KURZ & BÜNDIG  :  KURZ & BÜNDIG 

MISSBRAUCH

„Unheilige Nähe“vom 19. Januar

Als selbst Missbrauchsbetroffener durch Jesuiten des Aloisiuskollegs Bonn 1950-53 (Abitur 1958) leide ich nun erneut unter dem Vertuschen, Verharmlosen, Hinauszögern und Leugnen durch die katholische Kirche. Das empfinde ich als erneute, gnadenlose Demütigung. Die Finten und die Arroganz der katholischen Kirche, die in dem derzeitigen Umgang mit uns Betroffenen zum Ausdruck kommt, ist lebensgefährlich für uns, ist das lebenslange Leid doch niemals vergessen und wird nun noch einmal gesteigert. Unser Dank gilt der Presse! Sie haben die „Doppelagentin Rechtsanwältin Raue" zutreffend dargestellt, eine Rechtsanwältin, die bei uns Krokodilstränen geheult hat, um gleich anschließend wieder für ihre Auftraggeber, die Jesuiten, als Anwältin weiter gegen uns zu fungieren.

Prof. Dr. Gernot Lucas, Konstanz

KENNEDY

„Ich bin ein Berliner“ vom 20. Januar

Ein sehr gut geschriebener Artikel von Frau Binder. 1963 war ich 16 als Kennedy ermordet wurde, es ist bis heute mein ergreifendstes Ereignis. Ich glaube, ich habe damals zwei Tage nur geheult.

Jürgen Wehlisch, Berlin-Staaken

BONN–BERLIN

„Wir lassen uns doch nicht vorführen“

vom 18. Januar

Die Kosten der Bundeswehr kann man sofort senken, wenn man endlich das Verteidigungsministerium gänzlich nach Berlin holt. Das müsste in allen Parteien Zustimmung finden. Außerdem ist es für mich und viele meiner Berliner Freunde ein Unding und Ärgernis, dass auch alle anderen Ministerien noch Außenstellen in Bonn haben; 22 Jahre nach der Wiedervereinigung. Auch diese gehören nach Berlin, zumal das „Provisorium Bonn“ durch diese Ansiedlung anderer Institutionen großzügig entschädigt wurde. Auch hier ist die Politik gefragt; alle Parteien müssten es endlich durchsetzen.

Günter Runde, Berlin-Westend

WAHLKAMPF

„Verkehrte Welt“ vom 19. Januar

Politiker, die „sich inszenieren“, sind doch das große Übel unseres Landes – ihnen geht es um sich und nicht um die Sache. Sieht man doch ganz deutlich: Weiter als bei Herrn Ramsauer kann die Schere zwischen wahlkampfwirksamer Rede und Wirklichkeit nicht auseinanderklaffen, denn zur rechten Zeit hat er sich wohl lieber um sein Image gekümmert – nicht um die Schwachstellen des Verkehrs.

Heide Binner, Berlin-Rudow

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