KURZ & BÜNDIG  :  KURZ & BÜNDIG 

STUDIENGEBÜHREN

„Zwischenruf“ vom 27. Februar

Die Abschaffung von Studiengebühren, wie jüngst in NRW, ist sinnvoll und sozial gerecht! Längst nicht jeder Student gehört auch finanziell zu den Privilegierten und wird in seinem späteren Berufsleben prächtig verdienen. Deshalb ist es nur recht und billig, die Universitäten über Steuermittel zu finanzieren. Wer später gut verdient, wird auf diesem Wege schon seinen Teil dazu beitragen. Viele Absolventen – zum Beispiel studierte Sozialarbeiter und Erzieher – werden nicht zu den Besserverdienern gehören, haben aber einen leider oft übersehenen großen Nutzen für unsere Gesellschaft. Eine Finanzierung des Studiums aus Steuermitteln ist daher auch keine Klientelpolitik, sondern dient – im Gegensatz zu Steuerprivilegien für Hoteliers – der Allgemeinheit.

Arne Pannen, Berlin-Charlottenburg

RAUCHVERBOT

Meldung vom 26. Februar

Mit Entsetzen habe ich die Meldung gelesen, dass es Menschen gibt, die Kneipenbesitzer anzeigen wegen des Rauchverbots. Reicht es nicht, ein Lokal zu verlassen, in dem geraucht wird? Es gibt doch genug andere. Machen sich die Leute keine Gedanken, wie schwer es ist, eine kleine Kneipe wirtschaftlich zu führen. Viele können sich nur halten, weil sie Raucherkunden haben, die die wenigen Orte nutzen, mal eine Zigarette im Warmen zu rauchen. So werden kleine Unternehmen kaputtgemacht durch Denunziantentum.

Renate Bremmert, Berlin-Rudow

GOOGLE&CO

„Nicht auf dem Schirm“ vom 26. Februar Dass Sie über die veraltete Karten- und Luftbildsubstanz bei Google und Bing berichten, ist löblich. Leider haben Sie einen Stadtplandienst nicht in Ihre Betrachtung aufgenommen. Dort befindet sich das Kartenmaterial für Berlin in wesentlich aktuellerem Zustand – und für Benutzer gratis. Da es sich dabei um ein Berliner Unternehmen handelt, macht die Sache doppelt schade. Aber es wundert mich nicht: selbst in meinem Bekanntenkreis werden mir Fragen gestellt wie „Wofür braucht man noch Kartografie in Zeiten von Google Earth?“. Wer täglich mit Google & Co. online hantiert, kann als Laie nicht wissen, dass es dort mit Qualität und guter Kartengrafik rein gar nichts zu tun hat. Auch die Street-View-Hysterie hat mich nur wundern lassen: Es finden sich in Deutschland auf den Webseiten vieler Landesvermessungsämter wesentlich aktuellere und detaillierte Luftbilder und Karten - es weiß nur keiner.

Frank Tyzak, Berlin-Prenzlauer Berg

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