KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

VERKEHRT HERUM

„Radler rügen Ramsauer“ vom 11. April

Als Freund des Tagesspiegels fühle ich mich mittlerweile ziemlich genervt von dem ein wenig zwanghaft wirkenden Fahrradlobbyismus in Ihrer Redaktion. Jüngstes Beispiel ist diese Überschrift! Diese Verdrehung erinnert unangenehm an (durchaus gekonnte) „Bild“-Entstellungsattitüden. Es war so, dass Herr Ramsauer zunächst das Verhalten von Radlern gerügt hat. Das kann man auch ohne Not so betiteln, selbst dann, wenn man im Beitrag inhaltlich tendenziös sein möchte.

Reinhold Scheck, Berlin-Tiergarten

PARALLELWELT

„Mehr Blitzer sind nicht die Lösung“

vom 6. April

Ich weiß nicht, in welcher Parallelwelt dieser Staatssekretär lebt. Er glaubt, notorische Verkehrssünder mit Aufklärungskampagnen zu mehr regelkonformem Verhalten zu bewegen. Die amtierende Polizeipräsidentin hat Recht, wenn sie sagt, dass nur das Risiko, erwischt zu werden, abschreckt! Verstärkte mobile Kontrollen, die die Polizei durchführen will, kann sie wegen der dünnen Personaldecke nicht realisieren. Das erinnert mich fatal an „Aufklärungskampagnen“ für Hundehalter, Stichwort Hundekot! Also: Alles leeres Geschwätz, Herr Gaebler!

Hans-Jochen Brauer, Berlin-Buckow

DIPLOMATISCHE PLEITE

„Die Schweiz nicht unnötig reizen“

vom 3. April

Das ist wieder haarscharf auf den Punkt gebracht. Schon einmal erlitt Deutschland durch die Schweiz eine diplomatische Pleite, im „Neuenburger Konflikt“. Royalisten versuchten anno 1856 die Rechte des Preußenkönigs als Fürst von Neuenburg wiederherzustellen, der Aufstand wurde aber von den Eidgenossen niedergeschlagen und die Royalisten verhaftet. Beide Parteien mobilisierten daraufhin ihre Streitkräfte, der König rasselte schon mit dem Säbel, aber auf Druck der europäischen Großmächte (allen voran England!) mussten die Preußen nachgeben und auf Neuenburg – heute Neuchâtel – verzichten.

Anselm Dreher, Berlin-Steglitz

WEITER SO

„Hertha und Berlin“ vom 4. April

Der Leitartikel von Markus Hesselmann ist von erfreulicher positiver und strategischer Weitsicht geprägt. Er macht Mut und gibt Ansporn. Vielleicht auch eine Anregung für die Sportredaktion.

Dr. Hermann Stapenhorst,

Berlin-Steglitz

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