KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

WIE BITTE?

„Behinderter Hertha-Fan vor Stadion fast erdrosselt“ vom 6. Oktober

„Behinderte sind tabu“. Bei allen anderen darf schon mal zugelangt werden, oder wie ist diese Aussage der Fanbeauftragten von Hertha BSC und Dynamo Dresden zu verstehen? Die Wortwahl macht erschreckend deutlich, was in der Fanszene teilweise offenbar für normal gehalten wird.

Hannemieke Wahle,

Berlin-Wilmersdorf

DER, DIE, DAS

„Ein Egomane für die Heulsusen“

vom 5. Oktober

„... dass die SPD jetzt einen echten Strategen auf das Schild gehoben hat.“ Der Häuptling wird auf den Schild gehoben.

Udo Borck, Berlin-Schöneberg

SCHÖN WIE AUF DEM KILLESBERG

„Erste Wahl“ vom 6. Oktober

Als Noch-Bürger von Stuttgart-Botnang und baldigem Berliner Bürger habe ich den Artikel von Marco Lauer über die Oberbürgermeister-Wahlen in Stuttgart mit Interesse gelesen. Ganz so schmucklos wie Sie Botnang darstellen, ist dieser Stadtteil nun auch nicht. Natürlich gibt es die Hochhäuser, in einem davon wohne ich selber. Viele Bewohner dieser Häuser sind Eigentümer ihrer Wohnungen oder wohnen schon viele Jahre hier und haben sich daher ganz bewusst für diesen Stadtbezirk im Stuttgarter Westen mit seinen knapp 10 000 Einwohnern entschieden. Und es gibt das ganz andere Botnang im Westen und Süden dieses sehr grünen und waldreichen Stadtteils. Die Häuser dort können es problemlos mit dem Prominenten- und Villenviertel auf dem Killesberg aufnehmen. Das Durchschnittseinkommen liegt in diesem Bereich von Botnang mit Sicherheit über dem schon recht hohen Stuttgarter Durchschnitt.

Thomas Hegenauer, Stuttgart

UNBERECHENBAR

„Zwei Menschen bei Canyoing in der Schweiz tödlich verunglückt“

vom 10. Oktober

Wer in den Bergen aufgewachsen ist wie ich, weiß, dass auch bei einer mittleren Niederschlagsmenge kleinere Bäche plötzlich und unberechenbar zu reißenden Fluten werden können, nämlich dann, wenn sich der Bach weiter oben

gestaut hat. Erstaunlich ist es, wenn weder Teilnehmer noch Anbieter die Courage haben, den Event wegen Regen zu verschieben. Dazu braucht es keine Ausbildung, sondern bisschen common sense und ein entscheidendes Nein.

Rolf Klauser, Winterthur

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