KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

BELOHNUNG DURCH KÜRZUNG

„Bedrohte Bratschen“ vom 11. Oktober

Seit Einführung der verlässlichen Halbtagsschule wird ein großer Teil des qualifizierten Mittags- und Nachmittagsprogramms durch die Musikschulen gewährleistet. Das heißt: Seit Jahren arbeiten hochqualifizierte Musikschullehrer unter sehr schlechten Bedingungen über den gesamten Bezirk verteilt. Hunderte Schüler an 25 Standorten werden allein in Steglitz-Zehlendorf versorgt.

Nach einer ca. zwölfprozentigen Lohnkürzung sollen ihnen nun auch noch die sozialen Mindeststandards gekürzt werden, um eine berechtigte Klage auf Festanstellung wegen Scheinselbständigkeit zu verhindern. Von Friedenau bis Zehlendorf, von Dahlem bis Lankwitz stehen etliche Kooperationsmodelle der Musikschule vor dem Aus. Das Mindeste wäre ein ca. 30-prozentiger Lohnausgleich für vertragliche Änderungen, korrekt wäre eine Festanstellung der abhängig beschäftigten Lehrer und Lehrerinnen.

Margarete Sendelbach, Berlin-Steglitz

SPRACHGEBRAUCH

„Die Prioritäten haben sich verschoben“ vom 16. Oktober

Der Generalsekretär der FDP, Herr Lindner, spricht in seinem Interview mit Recht davon, dass die Bevölkerung von unseren Systemen langfristige

Stabilität erwarten müsse. Deshalb

dürfen die Politiker konjunkturelle Mehreinnahmen – wie durch Kranken- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge – nicht gleich wieder verjubeln.

Nun kann man durchaus vertreten, dass Minderausgaben aus diesem Bereich nicht gleich in eventuelle Beitragsermäßigungen münden sollen, aber hierbei von „verjubeln“ zu sprechen, wird doch wohl den Beitragszahlern nicht

gerecht.

Klaus Sondershausen, Berlin-Lankwitz

KOPFSCHUTZ

„Gurt für den Kopf“ vom 19. Oktober

Wenn die Helmpflicht auch nur das

Leben eines einzigen Radfahrers rettet - und das täte sie sicher, dann ist die

Diskussion richtig und notwendig.

Unabhängig davon ist natürlich die entsprechende Rücksichtnahme durch Auto- und Lkw-Fahrer selbstverständlich. Diskutieren sollte man darüber, wie die motorisierten und damit stärkeren Verkehrsteilnehmer zusätzlich Unfälle verhindern können, ... und einige „wilde“ Radfahrer sollten ebenfalls ihren Beitrag leisten.

Jörn Möhring, Berlin-Lichterfelde

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