KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

ALLES KULTUR ODER WAS

„Käfer und Kuhfladen“ vom 12. April

Erstens: ein klasse Artikel, und das auf der Titelseite. Zweitens fällt mir ein Satzstück auf: „ ... und überall steckt Kultur drin ...“ Genau das ist mein Problem. Natürlich finde ich keine allgemein anerkannte Definition für Kultur, aber dass das alles Kultur sein soll – da sträuben sich die wenigen noch vorhandenen Haare! Und genau deshalb bin ich heute eher als vor 20 Jahren dafür, am Kulturetat zu streichen.

Joachim Wentzcke-Herbst,

Berlin-Wilmersdorf

DAS BISSCHEN SCHULE

„Streit um ein Herzensanliegen der CSU“ vom 16. April

Inkonsequent bleibt die CSU beim Betreuungsgeld auf halbem Weg stehen: Ein viel höheres Betreuungsgeld könnte gezahlt werden, wenn Kinder von der Schulpflicht befreit würden. Die im Schulwesen dadurch einsparbaren Kosten (Lehrergehälter, Gebäudekosten) könnten dann zusätzlich ebenfalls den Eltern ausgezahlt werden. Und das bisschen Unterricht ist auch zu Hause leistbar, oder?

Ingo Simson, Berlin-Britz

GRÜNE WITWEN

„Krebs und Kragenbär“ vom 14. April

Herrn Kai Kupferschmidt sei Dank, dass er ganz aktuell überzeugende Forschungsergebnisse über die Gefährlichkeit sogenannter Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) geschildert hat. Ganz abgesehen von der Bedrohung aussterbender Tiere, die in TCM-Präparaten nachweisbar sind, sind Präparate aus China auch oft betrügerisch: Denn wenn sie wirken, sind oft chemische Substanzen der „Schulmedizin“ wie Cortison oder Viagra nachzuweisen. Hoffentlich werden einige alternative „Grüne Witwen“ aufwachen und einige alternative Ärzte von ihrem unsinnigen und irreführenden Arztschild „TCM“ Abstand nehmen.

Prof. Dr. Klaus-Werner Wenzel,

Berlin-Schlachtensee

LIES LÜGEN

„Marketing für Radikale“ vom 14. April

Auf dem Foto zu diesem Artikel las ich auf dem Buchcover : „LIES im Namen deines Herren“. Ich bin doch nicht die Einzige, die dank aller uns umgebenden Anglizismen LÜGEN gelesen hat. Also „LÜGEN im Namen deines Herren“.

Außerdem sagt es viel über die Absicht des Buches aus, das mit einem Imperativ auf die Leser zukommt. Ich werde niemals ein Buch lesen, was mich solchermaßen anschreit.

Ulrike van de Löcht, Berlin-Schöneberg

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