KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

EISFREIER HIMALAJA

"Eine bequeme Unwahrheit"

vom 11. Februar

Hier sieht man, wie schwer es für Journalisten ist, ihr tägliches Brot zu verdienen. Niemand ist gegen sparsamen Umgang mit Energie. Mit solcher Behauptung werden die langjährigen erfolgreichen Bemühungen ungezählter Ingenieure diskreditiert. Es muss aber doch erlaubt sein, in „entscheidenden Publikationen“ behauptete Dinge (eisfreier Himalaja anno 2030) infrage zu stellen. Extrem simplifizierte Klimamodelle bilden eben nicht zuverlässig die nächsten 100 Jahre Klimaentwicklung ab.

Hans-Rainer Hintner, Darmstadt

FRAGE DER MACHT

„Glaubensfragen“ vom 12. Februar

Den Leserbrief lasen wir zunächst mit innerer Zustimmung. Der letzte Satz allerdings führte dazu, dass wir unseren ersten Leserbrief schicken müssen. Es gibt in der Geschichte genügend Beispiele von Völkermorden, die nicht im Namen einer Religion begangen wurden. Wir nennen nur Napoleon, Stalin, Hitler. Diese haben nicht ausdrücklich im Namen des Atheismus gemordet, da er natürlich gerade nicht als Religion bezeichnet werden kann. (Was soll das?) Machtanspruch ist doch der eigentliche Grund für jede Gewalt: Beim Islam, beim Christentum und auch bei

Nichtgläubigen!

Evelyn und Dr. Rainer Sinnecker,

Berlin-Spandau

RÜCKBESINNUNG

„Wir sind Glückssucher“ vom 13. Februar

Abgesehen davon, dass der Kulturteil des Tagesspiegel durchweg sehr gut konzipiert und geschrieben ist, Theater-, Buch- und Filmkritiken üppig und fundiert daherkommen, hat mich das Interview mit Alexander Kluge begeistert. Offenbar hat Peter Laudenbach genau die richtigen Fragen gestellt.

Anders ließe sich kaum erklären, dass Kluges Ausführungen so viel Ruhe und Weltwissen ausstrahlen, so viel Menschheitsgeschichte vermitteln. Auch wenn er sagt, er sei ein nüchterner Mensch: Sein Plädoyer für eine möglichst starke Rückbesinnung auf den Fundus, aus dem wir kommen, den jeder einzelne von uns in sich trägt, kann dazu beitragen, das Bewusstsein der ewig Gestrigen zu verändern und Empathie zu generieren. Aus dem Zusammenhang von Gravitation und Zuverlässigkeit kann man viel Kraft ziehen für das eigene Leben. Vertrauen wir doch und gönnen wir uns mehr Ruhe und Gelassenheit, Zeit zum Nachdenken.

Heide Sommer, Hamburg

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