KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

HEIMLICH

„Deutsche Leopard-Panzer für Saudi-

Arabien?“ vom 4. Juli

Wir liefern die modernsten Waffen in alle Welt, unter Adenauer, unter Kohl, unter Schmidt, unter Schröder und unter Merkel. Heimlich und nicht legal – legal, was unsere Ansichten angeht. Wir liefern Waffen in Krisengebiete – Saudi-Arabien, Israel und viele mehr. Wann lernen wir!? Entweder wir stoppen alle Exporte oder wir kennen keine Skrupel mehr. Dazwischen gibt es keine Möglichkeiten!

Josef Knorn, Berlin-Zehlendorf

ZÄHER BROCKEN

„Wie Kaugummi“ vom 5. Juli

Das penetrante Beharren der FDP auf Steuersenkungen und dann auch noch im Jahr der nächsten Bundestagswahl 2013 hat tragische und groteske Züge. Jeder informierte Mensch weiß, wie wenig dieses Anliegen in unsere politische Landschaft passt. Nun könnte aber genau die Verwirklichung dieser Absicht zu einer noch nie dagewesenen Situation führen, nämlich dazu, dass eine Partei abgewählt wird oder viel dramatischer, noch nicht einmal mehr in den Bundestag kommt, weil sie das Wahlversprechen der letzten Bundestagswahl eingehalten hat.Michael Mohr, Köln

OSTALGIE

„Wulff: SED-Diktatur nicht verharmlosen“ vom 5. Juli

Recht hat er. Diese Warnung passt immer. So, wie es immer passt, dass wir die Umwelt erhalten, die Staatsverschuldung senken und die Frauenfußball-Weltmeisterschaft gewinnen müssen. Und es gibt sie ja auch, die DDR-Nostalgiker, die ihren antifaschistischen Schutzwall zurückhaben wollen und die kein Problem damit haben, was die Stasi getrieben hat. Und es gibt die ehemaligen Bürgerrechtler, die diesen Staat hassen, was ihnen kaum jemand verübeln kann. Das ist auch nicht das Problem: Es besteht darin, dass jede Art von DDR-Bild, welches von dem der Bürgerrechtler abweicht, automatisch als DDR-Nostalgie und Verklärung diffamiert wird. An diesem Staat muss einfach alles schlecht gewesen sein – bis auf die Bürgerrechtler.

Bei dieser Art der Betrachtung kann sich doch die Masse der ehemaligen Bürger des „anderen deutschen Staates“ überhaupt nicht wiederfinden. Diese Betrachtungsweise dürfte auch ihren Beitrag zur DDR-Nostalgie leisten. Denn diese Art, Politik und Geschichte eindimensional und nicht differenziert zu sehen, kommt den Ostdeutschen sehr bekannt vor.

Olaf Stephan, Berlin-Altglienicke

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