jungen Dealer – Urteil macht Experten ratlos“ vom 12. Januar

Es ist bei Gerichten geübte Praxis und entspricht der Verfahrensordnung, bei Zweifeln an einem Gutachten ein Gegengutachten oder Zweitgutachten zu veranlassen. Dass dieses hier von einem Gericht grob fahrlässig unterlassen wurde, könnte den Eindruck erwecken, dass hier jemand eingekauft wurde, um ein unverständlich mildes Urteil zu erwirken.

Klaus Kiesler, Berlin-Frohnau

0 Kommentare

Neuester Kommentar