KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

IM WESTEN NICHTS NEUES

„ADAC rät Pendlern zum Umsteigen“

vom 11. September

Prinzipiell hat Herr Krane vom ADAC Recht, zum Beispiel durch die Schaffung von Park-&-Ride-Parkplätzen das durch Pendler hervorgerufene Pkw-Aufkommen stark reduzieren zu können. Für einige Standorte mag das auch zutreffend sein. Für den im Artikel genannten Standort Falkensee-Seegefeld hat er allerdings vergessen, dass hier zurzeit lediglich Regionalzüge halten, die insbesondere zur morgendlichen Rushhour so voll sind, dass sie zusätzliche Fahrgäste gar nicht mehr aufnehmen können.

Während nach Norden, Süden und Osten die S-Bahn-Verbindungen ins Umland nach der Wende wieder reaktiviert wurden, fehlt es im Westen auch mehr als 20 Jahre nach Mauerfall an einer S-Bahn-Verbindung ins Havelland, etwa bis Falkensee. Eine funktionierende S-Bahn könnte dann auch Pendler aufnehmen und schnell und umweltfreundlich in die Berliner Innenstadt bringen!

Rolf Köthke, Berlin-Spandau

ANGLIZISMEN

„Das ist schon eine ziemliche Ballung“

vom 19. September

Das Interview mit Herrn Jung war für mich nicht verständlich. Es ist schade, dass ich inzwischen in meinem Tagesspiegel immer öfter nichts verstehe, da meine Englischkenntnisse nicht ausreichen. Was ist ein Hollister Shop, was ist Primark, was ist ein Shopping-Center-Developer? Konnte mir auch bisher niemand erklären. Was ist es außerdem für ein „Denglisch“, wenn es heißt „Player kommen und gehen“. Könnten Sie nicht Ihre Gesprächspartner ermuntern, ein verständliches Deutsch zu sprechen?

Renate Bremmert, Berlin-Rudow

SEXUALKUNDE

„Homos kennt die Schule nicht“

vom 24. September

Als Kinder- und vor allem Jugendarzt, der viel in Schulen war und ist, bin nicht nur ich erschüttert über die oft miserablen Kenntnisse auch älterer Jugendlicher und die Einstellung von Lehrern zu diesem Thema.

Jugendliche sollten ein positives Verhältnis zur Sexualität, ob hetero-, homo- oder bisexuell geprägt, entwickeln. Und sie sollten wissen, wie sie sich konkret vor Impotenz und Unfruchtbarkeit (derzeit mehr als 15 Prozent), vor sexuell übertragbaren Infektionen (nicht nur Aids) und vor ungewollten Schwangerschaften schützen können.

Aus Ärztekreisen kommt der Ausspruch: „Unsere Jugend ist aufgeklärt, aber ahnungslos“. Unter dem Titel „Aufgeklärt – aber ahnungslos?“ gibt es ein kleines Testbuch, das sich auch Eltern und Lehrer zu Gemüte führen sollten.

Dr. Christoph Hilsberg,

Berlin-Lichterfelde

MUTTER BIN ICH

„Kaffee ohne alles“ vom 27. September

Endlich hat eine den Mut! Die Gründe für ein von kinderlärmenden Gästen befreites Refugium sind intelligent beschrieben, wenn auch notwendigerweise camouflierend.

Als Vater von inzwischen zwei erwachsenen Söhnen kann ich es jedem Gast

eines Cafés nachempfinden, wie störend und rücksichtslos das Verhalten manch heutiger Mütter wirkt, wenn sie ihre kreischenden, herumlaufenden und tobenden Kinder in Restaurants sich ausleben lassen. Wer um Ruhe und um Vorsicht bittet, muss mit empörten Fragen dieser rücksichtslosen weiblichen Erzieher „Sie mögen wohl keine Kinder?“ rechnen. Wenn sie dann noch ihre Schwangerschaft wie eine Trophäe hervorrecken und den Kinderwagen wie eine Panzer brechende Waffe in den Gang schieben, verstummt jede Gegenantwort.

Wolfgang Heinze, Berlin-Wittenau

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben